SGD Nord stimmt Zielabweichung für Windkraftanlagen in der VG Konz zu


SGD Nord stimmt Zielabweichung für den Flächennutzungsplan „Regenerative
Energien“ der Verbandsgemeinde Konz zu

Aktuell hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als obere
Landesplanungsbehörde dem Antrag auf Zielabweichung der Verbandsgemeinde
Konz für die Teilfortschreibung ihres Flächennutzungsplans
„Regenerative Energien“ zugestimmt.

Gegenstand dieser Planung ist die Ausweisung von sechs Sonderbauflächen
für Windenergieanlagen in einer Größenordnung von rund 227 Hektar.

Nach den Zielen der Teilfortschreibung des Kapitels Energieversorgung/
Teilbereich Windenergie des regionalen Raumordnungsplans Region Trier
2004 ist außerhalb der regionalplanerisch festgelegten Vorranggebiete
für die Windenergienutzung die Errichtung raumbedeutsamer
Windenergieanlagen ausgeschlossen.

Die sechs geplanten Sonderbauflächen für die Windenergienutzung liegen
in der Ausschlusskulisse des regionalen Raumordnungsplans. Deshalb hat
die Verbandsgemeinde Konz ein Zielabweichungsverfahren angestrebt.

Die Zielabweichung wurde unter der Voraussetzung zugelassen, dass die
neuen Abstandsregelungen der 3. Teilfortschreibung des
Landesentwicklungsprogramms IV angewendet werden müssen. Diese sehen
einen Mindestabstand der Anlagen von 1.000 Metern zu reinen, allgemeinen
und besonderen Wohngebieten, zu Dorf-,
Misch und Kerngebieten vor. Bei einer Höhe der Windenergieanlagen von
mehr als 200 Metern beträgt der Mindestabstand 1.100 Meter.

Die SGD Nord hat im Zielabweichungsbescheid festgestellt, dass die
Windenergieplanung der Verbandsgemeinde Konz mit dem Entwurf des neuen
regionalen Raumordnungsplans Region Trier grundsätzlich vereinbar ist.
Allerdings sind die genauen Standorte der Windenergieanlagen und deren
Zuwegung in geplanten Vorranggebieten Landwirtschaft und regionaler
Biotopverbund frühzeitig mit den jeweils zuständigen Fachstellen
abzustimmen.

Für die geplante Sonderbaufläche für Windenergieanlagen nordöstlich des
„Konzer Tälchens“ wurde die Zielabweichung zudem unter der
Voraussetzung zugelassen, dass entsprechend der Zielfestlegung der
dritten Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms IV im
räumlichen Verbund mit Windenergiestandorten in der benachbarten
Verbandsgemeinde Trier-Land, mindestens drei Windenergieanlagen
planungsrechtlich möglich sind.

Die Verbandsgemeinde Konz kann nun unter Beachtung des
Zielabweichungsbescheids das Verfahren für die Teilfortschreibung des
Flächennutzungsplans „Regenerative
Energien“ fortführen und abschließen.

Weitere Informationen unter:
www.sgdnord.rlp.de

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