Jung-Unternehmen mit Creativ Sonar ausgezeichnet


Wirtschaft

Schmitt: Jungunternehmen mit Kreativsonar ausgezeichnet

Die Preisträger des Kreativsonar 2017 sind gefunden. Im Rahmen einer
offiziellen Feierstunde in der Sparkasse Saarbrücken verlieh
Wirtschaftsstaatssekretärin
Daniela Schmitt gemeinsam mit der saarländischen Wirtschaftsministerin
Anke Rehlinger am Dienstagabend die Auszeichnung. Neun Preisträger,
davon fünf aus
Rheinland-Pfalz, gingen in diesem Jahr aus dem gemeinsamen Wettbewerb
von Saarland und Rheinland-Pfalz hervor.

„Die Kreativwirtschaft ist eine wichtige Schnittstelle zu Kultur,
Wirtschaft und Technologie und stellt eine wichtige Triebkraft für
Innovationen und Wachstum
dar. Das zeigen die neun Gewinner. Sie haben hervorragende
Unternehmensideen entwickelt und diese einzigartig umgesetzt“, sagte die
rheinland-pfälzische
Staatssekretärin Daniela Schmitt bei der Preisverleihung in Saarbrücken.

Mehr als 30 Projekte wurden beim Kreativsonar eingereicht. Die neun
Preisträger erhalten nun ein viermonatiges Coaching-Programm durch das
Kreativzentrum
Saar sowie das Business Innovation Center (bic) in Kaiserslautern.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte im Vorfeld der Veranstaltung:
„Auch in diesem Jahr bin ich fasziniert von den vielseitigen Projekten
und Unternehmensideen,
die unsere Kultur- und Kreativwirtschaft hervorbringt. Unser Potenzial
ist noch lange nicht ausgeschöpft. Mit dem Wettbewerb ermutigen wir
gerade die kreativen
Köpfe, die noch am Anfang des Unternehmertums stehen, ihre Geschäftsidee
weiter voranzutreiben und auszuarbeiten. Kreativsonar bietet darüber
hinaus eine
großartige Gelegenheit, um das Netzwerk zwischen saarländischen und
rheinland-pfälzischen Kreativen weiter auszubauen und zu festigen.“

Ausgelobt wurde das Kreativsonar bereits zum dritten Mal durch das
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes
und das Ministerium
für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Für
die Umsetzung ist das KuBa – Kulturzentrum am Euro Bahnhof e. V. mit dem
Projekt
Kreativzentrum Saar verantwortlich. Kooperationspartner ist das Business
+ Innovation Center Kaiserslautern GmbH (bic). Unterstützt wird der
Wettbewerb
außerdem von der Sparkasse Saarbrücken.

„Damit unterstreicht die Sparkasse Saarbrücken einmal mehr den
Stellenwert einer starken Gründerszene für Innovation und
Zukunftsfähigkeit in der Kultur-
und Kreativwirtschaft. Durch den Wettbewerb haben Jungunternehmer beste
Chancen, mit ihren kreativen Produkten und Dienstleistungen aufzufallen.
So fördert
die Sparkasse Saarbrücken die Unternehmensgründerkultur und wird mithin
ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung gerecht“, begründet Uwe
Johmann, Mitglied
des Vorstandes, das Engagement der größten saarländischen Sparkasse.

Rund 27.000 Menschen sind in Rheinland-Pfalz in der Kultur- und
Kreativwirtschaft in rund 10.000 Unternehmen beschäftigt bei einem
Gesamtumsatz von 4,25
Milliarden Euro. In der saarländischen Kultur- und Kreativwirtschaft mit
ihren 2.300 Unternehmen und circa 7.000 Arbeitsplätzen wird pro Jahr
etwas mehr
als eine Milliarde Euro umgesetzt.

Die Kreativsonar-Gewinner:

Augenblick Mal

Bettina Manuela Lange, Koblenz, Rheinland-Pfalz

Augenblick Mal ist ein Schreibatelier, das alltägliche Geschichten und
außergewöhnliche Erzählungen festhält.

Augenblick Mal – das bedeutet für die Autorin Bettina Manuela Lange
Innehalten, Nachdenken und einen Moment hinschauen. In ihrem
Schreibatelier verfasst
sie unter anderem Biografien von einzelnen Personen und Familien oder
berichtet aus dem Leben von Persönlichkeiten, wie Firmengründern und
Sportlern. In
themenbezogenen Projekten zusammengefasst, entstehen so aus persönlichen
Geschichten einzelner Akteure, kleine Gesellschaftsstudien. Die Beiträge
werden
in Form von persönlichen Interviews aufgenommen, gestaltet und durch
Fotos komplettiert. Für jedes Projekt entsteht ein eigener Online-Blog,
der die Erzählungen
nicht nur zugänglich macht, sondern die Besucher auch zum Austausch
einlädt. Nach Abschluss eines jeden Projektes sollen außerdem ein Buch
sowie eine Ausstellung
entstehen.

Eikuhdu

Rolf Kempf, Sarah Kempf, Philipp Jochum, Saarbrücken, Saarland

Eikuhdu ist eine Online-Plattform, die Hersteller und Verbraucher
regionaler Lebensmittel zusammenbringt.

Die Vorteile der regionalen und saisonalen Ernährung sind umfangreich:
Der direkte Bezug verkürzt umweltbelastende Transportwege und spart
Verpackung. Der
Kunde profitiert von frischen Produkten, der Bauer vor Ort wiederum
spart sich kostenintensive Zwischenhändler. Um Angebot und Nachfrage
regionaler Lebensmittel
zu unterstützen, bietet Eikuhdu eine Schnittstelle zwischen Konsumenten
und Herstellern. Auf Eikuhdu findet der Kunde Lebensmittel, die
regional, saisonal
und direkt vermarktet werden und daher auch günstig sind. Darüber hinaus
kann der Verbraucher in direkten Kontakt zum Erzeuger treten und sich
über Herkunft,
Qualität und Inhaltsstoffe der Produkte informieren. Die Hersteller
wiederum werden so vom Endkunden wahrgenommen und in ihrer Marktposition
gestärkt.

Chartflipper

Thorsten Ohler , Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz

Der Chartflipper setzt abstrakte Inhalte in Visualisierungen um, die
einem direkt ins Auge springen.

Chartflipper bringt Inhalte auf den Punkt – egal, ob Werbung, Wissen
oder Technik. Diesen Punkt packt Thorsten Ohler, der Gründer von
Chartflipper, anschließend
mit einer Prise Humor in pointierte Visualisierungen. Durch diese
comicartigen Bilder, Poster und Erklärvideos wird daraus dann ein
„springender Punkt“
– einer, der die Zielgruppe emotional abholt und so direkt in deren
Köpfe hüpft. Als Ingenieur mit langjähriger Trainer- und
Moderationserfahrung erstellt
der Chartflipper seine Poster auch live, um Vorträge zusammenzufassen
und Workshops zu unterstützen. Wie man mit wenigen Strichen einen
Zusammenhang an
Flipchart, Moderationswand, Whiteboard und Co. sichtbar macht, gibt
Thorsten Ohler deutschlandweit in Visualisierungstrainings über
www.chartflipper.de
weiter.

Ingenieurkunst

Michael Wedig, Saarbrücken, Saarland

Ingenieurkunst fertigt mechanische Objekte als dekorative Kunst

Ingenieurkunst entwickelt und fertigt mechanische Objekte sowie
technische Skulpturen als Auftragsarbeit für Privat- oder
Geschäftskunden an. Für Firmenkunden
ist genau dies das Einzigartige an Ingenieurkunst: Als kreativer
Maschinenbauingenieur bringt Michael Wedig zusätzlich zur künstlerischen
Idee das technische
Verständnis für die Alleinstellungsmerkmale der jeweiligen Firma mit in
das Objekt ein und setzt diese mit einer technischen Skulptur in Szene.
Darüber
hinaus bietet Ingenieurkunst eine Kollektion von mechanischen Objekten,
die als dekorative Kunst vermarktet wird. Diese Objekte können durch
Auswahl von
verschiedenen Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten sowie durch
eine persönliche Gravur individualisiert werden.

Easy-E-Learning Hypervideos

Uwe Stanzl, Oliver Kölsch, Otterstadt, Rheinland-Pfalz

Hypervideos von Easy-E-Learning sind interaktive Webvideos, die Inhalte
multimedial vermitteln.

Internetplattformen wie YouTube bieten Webvideos zu nahezu jedem Thema
an. Besonders Lernvideos und Tutorials für verschiedenste Bereiche
werden hier hochgeladen
und begeistert angenommen. Doch Videos sind lineare
Kommunikationsstrukturen und müssen komplett rezipiert werden, um
sicherzugehen, dass keine relevanten
Informationen verpasst werden. Hypervideos von Easy-E-Learning bieten
eine intuitive und plattformübergreifende Möglichkeit, Bildungs- und
Lerninhalte
zu vermitteln. Eingebettet in das Video, bieten sie interaktive
Navigations- und Suchmöglichkeiten. Multifunktional einsetzbare
Hyperlinks können direkt
auf den Videoinhalten platziert werden, um den Nutzer zu weiterführenden
Inhalten zu leiten. Darüber hinaus helfen integrierte Test- und
Quizszenarien,
das gerade Gelernte zu üben und zu vertiefen.

MusiCards

Peter Rullmann, Saarbrücken, Saarland

Als Sammelkarten bieten MusiCards eine haptische Ergänzung zu digitaler
Musik.

Die fortschreitende Digitalisierung hat dazu geführt, dass Musik
zunehmend seltener von CDs oder Schallplatten abgespielt wird.
Streaming-Dienstleister
wie Spotify bieten den direkten Zugang zu Millionen von Titeln. Das ist
ein willkommener Fortschritt, gleichzeitig geht jedoch auch etwas
verloren: Die
Haptik. Eine Schallplatte in der Hand stimuliert jedoch die Sinne und
eine Plattensammlung lädt zum genüsslichen Stöbern ein. MusiCards
kompensiert dieses
Defizit. Das Sammelkartensystem zeigt das Plattencover, den Namen und
enthält einen Funk-Chip. Mit einem Smartphone wird der Chip gelesen und
das entsprechende
Album abgespielt. Die Karten kann man in Ordnern sammeln, an die Wand
hängen oder einfach neben der Musikanlage rumliegen lassen.

Paramee

Philipp Paulus, Marie Bastian, Clara Stieglmeier, Trier, Rheinland-Pfalz

Paramee ist ein nachhaltiges Modelabel, das 3D-gedruckte Taschen aus
recycelten Materialien fertigt.

Die Modebranche und insbesondere der Fast-Fashion Sektor stehen wegen
der erheblichen Umweltschäden, die von der Industrie verursacht werden,
immer wieder
in der Kritik. Zwar entwickelten sich in jüngster Vergangenheit
zahlreiche Mode-Unternehmen, die nachhaltig agieren, jedoch wird
fairtrade hergestellte
Mode oft mit einem biederen Öko-Image assoziiert. Mit der Entwicklung
einer nachhaltigen, 3D-gedruckten Rucksack-, Taschen- und
Accessoire-Linie zeigt
„paramee“, ein junges, angehendes Start-Up aus Trier, dass Mode
nachhaltig, aber gleichzeitig auch modern und innovativ sein kann. Den
Grundstein der Geschäftsidee
bilden dabei die einzigartigen Design- und Produktionsmöglichkeiten des
3D-Drucks, welche das Unternehmen mit einem Recycling-System kombiniert.

Peter Porsani

Thomas Nils Bastuck , Tholey, Saarland

Peter Porsani ist ein Koch, der seine Erlebnisse in Büchern verarbeitet.

Der gelernte Koch Thomas Nils Bastuck ist seit 2008 als Mietkoch in
Privathaushalten unterwegs. Die vielen Reisen und unterschiedlichen
Erlebnisse inspirierten
ihn im Jahr 2013 dazu, seinen Erlebnisbericht ,,Private Dancer – Mein
Leben als mobiler Koch‘‘ unter seinem Synonym Peter Porsani zu
veröffentlichen. Das
Buch wurde mehr als 6.000 Mal verkauft. Seitdem erschienen zwei weitere
Bücher; die fiktive Horror-Komödie „Tischlein deck dich“ sowie das Buch
,,Enigmatisch“,
eine Sammlung von Kurzgeschichten verschiedener Genres, die ein Rätsel
enthalten. Enigmatisch schaffte es beim Kindle Storyteller 2016 Award
auf Platz
7 von 1200. Zuletzt erschien eine illustrierte Neuauflage seines ersten
Buches unter seinem Klarnamen.

PLANIK

Hadi Hajdarevic, Harun Hajdarevic (nicht anwesend), Andrej Ils, Wladimir
Goneker, Alexander Riesling, Edin Jahic, Pirmasens, Rheinland-Pfalz

Planik ist eine Online-Plattform zur Vereinfachung der Planungsphase
beim Hausbau.

Der Baukostenrechner Planik verpackt alle für den Hausbau relevanten
Daten und Faktoren in eine mathematische Formel, die den Hausbau
erheblich erleichtert.
Durch wenige Klicks kann der Kunde mit Planik sein Traumhaus planen und
alle erforderlichen Materialien bis hin zu den ausführenden
Bauunternehmen bestimmen.
Als Endprodukt erhält der Bauherr eine zusammengefasste Mappe mit allen
relevanten Daten für die Planung und Finanzierung des Hausbaus. Für
Architekten
und Bauunternehmen bietet Planik ein eigenes Anmeldeportal. Durch dieses
Anmeldeportal kann verfolgt werden, wie oft ein künftiger Bauherr sich
für das
jeweilige Produkt entschieden hat. Die Partner haben außerdem die
Möglichkeit, ihre eigene Werbung verstärkt durch punktuelle
Sponsoring-Aktionen einzusetzen.

Creativ-Sonar-Preisträger

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