Herz- Kreislaufmedikamente nehmen einen Spitzenplatz unter den Verordnungen ein


Rheinland-Pfalz: Herz-Kreislauf-Medikamente nehmen einen Spitzenplatz
unter den Verordnungen ein

Mainz, 06. Dezember 2017. Medikamente zur Behandlung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen in Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz
unter den Verordnungen ein. Dies bestätigt die Landesvertretung der
Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich hierbei auf Daten ihres
aktuellen TK-Gesundheitsreports. Mit
nahezu 35 Prozent bilden diese Arzneimittel den größten Anteil der 2016
verordneten Medikamente. Vorrangig handelt es sich hierbei um
blutdrucksenkende Mittel. Angesichts der Tatsache, dass in Europa
weiterhin ab dem höheren Grenzwert von 140/90 mmHG der Blutdruck als
erhöht gilt, beeindrucken diese Verordnungszahlen
umso mehr. In den USA hingegen wurde vor wenigen Wochen die Schwelle auf
130/80 mmHg gesenkt. Nahezu die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung
ist somit definitorisch therapiebedürftig.

Auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren lässt sich ein deutlicher
Anstieg der Verschreibungen von Blutdrucksenkern beobachten. Während
2006 den Beschäftigten in Rheinland-Pfalz noch durchschnittlich 72,9
Tagesdosen verordnet (empfohlene Tageseinnahme eines Medikaments)
wurden, waren es zehn Jahre später 94,3
Tagesdosen – cirka 29 Prozent mehr.

Blutdruck lässt sich oft durch gesunde Lebensführung normalisieren

„Bluthochdruck verursacht meist lange Zeit keinerlei Symptome.
Allerdings kann letzterer zu schwerwiegenden Erkrankungen wie etwa
Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Medikamente zur Behandlung einer
Hypertonie haben daher zweifelsohne ihren festen Platz in der Therapie“,
betont TK-Landesvertretungsleiter Jörn Simon. „Allerdings heißt das
nicht unbedingt, dass ab diesem Wert zur Tablette gegriffen werden muss.
Schließlich kann die Einnahme blutdrucksenkender
Mittel immer mit Nebenwirkungen verbunden sein und geht – nicht zuletzt
– auch zulasten verschiedener Organe“, betont Simon. „Häufig lässt sich
ein erhöhter
Blutdruck durch eine veränderte Lebensführung maßgeblich senken. Hierzu
zählt der Verzicht auf Nikotin sowie auf übermäßigen Alkohol- und
Salzgenuß, das
Anstreben von Normalgewicht und regelmäßiger Bewegung im Alltag“, so der
TK-Landeschef.

Das TK-FitnessCoaching sowie der TK-ErnährungsCoach unterstützen unter
anderem mit Kursen und Protokollen dabei, einen gesünderen Lebensstil zu
verfolgen.

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