Von gemeinsamer Ausbildung profitieren Forstwirtschaft und Nachwuchskräfte


Forstwirtschaft

Höfken/Jost: Von gemeinsamer Ausbildung profitieren Forstwirtschaft und
Nachwuchskräfte

Saarland und Rheinland-Pfalz bilden künftig gemeinsam ihr Forstpersonal
aus.

Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken und ihr saarländischer
Amtskollege,

Reinhold Jost, unterzeichneten in Saarbrücken eine entsprechende
Verwaltungsvereinbarung. „Es ist sinnvoll, dass wir gemeinsam vorhandene
Ressourcen nutzen. Davon profitieren nicht nur die Landesforstbetriebe,
der Blick über den Tellerrand zu teilweise anderen Strukturen oder
Schwerpunkten erweitert auch den Horizont unserer Nachwuchskräfte“,
erklärten Höfken und Jost zur Vertragsunterzeichnung. Der Vertrag mit
dem Saarland regelt die Zusammenarbeit der Länder bei der Ausbildung für
den gehobenen Forstdienst sowie der Forstwirte. „Die Zusammenarbeit
unserer beiden Häuser hat eine gute Tradition. Nach der Vereinbarung zur
Waldzustandserhebung und dem Staatsvertrag zum Nationalpark
Hunsrück-Hochwald unterzeichnen wir heute bereits die dritte Kooperation
der beiden Forstministerien“, erklärte Höfken.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für die Forst- und Holzwirtschaft im
Saarland“, betonte der saarländische Umweltminister. „Wir reagieren
damit auf die Auswirkungen des demographischen Wandels, das hohe
Durchschnittsalter des Forstpersonals und auf den zunehmenden Wettbewerb
um gute junge Nachwuchskräfte im Saarland.“

Rheinland-Pfalz übernimmt die überbetriebliche Ausbildung
saarländischer Auszubildender zum Forstwirt und zur Forstwirtin. „Am
Forstlichen Bildungszentrum Hachenburg wird forstliches Wissen nach
neusten Erkenntnissen durch qualifizierte Fachlehrer vermittelt“, so
Höfken. Die Einrichtung verfügt über Seminarräume, Werkstätten,
Wohnbereiche und die nötige Infrastruktur um auch am praktischen
Beispiel im Wald zu lehren. Das Bildungszentrum ist seit jeher nicht nur
auf staatliche Auszubildende von Landesforsten begrenzt, sondern wird
auch von privaten und kommunalen Auszubildenden besucht. In neun
einwöchigen Modulen werden Ausbildungsinhalte zum Beispiel zur
Arbeitssicherheit, Holzernte, Begründung von Waldbeständen, Naturschutz
und Landschaftspflege, oder dem Waldschutz vermittelt. Bei den
Forstinspektoranwärterinnen und Forstinspektoranwärtern unterrichten und
prüfen rheinland-pfälzische und saarländische Lehrkräfte Ausbildungsziele
und Inhalte wie zum Waldrecht, der Umweltbildung, zur Arbeitssicherheit,
dem Naturschutz oder zur forstlichen Förderung und hoheitlichen Tätigkeiten.

„Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und dem
Saarland ist ein beiderseitiger Gewinn. Im Saarland profitiert nicht nur
der SaarForst
von der neuen Gemeinschaftsaufgabe. Mit der zukünftigen Kooperation
können wir jungen Menschen wieder ein attraktives Ausbildungsangebot im
Bereich der
Forstwirtschaft bieten“, so Jost.

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