25 Jahre Biosphärenreservat Pfälzer Wald


Pfälzerwald

25 Jahre Biosphärenreservat Pfälzerwald – Höfken: Bedeutende
Visitenkarte des Landes und Hotspot der Biodiversität

„Das Biosphärenreservat Pfälzerwald ist ein wichtiger Lebensraum für
unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig eines der
prägenden und
identitätsstiftenden Elemente der Pfalz. Damit ist es nicht zuletzt eine
bedeutende Visitenkarte des Landes Rheinland-Pfalz. Zu dieser besonderen
Entwicklung
möchte ich am 25. Geburtstag herzlich gratulieren. Ich danke
insbesondere dem Träger, dem Bezirksverband Pfalz mit Herrn Theo Wieder
als Vorsitzenden,
für die engagierte Arbeit der letzten Jahre“, so Ulrike Höfken
anlässlich der Jubiläumsfeier im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt.
Der Bezirksverband
Pfalz als Träger des deutschen Teils des Biosphärenreservats richtete
die Jubiläumsfeier aus.

„Gerade vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz kommt unseren Wäldern
eine wichtige Rolle zu, sei es unter anderem als CO2-Senke oder als
Lieferant von frischer Luft und sauberem Wasser. Gemeinsam mit den
französischen Partnern wollen wir das Biosphärenreservat weiter zu einer
Modellregion entwickeln, von der Natur und Menschen profitieren. Neben
der grenzüberschreitenden Kooperation, gelten für uns die regionale
Selbstverantwortung, die innovative Idee
des UNESCO-MAB-Programms und die Kriterien für Biosphärenreservate als
richtige Prinzipien, die unsere Arbeit leiten. Daher gilt mein Dank auch
dem MAB-Nationalkomitee,
ohne dessen qualifizierte Unterstützung diese komplexe und
anspruchsvolle Gesamtaufgabe kaum zu leisten wäre“, so Höfken.

Die Erfolge können sich sehen lassen. So habe die jüngste Evaluierung
des Nationalkomitees den Status des deutschen Teils als
UNESCO-Biosphärenreservat
bestätigt. Im Mittelpunkt stehe dabei immer die Beziehung zwischen
Mensch und Natur. „Es geht um das Bewahren von Natur- und
Kulturlandschaft und um die
zukunftsfähige Entwicklung der Region zugunsten einer regionalen
Wertschöpfung. Dazu gehört das Luchsprojekt, die Entwicklung der Wooge
und Triftbäche
ebenso wie die Bauernmärkte, die Hütten des Pfälzerwald-Vereins oder der
geplante Sternenpark. Auch das deutsch-französische Projekt „LIFE
Biocorridors“
zur modellhaften Realisierung unterschiedlicher Maßnahmen zur
Biotopvernetzung wird weiter zur Sicherung der biologischen Vielfalt
beitragen. In der Zukunft wollen wir die weitere Entwicklung mit dem
geplanten Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“
erreichen. Der Pfälzerwald bleibt ein Hotspot
der Biodiversität“, unterstrich Höfken.

Die kürzlich vorgenommene Erweiterung der Kernzonen im
Biosphärenreservat auf die von der UNESCO geforderten drei Prozent an
der Gesamtfläche sei ein Gewinn. „Die mit allen Akteuren erarbeitete
Erweiterung trägt dazu bei, die durch Landschaftszerschneidung
beeinflussten Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten wieder zu
verbinden und Natur Natur sein zu lassen“, so Höfken: „Neben dem
Nationalpark, dem Naturschutzgroßprojekt Bienwald oder den Auwäldern am
Rhein tragen auch die Kernzonen im Biosphärenreservat dazu bei, ein
weiteres Stück Wildnis in Rheinland-Pfalz entstehen zu lassen.

Gemeinsam mit unseren französischen Nachbarn aus den Nordvogesen werden
wir den Pfälzerwald weiter im Sinne der Nachhaltigkeit und der
regionalen Wertschöpfung zu einer Modellregion entwickeln.“

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