Gesundheitsausgaben 2015 erneut gestiegen


Gesundheitsausgaben 2015 erneut gestiegen

Die Gesundheitsausgaben sind im Jahr 2015 erneut gestiegen. Nach Angaben
des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden in Rheinland-Pfalz 17,3
Milliarden
Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben.
Das waren 0,8 Milliarden Euro bzw. 4,6 Prozent mehr als 2014
(Deutschland: plus
4,5 Prozent).

Zwischen 2008 und 2015 haben sich die Gesundheitsausgaben im Land
insgesamt um 28,5 Prozent erhöht (Deutschland: plus 29 Prozent). Mit
einem durchschnittlichen
jährlichen Zuwachs von 3,6 Prozent sind die Gesundheitsausgaben in
diesem Zeitraum stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt, das in
jeweiligen Preisen
um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr zulegte.

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2015
rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.292 Euro. Die Ausgaben pro
Person
lagen etwas über dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.213 Euro belief.
Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben wird durch die Gesetzliche und
Private
Krankenversicherung getragen. Im Jahr 2015 kamen sie zusammen für knapp
zwei Drittel der Ausgaben auf (Rheinland-Pfalz: 65 Prozent; Deutschland:
67 Prozent).
Der Anteil der gesetzlichen Krankenkassen an den Gesundheitsausgaben des
Landes belief sich auf 55 Prozent, während die privaten
Krankenversicherungen
gut zehn Prozent beisteuerten. Damit hat die Private Krankenversicherung
in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in
Deutschland lag
ihr Anteil bei 8,9 Prozent. Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner
wendeten beide Ausgabenträger in Rheinland-Pfalz im Schnitt 2.793 Euro auf.

Ein Teil der Gesundheitsausgaben wird von den privaten Haushalten
unmittelbar gezahlt. Dazu zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der
Krankenversicherungen
sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen.
In Rheinland-Pfalz erreichten die Gesundheitsausgaben der
Privathaushalte und privaten
Organisationen ohne Erwerbszweck 2015 einen Anteil von 15,5 Prozent
(Deutschland: 13,4 Prozent) und lagen mit 666 Euro pro Kopf deutlich
über dem Bundesdurchschnitt
von 564 Euro. Die Soziale Pflegeversicherung trug in dem Berichtsjahr
7,4 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 8,1 Prozent). In
Rheinland-Pfalz
fielen beim Träger Soziale Pflegeversicherung Gesundheitsausgaben von
317 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner an (Deutschland: 343 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische
Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Erstmalig können für
alle Bundesländer
vergleichbare Ergebnisse zu den Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern
für die Jahre 2008 bis 2015 bereitgestellt werden.
Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der
Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

Medikamente, Dienstleistungen
, Privatleistungen

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