Start des Dialogprozesses zu Reserveräumen bei Extremhochwasser in Eich und Worms


Start des „Informations- und Dialogprozesses“ zum Reserveraum für
Extremhochwasser im Bereich Eich und Guntersblum – Keine Planung hinter
verschlossenen Türen

Neustadt an der Weinstraße – Das Land Rheinland-Pfalz plant im Bereich
von Eich und Guntersblum einen Reserveraum für Extremhochwasser (siehe
Projekthintergrund).

Die Planungen laufen gerade an und werden mehrere Jahre in Anspruch
nehmen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) führt das
Verfahren durch.
„Wir setzen auf Transparenz und Dialog. Die Bürgerinnen und Bürger
werden von Beginn an über die einzelnen Planungsschritte informiert und
können sich
einbringen“, sagt SGD-Präsident Prof. Dr. Hans-Jürgen Seimetz.
Begleitend zur Planung bietet die SGD Süd deshalb einen
„Informations-und Dialogprozess“
an, der Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahren kontinuierlich
mit Informationen versorgen wird und die Möglichkeit bietet, sich in die
Planungen
einzubringen. „Wir möchten möglichst viele Menschen in der Region
erreichen“, so Seimetz weiter, „deswegen wird es nicht nur eine
Internetseite, sondern
auch Informations-Veranstaltungen und Exkursionen geben sowie
schriftliche Informationen, die an alle Haushalte verteilt werden.“

Bürgerinnen und Bürger sollen sich einbringen

Den Start des „Informations- und Dialogprozesses“ macht die
Freischaltung einer Internetseite, die als „Schaufenster“ zu den
Planungsarbeiten dient (
www.rre-eich-guntersblum.rlp.de).
Dort erhalten Interessierte grundlegende Informationen zum Vorhaben und
können einen Newsletter abonnieren, der sie in regelmäßigen Abständen
auf dem Laufenden hält.

Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinden in dem Projektgebiet werden in
den nächsten Tagen zudem eine Broschüre der SGD Süd in ihrem Postkasten
vorfinden.

Diese klärt über die Hintergründe sowie den Sinn und Zweck der
Hochwasserschutzmaßnahme auf.

Am Freitag, 1. Dezember 2017, findet in der Altrheinhalle in Eich ein
Info-Markt als öffentliche Veranstaltung statt. Interessierte sind
eingeladen, sich
dort über den aktuellen Sachstand der Planungen zu informieren. Nähere
Informationen dazu folgen.

Projekthintergrund

Vor dem Hintergrund des Klimawandels will das Land Rheinland-Pfalz den
Hochwasserschutz gegen extreme Wetterereignisse verbessern. Die
Starkregenereignisse des Sommers und die extremen Hochwasser an Elbe und
Donau in den letzten Jahren verdeutlichen, dass auch in Deutschland
extreme Hochwasserereignisse auftreten
können.

Das Land hat deshalb beschlossen sogenannte Reserveräume als
Vorsorgemaßnahmen für Extremhochwässer zu schaffen. Diese sollen
sprichwörtlich „in Reserve stehen“, wenn alle bestehenden
Hochwasserschutzmaßnahmen zu versagen drohen. Zwischen Eich und
Guntersblum ist ein derartiger Reserveraum geplant und soll
dann zum Einsatz kommen, wenn extreme Wassermengen aus dem Zusammenfluss
von Neckar und Rhein das bestehende Hochwasserschutzsystem zu überlasten
drohen.

Nach intensiven Gesprächen mit Landwirten und Naturschutzverbänden
erging im Jahre 2014 ein positiver Raumordnungsbescheid. Jetzt geht es
darum das Vorhaben detailgenau zu planen. In den folgenden drei Jahren
werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt. Die
Bürgerinnen und Bürger der Region werden in diesem Zeitraum
kontinuierlich mit Informationen zu dem jeweiligen Stand der Planung
versorgt.

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