Konjunkturbericht RLP: Konjunktur bleibt auf Kurs

IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz:
Konjunktur bleibt auf Kurs

Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Risiken zeigt die
rheinland-pfälzische Wirtschaft auch im Frühsommer 2017 ein erfreuliches
Stimmungsbild. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der
rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) hervor.
Sowohl die vom robusten Arbeitsmarkt gestützte Binnennachfrage als auch
die anziehenden Investitionen wirken dabei als Konjunkturstütze.

Der Bericht basiert auf den Antworten von mehr als 1.000 Betrieben, die
in Bezug auf Branche, Größe und Standort einen repräsentativen
Querschnitt der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz darstellen.

Der sogenannte IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lagebeurteilung und
Erwartungshaltung der Unternehmen zusammenfasst, liegt aktuell bei 122
Punkten, nach 124 Punkten zum Jahresbeginn. Trotz der kleinen Korrektur
zeigt der Indikator damit erneut eine konjunkturelle Boom-Situation an.

Aus Sicht der IHKs erfreulich ist die erneut höhere Investitionsneigung
der Unternehmen. Jeweils rund 30 Prozent der Befragten wollen
branchenübergreifend in die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten und
in die Umsetzung von Produktinnovationen investieren. Auch die
Beschäftigungsabsichten legen gegenüber der Vorumfrage nochmals zu.
„Angesichts der erfreulichen Investitions- und Beschäftigungsabsichten
rechnen wir auch für den Rest des Jahres mit einer stabilen
konjunkturellen Entwicklung im Land“, sagt Arne Rössel, Sprecher der
IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

„Die positive Stimmungslage unserer Wirtschaft steht auf den ersten
Blick im Gegensatz zu der Vielzahl an wirtschafts- und geopolitischen
Risiken, mit denen sich die Unternehmen heute beschäftigen müssen“,
erläutert Rössel. Tatsächlich sähen die Firmen zuletzt weniger Risiken,
mittelfristig bestünden mit dem Fachkräftemangel, der Entwicklung der
Faktorpreise für Arbeit, Rohstoffe und Energie sowie den allgemeinen
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen aber durchaus Stolpersteine für
die wirtschaftliche Entwicklung.

„Von Seiten der Politik muss die aktuelle konjunkturelle Situation
genutzt werden, um langfristig sinnvolle Investitionen zu tätigen und
die Situation der öffentlichen Haushalte zu verbessern. Nur so entstehen
Spielräume, um in schwierigen Zeiten konjunkturelle Impulse setzen zu
können“, fordert Rössel.

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