Leonid Mytnik kommt mit Humboldt-Preis an die Mainzer Uni


Leonid Mytnik kommt mit Humboldt-Forschungspreis nach Mainz

Israelischer Mathematiker kooperiert mit Gastgeber Achim Klenke auf dem
Gebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie

Der israelische Mathematiker Prof. Dr. Leonid Mytnik hat einen
Humboldt-Forschungspreis erhalten und ist im Rahmen dieser Auszeichnung
seit Anfang März 2017 für ein Jahr zu Besuch an der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Gastgeber und Initiator der
Nominierung für den Humboldt-Forschungspreis ist Prof. Dr. Achim Klenke
vom Institut für Mathematik. Mytnik, Wissenschaftler am Technion –
Israel Institute of Technology in Haifa, wird in Mainz insbesondere die
gemeinsame Forschung mit Klenke im Bereich der stochastischen Analysis
vertiefen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu
100 Humboldt-Forschungspreise
an Wissenschaftler aus dem Ausland. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

Leonid Mytnik hat am Technion Mathematik studiert und dort über
stochastische Prozesse promoviert. Auslandsaufenthalte führten ihn
anschließend an die University
of British Columbia, Kanada, und die Université Paris-Sorbonne,
Frankreich. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1999 übernahm er
eine Stelle an der
Fakultät für Industrial Engineering am Technion. Hier forscht er
insbesondere auf dem Gebiet der Theorie stochastischer Prozesse.
Zeitliche Entwicklungen
räumlich ausgedehnter Systeme mit zufälligen Schwankungen, etwa Modelle
der Populationsbiologie, werden durch sogenannte stochastische partielle
Differentialgleichungen
beschrieben. Auf diesem Gebiet gehört Prof. Mytnik zu den weltweit
führenden Experten.

Zusammen mit seinem Gastgeber Achim Klenke wird Leonid Mytnik in Mainz
an einer speziellen stochastischen partiellen Differentialgleichung
arbeiten, die
ein Modell mit zwei sich gegenseitig beeinflussenden Populationen
beschreibt. Die Wechselwirkung der Populationen ist dabei so stark, dass
die vorhandenen
mathematischen Standardverfahren nicht anwendbar sind und deshalb
methodisches Neuland betreten werden muss.

Mit dem Humboldt-Forschungspreis zeichnet die Alexander von
Humboldt-Stiftung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr
bisheriges Gesamtschaffen
aus.

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