Rheinland-Pfalz übernimmt Vorsitz der Oberrheinkonferenz


Oberrheinkonferenz
Rheinland-Pfalz übernimmt 2018 Präsidentschaft der Oberrheinkonferenz

Kultur, Sprache, Mobilität und Sport, in diesen Bereichen wird
Rheinland-Pfalz seine Schwerpunkte während der Präsidentschaft in der
Oberrheinkonferenz im kommenden Jahr setzen. Der Beauftragte der
Ministerpräsidentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Werner
Schreiner, hat heute bei der Sitzung des Plenums der Oberrheinkonferenz
in Guebwiller (Elsass) das rheinland-pfälzische Programm vorgestellt.
„2018 wird insbesondere vom Jahr des ‚Europäischen Kulturerbes‘ geprägt.
Der Oberrhein verfügt über ein reiches grenzüberschreitendes kulturelles
Erbe, das gute Voraussetzungen schafft, das Bewusstsein für die
Geschichte am Oberrhein zu stärken. Die Kenntnis der Geschichte und
natürlich auch der aktuellen Entwicklungen im Drei-Länder-Eck bei
unseren französischen und Schweizer Nachbarn ist eine wesentliche
Voraussetzung für eine erfolgreiche politische und wirtschaftliche
Zusammenarbeit“, so Schreiner. Daher werde Rheinland-Pfalz auch einen
Schwerpunkt auf die sprachliche Ausbildung legen, die
grenzüberschreitendes Arbeiten und Studieren möglich macht, erklärte der
zukünftige Präsident der Oberrheinkonferenz.
Grenzenlose Verkehrsangebote schaffen
Voraussetzung für das Kennenlernen der Nachbarregionen seien auch sehr
gut organisierte grenzüberschreitende Verkehrsangebote, eine Aufgabe die
dem ehemaligen Direktor des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr
Rheinland-Pfalz Süd und späteren VRN-Geschäftsführer besonders naheliegt.
„Mit dem Start des Rheinland-Pfalz-Taktes im Jahre 1994 haben wir die
Voraussetzungen zur Entwicklung grenzüberschreitender Mobilität
geschaffen“, so Schreiner. Über dieses Thema hatte Ministerpräsidentin
Malu Dreyer vor wenigen Wochen mit dem französischen Staatspräsidenten
Emmanuel Macron gesprochen. Beide waren der einhelligen Meinung, dass es
vordringlich ist, kurz- und langfristig verbesserte und abgestimmte
Verkehrsangebote auf den Weg zu bringen. „Die
Oberrheinkonferenz hat diesen Impuls aufgegriffen und sich intensiv mit
der Verkehrsentwicklung befasst und bei der heutigen Plenarsitzung
entsprechende Beschlüsse gefasst“, sagte Werner Schreiner. Ein weiteres
Ziel sei die Verbesserung der grenzüberschreitenden Tarifstrukturen und
die Kundeninformation diesseits und jenseits der Grenzen im Rahmen einer
verbesserten Kooperation der Verkehrsunternehmen. Dafür will sich Werner
Schreiner, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Expertengruppe
‚Grenzüberschreitender Personenverkehr‘ bleibt, ebenfalls einsetzen.
Sport ohne Grenzen fördern
Neu belebt werden soll unter rheinland-pfälzischer Präsidentschaft die
sportliche Zusammenarbeit am Oberrhein. Der Sportbund Pfalz übernimmt
den Vorsitz der entsprechenden Arbeitsgruppe, um sportliche Angebote am
Oberrhein und die Sportlerinnen und Sportler besser miteinander zu
vernetzen.
Bürger beteiligen
„Damit wir die Belange der Menschen im Grenzraum für die anstehenden
Arbeiten der Oberrheinkonferenz unter rheinland-pfälzischer
Präsidentschaft berücksichtigen können, freue ich mich, wenn sich die
Bürgerinnen und Bürger mit ihren Themenvorschlägen und Projektideen bei
mir melden“, erklärte Werner Schreiner. Meldungen sind per E-Mail
möglich an: guez@stk.rlp.de
Bei individuellen Grenzgängerhemmnissen könnten sich die Menschen in
gewohnter Weise an die INFOBEST-Beratungsstelle für Grenzgängerinnen und
Grenzgänger in Lauterbourg wenden.
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Weitere Informationen zur Oberrheinkonferenz finden Sie unter:
www.oberrheinkonferenz.org

Schreiner

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