Obstwiesen sind wichtige Biotope zur Erhaltung der Artenvielfalt

SGD Nord: Obstwiesen – Artenvielfalt und wertvoller Lebensraum

Die zarten weißen und rosafarbenen Blüten der Obstbäume wecken schon im
Frühling unsere Vorfreude auf süße Kirschen, saftige Weinbergpfirsiche
oder schmackhafte Äpfel. Aktuell erfreut uns der Anblick von Birnen-
und Apfelblüten. Früh in diesem Jahr, blühten die Kirschbäume in den
wärmebegünstigten Lagen an Rhein, Mosel, Nahe, Lahn und Ahr. Obstwiesen
sind mit ihren alten, hochstämmigen Bäumen, verbunden mit einer
extensiven Grünlandnutzung von hoher ökologischer Bedeutung.

Als Obere Naturschutzbehörde unterstützt die SGD Nord die Pflege von
Obstwiesen beispielweise in den Naturschutzgebieten „Auf der Hardt“ bei
Altwied oder „Hintere Dick- Eisenbolz“ bei Boppard über die
Biotopbetreuung. Diese trägt zur Pflege der historischen
Kulturlandschaft sowie zum Arten- und Biotopschutz bei.

Mit einer Stammhöhe von 1,80 bis 2,00 Metern sind Obstbäume oft sehr
höhlenreich und bieten damit zahlreichen Tierarten einen idealen
Lebensraum. An Bewohnern aus der Vogelwelt sind dort neben Kohl- und
Blaumeise beispielsweise auch der Grünspecht, Feldsperling und der Star,
seltener auch der Mittelspecht, Wendehals
oder gar der Steinkauz zu Hause. Auch Säugetiere wie der Gartenschläfer
schätzen die Verstecke in den Höhlen.

Damit dieser wertvolle Lebensraum erhalten bleibt, müssen Obstwiesen
regelmäßig gepflegt werden. Dazu werden die Bäume geschnitten und
nachgepflanzt. Durch
eine extensive Grünlandnutzung, wie naturnahe Beweidung, beispielsweise
durch Schafe oder Ziegen, den Verzicht auf Pestizide und gezielte
Entbuschung,
werden offene Flächen und blütenreiche Magerwiesen erhalten. Darauf
leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wie Schmetterlinge oder Orchideen.

Als Obere Naturschutzbehörde ist die SGD Nord für die Organisation und
Finanzierung von Biotopflegemaßnahmen verantwortlich. Bei der Umsetzung
arbeitet die SGD Nord eng mit sogenannten Biotopbetreuern zusammen. Als
Biologen, Geographen oder Ingenieure der Landespflege bringen sie das
notwendige Fachwissen zur Biotoppflege mit. In Rheinland-Pfalz sind rund
2 Prozent der Landesfläche Naturschutzgebiete. Gut ein Viertel dieser
Bereiche gehören zu den sogenannten Offenlandbiotopen. Das sind
Trockenrasen, Weiden, Mäh- Feucht- und Nasswiesen.

Weitere Informationen unter:
www.sgdnord.rlp.de

 

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