Mehr als 6000 Einbürgerungen in Rheinland-Pfalz 2016

Mehr als 6.000 Personen eingebürgert

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden in Rheinland-Pfalz 6.064
Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Das sind 308 (5,4 Prozent)
mehr, als im Jahr zuvor.
Von den 2.661 Männern und 3.403 Frauen lebten rund ein Viertel schon 22
und mehr Jahre in Deutschland. Im Schnitt waren die Betroffenen rund 33
Jahre alt.

Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten wird wie schon
seit Jahren von türkischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern (818)
angeführt.
Es folgen Polen (485), Italiener (307), Kosovaren und Ukrainer (jeweils
232) sowie Rumänen (223). Mit annähernd 198 Briten erhielten im Jahr des
Brexit-Referendums so viele Bürger des Vereinigten Königreiches die
deutsche Staatsbürgerschaft, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Diese
behielten allerdings allesamt auch ihren Britischen Pass. Dies gilt auch
für die Angehörigen der übrigen EU-Länder Polen, Italien und Rumänien,
wohingegen von den eingebürgerten Türken lediglich rund 26 Prozent, von
den Kosovaren 15 Prozent und von den Ukrainern 11 Prozent ihre bisherige
Staatsangehörigkeit aufrecht erhielten, bzw. aufrecht erhalten
konnten.

Bezogen auf die hier lebenden Ausländer und dabei beschränkt auf
Nationalitäten, die im Jahresdurchschnitt 2015 landesweit mit mindestens
100 Personen vertreten waren, ergibt sich die höchste
Einbürgerungsneigung bei Libyern (15,3 Prozent), Angolanern (10,7
Prozent), Staatenlosen (10,1 Prozent), Dominikanern (10,1
Prozent) sowie Kubanern (9,2 Prozent). Briten und Türken belegen – bei
Bezugnahme auf die jeweilige Zahl hier lebender Landsmänner und -frauen
– mit 4,5 Prozent bzw. 1,4 Prozent Einbürgerungen lediglich die Ränge 19
bzw. 62.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die mit Abstand höchste Zahl von
Einbürgerungsurkunden in den kreisfreien Städten Ludwigshafen (1.016)
und Mainz (586)
ausgehändigt. Die wenigsten Einbürgerungen erfolgten in der kreisfreien
Stadt Zweibrücken (32) und im Landkreis Cochem-Zell (30). Gemessen an
der Zahl
der im Jahresdurchschnitt 2015 im Ausländerzentralregister registrierten
Personen belegte ebenfalls die kreisfreie Stadt Ludwigshafen den
Spitzenplatz.
In Ludwigshafen erhielten 2,5 Prozent der dort lebenden Ausländerinnen
und Ausländer einen deutschen Pass. Es folgte die kreisfreie Stadt
Speyer mit 2,4
Prozent. Relativ gesehen die wenigsten Einbürgerungen gab es im
Eifelkreis Bitburg-Prüm (0,5 Prozent).

Die Zahlen stammen aus der Einbürgerungsstatistik. Sie werden den
statistischen Landesämtern von den Einbürgerungsbehörden übermittelt.
Einbürgerungsbehörden
sind in Rheinland-Pfalz die Verwaltungen der kreisfreien Städte und
Landkreise. Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben insbesondere
Personen, die mindestens
acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf
Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen
erfüllen. Durch die
Einbürgerung werden die Betroffenen gleichberechtigte deutsche
Staatsbürgerinnen und -bürger mit allen Rechten und Pflichten.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

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