Glühwein wird nur selten beanstandet


Glühwein wird nur selten beanstandet

Erfreulicher Zwischenstand: Aus Sicht der Lebensmittelüberwachung gibt
es an Glühwein selten etwas auszusetzen. Das Landesuntersuchungsamt
(LUA) hat in
diesem Winter bislang 30 Glühweine und Fruchtglühweine untersucht;
sowohl solche von rheinland-pfälzischen Weihnachtsmärkten als auch
solche aus dem Einzelhandel
oder aus Kellereien. Lediglich eine Probe wurde beanstandet, weil sie
mit einer unzulässigen geografischen Angabe gekennzeichnet war.

Im LUA werden Kennzeichnung und Zusammensetzung der Glühweine sowie
Geruch, Geschmack und Aussehen überprüft. Denn Glühwein büßt immer dann
an Qualität ein, wenn er zu lange bei Temperaturen über 80 Grad erhitzt
wird. Die typische Gewürznote geht dann verloren und der Alkohol
verflüchtig sich. Die Folge:
Der Glühwein schmeckt fad.

Wichtig für Allergiker ist, dass Glühweine mit einem Hinweis auf
Schwefeldioxid bzw. Sulfite versehen sind. Die Substanz, die zur
Haltbarmachung und Farbstabilisierung der Getränke beiträgt, kann bei
einigen Menschen Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.

Auch sonst hat der Gesetzgeber einige klare Regeln aufgestellt:

· Der Alkoholgehalt ist beim Glühwein nicht egal: Er muss
zwischen 7 und 14,5 Volumprozent betragen.

· Glühwein muss vollständig entweder aus Rot- oder aus Weißwein
hergestellt sein. Mischungen aus Rot- und Weißwein sind unzulässig.

· Die Angabe „Winzerglühwein“ darf nur verwendet werden, wenn
die Trauben von den Rebflächen des Betriebes stammen und die
Weinbereitung oder die Herstellung des Glühweines in dem Betrieb
stattgefunden hat.

· Die Rebsorte darf angegeben werden, wenn der Wein zu 100
Prozent aus dieser Rebsorte besteht.

Für die Weinkontrolleure des LUA ist die sensorische Verkostung der
angelieferten Proben übrigens kein wirklicher Genuss: Während
Weihnachtsmarktbesucher
sich an dem heißen Getränk Hände und Seele wärmen, schenken die
Fachleute kalten Glühwein ein. So können sie die Nuancen von Grundwein
und Gewürzen besser herausschmecken und einschätzen, ob sich das Getränk
in ihrem Glas auch wirklich Glühwein schimpfen darf. Und damit das
Urteil sachlich nüchtern bleibt, schlucken sie den Glühwein nicht
runter, sondern spucken ihn wieder aus.

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