25 Gemeinden als Schwerpunktgemeinden anerkannt


Dorferneuerungsprogramm 2017

25 Kommunen als neue Schwerpunktgemeinden anerkannt

Innenminister Roger Lewentz hat 25 Gemeinden in Rheinland-Pfalz als
weitere Schwerpunktgemeinden im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms 2017
anerkannt.

Ab dem Programmjahr 2017 werden insgesamt
129 Dörfer von einer Schwerpunktanerkennung profitieren. „Rund 18,5
Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von
Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung.
Mit dieser Summe können wichtige Projekte realisiert werden, die zur
weiteren Verbesserung der Infrastruktur in unseren Dörfern beitragen
werden“, betonte
Lewentz am Freitag.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Schloss Waldthausen hat der
Minister den Gemeinden die Anerkennungsschreiben übergeben. Anhand
praxisorientierter Beispiele der Dorferneuerungsgemeinde Rumbach im
Landkreis Südwestpfalz und einem Vortrag zu Initiativen im Rahmen der
Dorfmoderation wurde über die Chancen
und Möglichkeiten einer Schwerpunktanerkennung informiert.

Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde erfolgt in diesem Jahr erstmals
auf die Dauer von acht statt bisher sechs Jahren. Für die Stärkung der
Innenentwicklung steht eine qualifizierte Bauberatung privaten und
öffentlichen Bauherrn zur Verfügung. Zusammen mit der Dorfmoderation
wird damit ein umfassender Beteiligungsprozess in Gang gesetzt und es
kann ein zukunftsbeständiges Leitbild entwickelt werden. Die Ergebnisse
dieser breit angelegten Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit
sind elementare Bestandteile der zu erarbeitenden Entwicklungskonzepte.
„Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Durchführung einer
Dorfmoderation, der kostenfreien Bauberatung und der Erarbeitung eines
Entwicklungskonzeptes für die Dorferneuerung, wurden deren
Fördermöglichkeiten bereits im Jahr 2009
nochmals deutlich verbessert“, informierte Lewentz.

Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sei eine Art
Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen
Maße anzunehmen, erläuterte Lewentz. „Nur wer Bereitschaft zeigt für die
eigene Ortsgemeinde Verantwortung zu übernehmen und wer mitbestimmen und
mitgestalten darf, der identifiziert sich mit der geleisteten Arbeit“,
sagte der Minister. Nur so könne man den Wohnstandort Dorf noch
attraktiver und lebensfähiger gestalten.

Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde
Maßnahmen, die die Ortskerne stärken und wiederbeleben und damit die
unverwechselbare Siedlungs- und Kulturlandschaft erhalten. Dazu zählen
insbesondere auch Maßnahmen, die einer Grundversorgungssicherung und der
sozialen Daseinsvorsorge im Dorf dienen.

Fast 90 Prozent der Gemeinden im Land haben weniger als 2000 Einwohner
und sind dem ländlichen Raum zuzurechnen. Mittlerweile haben rund 80
Prozent der
Gemeinden ein Dorferneuerungskonzept erarbeitet. „Wirklich bemerkenswert
ist die Bereitschaft der Gemeinden, ihre Konzepte fortzuschreiben und
der aktuellen
Entwicklung und Veränderungen anzupassen. Die Dorferneuerung hat sich zu
einer der größten Bürgerinitiativen des Landes entwickelt“, sagte Lewentz.

Allein im Programmjahr 2016 seien in der Dorferneuerung 41
Dorfmoderationen mit einer Gesamtzuwendung in Höhe von rund 510.900 Euro
gefördert worden, betonte der Minister. Insgesamt 174 öffentliche und
etwa 950 private Maßnahmen wurden durch die Dorferneuerung unterstützt.
Mit Zuwendungen in Höhe von 18,08 Millionen Euro sind Investitionen in
Höhe von 100,31 Millionen Euro ausgelöst worden. „Das ist ein klarer
Beleg auch für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Dorferneuerung“,
sagte Lewentz. Gerade kleinere orts- beziehungsweise regionsansässige
Handwerks- und Gewerbebetriebe würden von diesen vielfältigen und
qualitativ anspruchsvollen Arbeiten der Dorferneuerung profitieren. „Die
Dorferneuerungsprojekte wurden allesamt auf der Grundlage eines
Konzeptes zur Stärkung der Innenentwicklung
unserer Dörfer gefördert“, sagte der Minister.

Als Schwerpunktgemeinden 2017 werden anerkannt:

Liste mit 24 Einträgen
• OG Ayl, VG Saarburg, LK Trier-Saarburg
• OG Brohl, VG Kaisersesch, LK Cochem-Zell
• OG Buhlenberg, VG Birkenfeld, Nationalparklandkreis Birkenfeld
• OG Edesheim, VG Edenkoben, LK Südliche Weinstraße
• OG Eßweiler, VG Lauterecken-Wolfstein, LK Kusel
• OG Filsen, VG Loreley, Rhein-Lahn-Kreis
• Stadt Gerolstein, Stadtteil Müllenborn, VG Gerolstein, LK Vulkaneifel
• OG Gieleroth, VG Altenkirchen, LK Altenkirchen
• OG Graach, VG Bernkastel-Kues, LK Bernkastel-Wittlich
• Stadt Grünstadt, Stadtteil Sausenheim, LK Bad Dürkheim
• OG Gusenburg, VG Hermeskeil, LK Trier-Saarburg
• OG Hermersberg, VG Waldfischbach-Burgalben, LK Südwestpfalz
• OG Hütschenhausen, VG Ramstein-Miesenbach, LK Kaiserslautern
• OG Lierschied, VG Loreley, Rhein-Lahn-Kreis
• OG Mertloch, VG Maifeld, LK Mayen-Koblenz
• OG Niederahr, VG Wallmerod, Westerwaldkreis
• OG Niederbrombach, VG Birkenfeld, Nationalparklandkreis Birkenfeld
• OG Ottersheim, VG Göllheim, Donnersbergkreis
• OG Rommersheim, VG Prüm, Eifelkreis Bitburg-Prüm
• OG Schwedelbach, VG Weilerbach, LK Kaiserslautern
• OG Steimel, VG Puderbach, LK Neuwied
• Stadt Traben-Trarbach, Stadtteil Wolf, VG Traben-Trarbach, LK
Bernkastel-Wittlich
• OG Traisen, VG Rüdesheim, LK Bad Kreuznach
• OG Wallertheim, VG Wörrstadt, LK Alzey-Worms
Listenende
Liste mit 1 Einträgen
• OG Willroth, VG Flammersfeld, LK Altenkirchen
Listenende

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