Carl-Zuckmayer-Medaille 2018 geht an Yoko Tawada

Carl-Zuckmayer-Medaille 2018

Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeichnet Yoko Tawada aus

Die deutsch-japanische Schriftstellerin Yoko Tawada wird für ihre
Verdienste um die deutsche Sprache die Carl-Zuckmayer-Medaille 2018
erhalten. „Yoko Tawada macht seit vielen Jahren mit spielerischen und
phantastischen Romanen, Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken auf
sich aufmerksam. Durch ihre Bi-Kulturalität hat sie eine ganz originäre
Sprachweise entwickelt, mit der sie immer wieder Grenzen überschreitet
und insbesondere ein jüngeres Publikum begeistert. Bei der aktuellen
Studierendengeneration ist sie eine der meistgelesenen Autorinnen
deutscher Sprache“, begründete Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihre
Entscheidung, die sie auf Empfehlung einer Fachkommission getroffen hat.

Yoko Tawada wurde 1960 in Tokyo geboren und lebt seit über 30 Jahren in
Deutschland. Die Autorin schreibt auf Deutsch und Japanisch und wurde
für ihr Werk bereits vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2016 mit dem
Kleist-Preis. Seit 2012 ist sie Mitglied der Akademie der Wissenschaften
und der Literatur in Mainz. „Die literarische Arbeit von Yoko Tawada
beweist in besonderer Weise, dass sich die Wirklichkeit mit Hilfe der
Kunst besser wahrnehmen lässt. Mit ihren wunderbaren Wortbildern geht
sie den Schönheiten der deutschen Sprache auf den Grund“, so die
Ministerpräsidentin. Mit der Auszeichnung einer Autorin, die aus einem
anderen Kulturkreis stamme und in Deutschland heimisch geworden sei,
wolle sie aber auch im Sinne Carl Zuckmayers ein Zeichen für
Weltoffenheit setzen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird die bundesweit beachtete
Auszeichnung bei einem Festakt am 18. Januar 2018 im Mainzer
Staatstheater verleihen. Mit der Carl-Zuckmayer-Medaille ehrt das Land
Rheinland-Pfalz seit 1979 Persönlichkeiten, die sich um die deutsche
Sprache verdient gemacht haben. Die Verleihung findet immer am 18.
Januar, dem Todestag des großen rheinhessischen Dichters, statt. Der
Preisträger bekommt die von dem Künstler Otto Kallenbach geschaffene
Medaille sowie ein 30-Liter-Fass mit dem von Carl Zuckmayer geschätzten
Nackenheimer Wein.

/Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind: /

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982),
Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger
(1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch
(1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht
Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser
(1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach
(1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf
(2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf
von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin
Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008),
Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz
(2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014) und
Bruno Ganz (2015), Sven Regener (2016)/, /Joachim Meyerhoff (2017/)./

/Der Kommission unter Leitung von Staatsminister Prof. Dr. Konrad Wolf
gehörten an: /

Joachim Meyerhoff (Preisträger 2017), Professor Dr. Lothar Bluhm
(Universität Koblenz-Landau), Monika Böss (stellvertretende
Landesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftsteller), Eberhard
Duchstein (Buchhändler), Petra Gerster (Moderatorin und Autorin),
Professorin Dr. Dagmar von Hoff (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz),
Peter Krawietz (Präsident der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft Mainz e.V.),
Melanie Mohr (Staatskanzlei), Markus Müller (Intendant des tags:
Carl-Zuckmayer-Medaille, Yoko Tawada, Schriftstellerin, Malu Dreyer

Staatstheaters Mainz), Petra Plättner (Akademie der Wissenschaften und
der Literatur, Mainz), Professor Dr. Ulrich Port (Universität Trier),
Denis Scheck (Literaturkritiker), Susanne Schmaltz (Journalistin) und
Dr. Joachim Unseld (Verleger, Frankfurter Verlagsanstalt).

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