Equal Pay Day – Muscheid: noch zu große Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen


Equal Pay Day

Muscheid: Immer noch viel zu großer Gehaltsunterschied zwischen Frauen
und Männern im Land

Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern in Rheinland-Pfalz
ist im vergangenen Jahr zwar geringfügig gesunken, noch immer verdienen
Frauen im Schnitt jedoch 20 Prozent weniger als Männer, wie das
statistische Landesamt mitteilt. Im Bundesdurchschnitt beträgt der
Gehaltsunterschied 21 Prozent.

„Angesichts des weiterhin viel zu großen Gehaltsunterschiedes zwischen
Frauen und Männern, gibt es keinen Anlass, die Hände in den Schoß zu
legen. Es darf nicht sein, dass heutzutage immer noch das Geschlecht
mitentscheidet, ob jemand am Monatsende mehr oder weniger Geld in der
Tasche hat“, so Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz /
Saarland, anlässlich des Equal Pay Day am 18. März.

Die Ursachen für die sogenannte Gender Pay Gap, also den
Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern, sind vielfältig.

„Auch heute noch gibt es in manchen Unternehmen Lohndiskriminierung und
Frauen werden für die gleiche Tätigkeit schlechter bezahlt als ihre
männlichen Kollegen. Darüber hinaus werden Frauen oft schlechtere
Karrierechancen eingeräumt, weil sie sich deutlich häufiger Auszeiten
für Kindererziehung oder Pflege nehmen müssen. Hier ist die
Familienpolitik gefragt“, so Muscheid und weiter: „Kinder und Karriere
dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen.“

Auch die Branche entscheidet mit, wie viel jemand verdient. In vielen
typischen Frauenberufen – wie beispielsweise dem Einzelhandel, der
Erziehung oder dem Frisörhandwerk – wird deutlich weniger bezahlt, als
z. B. in den meisten technischen Berufen, die immer noch als
Männerberufe wahrgenommen werden. Dietmar Muscheid:

„Zur Mädchen- und Frauenförderung gehört unbedingt dazu, dass wir diese
Trennung in Frauen- und Männerberufe endlich aufbrechen. Junge Mädchen
müssen schon früh ermutigt und gefördert werden und man muss ihnen
sagen, dass Mädchen genauso gute Techniker oder Ingenieure werden
können, wie Jungen“

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