Risiken Algorithmenbasierter Informationsnutzung


TERMINHINWEIS

Gefangen in der Filterblase? Risiken algorithmenbasierter
Informationsnutzung

Fortsetzung der Reihe „Universität im Rathaus“ zum Thema „Mensch und
Medien“ am 28. November 2017

Medien sind allgegenwärtig. Beeinflussen sie also auch, wie wir die Welt
sehen? Was wir denken, wissen, glauben oder fühlen und wie wir handeln?
Und wenn
ja, auf welchem Wege passiert das? Welche Rolle spielen Medien für die
Demokratie? Schaffen sie eine tolerantere Gesellschaft? Gibt es
tatsächlich so etwas
wie die „Lügenpresse“? Ist der Journalismus in einer Vertrauenskrise?
Verändern Google und Co. die Meinungsvielfalt? Wie kann erfolgreiches
Aufwachsen
im „always on“-Zeitalter gelingen? In der beliebten Reihe „Universität
im Rathaus“ widmen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des
Instituts für
Publizistik und der Universitätsmedizin der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Wintersemester 2017/2018 an
insgesamt sechs Vortragsabenden all
diesen und weiteren Fragen im Themenbereich „Mensch und Medien“ und
geben Einblick in das komplexe Wechselspiel von Menschen, Medien und
Gesellschaft.

Am dritten Abend der Reihe am Dienstag, 28. November 2017, rückt Prof.
Dr. Birgit Stark vom Institut für Publizistik der JGU das Thema
„Gefangen in der
Filterblase? Risiken algorithmenbasierter Informationsnutzung“ in den
Mittelpunkt. Google und Facebook haben sich als Informationsquelle für
politische
Nachrichten und aktuelles Tagesgeschehen etabliert. Die dortige
Nachrichtennutzung wird größtenteils durch Algorithmen gesteuert. Sie
ist also personalisiert
und sozial eingebunden: Nutzerinnen und Nutzer nehmen beispielsweise auf
Facebook das wahr, was in ihrem persönlichen Facebook-Newsfeed angezeigt
wird,
und diese Auswahl basiert maßgeblich auf den Empfehlungen ihrer Freunde.
Ob und wie diese algorithmenbasierten Personalisierungslogiken zu einer
verzerrten
Wahrnehmung von gesellschaftlich relevanten Themen führen, wird
kontrovers diskutiert. Im Extremfall können Nachrichtennutzerinnen und
-nutzer in sogenannte
„Filterblasen“ geraten, in denen sie überhaupt nicht mehr mit anderen
Meinungen konfrontiert werden. Auch im Kontext von Fake News und Social
Bots wird
befürchtet, dass Nutzerinnen und Nutzer einseitige Sichtweisen
entwicklen könnten, etwa indem ein falsches Bild des Meinungsklimas
suggeriert wird. In
ihrem Vortrag beschreibt Prof. Dr. Birgit Stark die Logiken der
technischen Auswahlmechanismen und gibt einen Überblick über aktuelle
empirische Forschungsergebnisse,
um eine realistische Einschätzung vornehmen zu können.

Der dritte Vortrag der Reihe „Universität im Rathaus“ zum Thema
„Gefangen in der Filterblase? Risiken algorithmenbasierter
Informationsnutzung“ beginnt
am Dienstag, 28. November 2017, um 20:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses
der Landeshauptstadt Mainz, Eingang Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz.
Der Eintritt
ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausführliches Programm unter
www.universitaet-im-rathaus.uni-mainz.de

Das weitere Programm der Reihe im Überblick:

Mensch und Medien – Aktuelle Fragen zum Leben in einer mediatisierten Welt

Dienstag, 16. Januar 2018

Medienvertrauen – Erosion eines Grundpfeilers unserer Demokratie?

Prof. Dr. Tanjev Schultz und Prof. Dr. Oliver Quiring, Institut für
Publizistik, JGU

Dienstag, 30. Januar 2018

Always on? Chancen und Risiken des Aufwachsens mit neuen Medien

Dr. Klaus Wölfling, Universitätsmedizin Mainz, und Prof. Dr. Leonard
Reinecke, Institut für Publizistik, JGU

Dienstag, 20. Februar 2018

Wie beeinflusst die Finanzierung der Medien in Zukunft die Inhalte?

Prof. Dr. Bjørn von Rimscha, Institut für Publizistik, JGU

Universität im Rathaus – Eintritt frei

Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz – Ratssaal

Zeit: jeweils 20 Uhr

Information:
www.universitaet-im-rathaus.uni-mainz.de/

Universität im Rathaus

„Universität im Rathaus“ ist ein gemeinsames Projekt der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz und der Landeshauptstadt Mainz in
Kooperation mit der Allgemeinen
Zeitung.

„Universität im Rathaus“ öffnet den Bürgerinnen und Bürgern das Tor zur
Welt der Wissenschaft. Jeweils im Wintersemester, immer an einem
Dienstag, berichten
Forscherinnen und Forscher im Mainzer Rathaus aus ihren aktuellen
Projekten. Seit mehr als 35 Jahren dient der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz dieses
Forum als Brückenschlag vom Campus in die Stadt. Der Bevölkerung einen
Einblick in die vielfältigen Facetten der unterschiedlichsten
Disziplinen von über
4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in mehr als 150
Instituten und Kliniken zu geben, ist das Ziel dieser Veranstaltungsreihe.

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