Sippel: Imame in Gefängnissen sollten in Deutschland ausgebildet werden

Sippel: Imame in Gefängnissen sollten in Deutschland ausgebildet werden

Zu den Forderungen des rheinland-pfälzischen Justizministers Herbert
Mertin bezüglich der Einsätze von Imamen erklärt Heiko Sippel,
rechtspolitischer Sprecher
der SPD-Landtagsfraktion: „Auch mit Blick auf die Gefängnisseelsorge ist
es sehr wünschenswert, wenn in Deutschland tätige Imame auch in
Deutschland sozialisiert
und ausgebildet werden. Daher unterstützen wir als SPD-Fraktion die
Forderung zum Ausbau der Imam-Ausbildung in Deutschland. Denn leider
mangelt es in
Deutschland an gut ausgebildeten und deutschsprachigen Imamen.
Insbesondere mit Blick auf Gefängnisse ist zu sagen: Es ist wichtig zu
wissen, wer mit den
Gefangenen wie in Kontakt tritt. Wenn die Seelsorger die Lebensrealität
ihrer Schützlinge besser kennen und verstehen würden, wäre überdies die
resozialisierende
und präventive Wirkung von Seelsorge stärker. Einen solch positiven
Einfluss scheinen Imame, die aus der Türkei entsandt werden, eher nicht
haben zu können.“

Sippel betont: „Das Recht auf Religionsausübung und Seelsorge steht
Strafgefangenen zu wie jedem Menschen in unserem Land. Wenn türkische
Staatsbürger
Zugang zu konsularischen Vertretern wünschen und die türkischen
Vertretungen hierzu Ditib-Imame in die Vollzugsanstalten schicken, dann
ist dies nach geltender
Praxis und Rechtslage zu akzeptieren. Änderungen zu diesen Regelungen
sind Sache der Bundesregierung, ein Bundesland ist hier auf
Entscheidungen aus Berlin
angewiesen. Der auf die Initiative von Rheinland-Pfalz zurückgehende
länderübergreifende Entschluss der Justizministerkonferenz, wonach
bundesweite Empfehlungen erarbeitet werden sollen, ist insofern ein Schritt
in die richtige Richtung.“

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