Selbsthilfe wertvolle Unterstützung für Suchtkranke


Selbsthilfe
Langner: Selbsthilfe als unverzichtbare Unterstützung für Suchtkranke

„Die Suchtselbsthilfe ist ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil
des rheinland-pfälzischen Hilfesystems für Suchtkranke“, bekräftigte
Sozialstaatssekretär David Langner anlässlich der elften Landestagung
der Selbsthilfegruppen Suchtkranker und der Elternkreise für
drogengefährdete und drogenabhängige junge Menschen, zu der das
Sozialministerium nach Budenheim eingeladen hatte.
In den rund 300 Suchtselbsthilfegruppen im Land engagieren sich
Menschen, die Erfahrungen mit Suchterkrankungen haben und sich gut in
die Situation der Suchtkranken und ihrer Angehörigen versetzen können.
Doch verläuft die Begleitung von Ratsuchenden nicht immer einfach und
problemlos. Im Mittelpunkt der diesjährigen Landestagung standen daher
Strategien und Impulse, die zum Gelingen der Gruppenarbeit und zum
Fortbestand der Gruppen beitragen können. So diskutierten die rund 130
Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem über Ansätze der
motivierenden Gesprächsführung sowie über Haltungen und Einstellungen,
die den Umgang mit schwierigen Themen in der Gruppenarbeit erleichtern.
Nach dem Länderbericht zum Deutschen Freiwilligensurvey 2014 engagieren
sich in Rheinland-Pfalz 48,3 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ab 14
Jahren freiwillig. Damit weist das Land zusammen mit Baden-Württemberg
die höchsten Engagementquoten der Länder auf. „Die ehrenamtlich Tätigen
der Suchtselbsthilfe tragen erheblich dazu bei, dass Rheinland-Pfalz
diesen Spitzenplatz einnehmen kann“, so Langner. Für die Aktiven sei das
Ehrenamt eine wertvolle Bereicherung. Auch bestehe bei vielen ein
besonderes Bedürfnis, die selbst erfahrene Hilfe und Unterstützung an
andere weiterzugeben.
Weiterhin wies der Staatssekretär darauf hin, dass suchtkranken Menschen
und ihren Angehörigen in Rheinland-Pfalz ein gut ausgebautes und
differenziertes Hilfesystem zur Verfügung stehe. Die bestehenden 43
Suchtberatungsstellen mit ihren 16 Außenstellen werden jährlich von rund
16.000 Betroffenen und deren Angehörigen in Anspruch genommen. Für die
medizinische Rehabilitation Suchtkranker stehen rund 1.300 Plätze zur
Verfügung und es werden jährlich etwa 5.600 Patientinnen und Patienten
behandelt. Außerdem halten zehn Soziotherapeutische Einrichtungen für
chronisch mehrfach beeinträchtigte Alkoholkranke rund 440 Plätze bereit;
zusätzlich gibt es rund 140 Plätze in Wohngruppen für suchtkranke Menschen.

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