Nachtflugverbot ohne Wenn und Aber einhalten


Nachtflugverbot ohne Wenn und Aber einhalten – CDU-Fraktion muss sich
erklären

Anlässlich der Plenardebatte zum Thema Fluglärm erklärte der örtliche
SPD-Abgeordnete, Johannes Klomann:

„Die Menschen im Rhein-Main-Gebiet dürfen nicht die Leidtragenden der
Fehlplanungen der Fraport AG am Frankfurter Flughafen sein. Die
Planungen für den dritten Terminal waren von Anfang an Murks. Es zeigt
sich, dass der dritte Terminal am Frankfurter Flughafen auf der
Grundlage von völlig unrealistischen
Fluggastprognosen geplant wurde. Ursprünglich als Hub-Terminal geplant
hat die Fraport AG für den dortigen Flugsteig G nun einen
Strategiewechsel als Billigflugsteig vollzogen, der in keiner Weise dem
Planfeststellungsbeschluss entspricht.“

Die örtliche SPD-Abgeordnete Doris Ahnen ergänzt: „Dass die
Billigflieger-Strategie der Fraport AG zu Lasten der fluglärmgeplagten
Menschen im Rhein-Main-Gebiet geht, zeigen die jüngsten Zahlen zum
Nachtflugverbot. Von den 40 Landungen im vergangenen Monat, bei denen
das Nachtflugverbot ignoriert wurde, gehen allein
32 Landungen auf das Konto von Billigfliegern. Der Eindruck verfestigt
sich, dass Billigflieger-Airlines sich nicht um das vereinbarte
Nachtflugverbot
zwischen 23 und 5 Uhr scheren. Die Verantwortlichen auf Seiten der
hessischen Landesregierung und der Fraport AG müssen nun umgehend dafür
Sorge tragen,
dass das Nachtflugverbot wieder ohne Wenn und Aber eingehalten wird.“

„Im wahrsten Sinne des Wortes über die Köpfe der Rheinhessinnen und
Rheinhessen hinweg treffen die Verantwortlichen in Hessen Entscheidungen
mit Auswirkungen für die Menschen im gesamten Rhein-Main-Gebiet.
Rheinhessen und das Land Rheinland-Pfalz haben sich stets gegen den
Bau des dritten Terminals ausgesprochen. Umso
verwunderlicher ist daher, dass die CDU-Opposition im Landtag die
Billigflieger-Strategie der Fraport AG in der Plenardebatte verteidigte.
Es ist zu befürchten,
dass der überparteiliche Konsens, der noch in der vergangenen
Legislaturperiode beim Thema Lärmschutz im Landtag herrschte, aufgehoben
wurde. Die CDU-Fraktion
muss sich erklären, ob sie noch an der Seite der Fluglärmgegner steht“,
so Klomann.

Ahnen abschließend: „Fluglärm ist keine Lappalie. Es ist erwiesen, dass
es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Fluglärm und Erkrankungen wie
Panikattacken, Depressionen, Gefäßkrankheiten, hohem Bluthochdruck sowie
einem erhöhten Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko gibt.
Lärmobergrenzen können ein Anfang sein,
tatsächliche Abhilfe kann jedoch nur eine Begrenzung der Flugbewegungen
schaffen. Zu begrüßen ist, dass die Landesregierung nicht nachlässt,
andere Bundesländer für eine gemeinsame Bundesratsinitiative zu
gewinnen, um eine Änderung des Luftverkehrsgesetzes herbeizuführen, die
die Anliegen der Menschen in unserer Region endlich ernst nimmt.“

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