DFG graduierten Kolleg „frühe Konzepte von Mensch und natur“ verlängert


DFG-Graduiertenkolleg „Frühe Konzepte von Mensch und Natur“ verlängert

Doktorandinnen und Doktoranden erforschen in strukturiertem Programm die
Mensch- und Naturvorstellungen seit der Zeit von 100.000 Jahren v. Chr.
bis zum
Mittelalter

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einer Verlängerung des
Graduiertenkollegs 1876 „Frühe Konzepte von Mensch und Natur:
Universalität, Spezifität,
Tradierung“ für weitere viereinhalb Jahre zugestimmt und wird ein
Finanzvolumen von rund 4 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das
Graduiertenkolleg
(GRK) wurde im Oktober 2013 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
(JGU) eingerichtet, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und
neue Erkenntnisse über die frühen Mensch- und Naturvorstellungen im
vorderasiatischen, nordostafrikanischen und europäischen Raum zu gewinnen.

Zehn Doktorandinnen und Doktoranden
aus unterschiedlichen Disziplinen haben bereits ihre Projekte
abgeschlossen, derzeit arbeiten etwa 20 Kollegiatinnen und Kollegiaten
an ihren Promotionen.

Der Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf kommentiert: „Ich freue
mich über die weitere Förderung des Graduiertenkollegs sehr und
gratuliere allen,
die an diesem Erfolg beteiligt sind. Das erfolgreiche Abschneiden ist
einerseits Ausweis der Forschungsstärke aller beteiligten
Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler und andererseits ein wichtiger Beitrag zur
Nachwuchsförderung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Strukturell leistet das Kolleg
einen bedeutenden Beitrag, die Kleinen Fächer stärker sichtbar zu
machen. Die Förderung der Spitzenforschung und die Qualifizierung des
wissenschaftlichen
Nachwuchses haben in Rheinland-Pfalz hohe Priorität. Sie werden über die
Forschungsinitiative durch zusätzliche Landesmittel gefördert.“

Die Sprecherin des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Tanja Pommerening,
Ägyptologin am Institut für Altertumswissenschaften der JGU, reagierte
auf die Nachricht mit großer Freude: „Wir sind glücklich, dass unsere
Forschungsleistungen große Anerkennung gefunden haben und dass wir auf
diesem vielversprechenden Gebiet weiterarbeiten können. Ein besonderes
Plus für die kommende Förderphase sind zwei Post-Doc-Stellen, die uns
zusätzlich bewilligt wurden. Damit erreicht
die Nachwuchsförderung eine weitere Karrierestufe.“

Das Graduiertenkolleg wird von Professoren und Professorinnen aus
unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen
getragen: Pleistozäne Archäologie, Ägyptologie, Altorientalische
Philologie, Vorderasiatische Archäologie, Klassische Philologie,
Klassische Archäologie, Germanistische Mediävistik
und Byzantinistik, aber es sind auch naturwissenschaftliche Disziplinen
wie die Zoologie, Botanik und Geowissenschaften kooperativ einbezogen.
In einem
strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm erarbeiten die
beteiligten Nachwuchsforscher und -forscherinnen, wie sich die Konzepte
von Mensch und Natur entwickelt und verändert haben. Sie untersuchen,
wie sich die Menschen von der Prähistorie bis zum Mittelalter Urzustände
und Urelemente bzw. Weltentstehung und Weltuntergang vorstellten, welche
frühen Konzepte von Naturphänomenen, Naturgewalten oder
Naturkatastrophen vorherrschten, wie Flora, Fauna und Naturraum
beschrieben wurden und wie man den menschlichen Körper, Krankheit,
Heilung und Tod erklärte.

In der ersten Förderphase lag der Betrachtungszeitraum zwischen 3200 v.
Chr. und dem Mittelalter. In der zweiten Förderphase kann er aufgrund
der neuen
Einbindung der Pleistozänen Archäologie auf die Zeit ab 100.000 v. Chr.
erweitert werden.

Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre
gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von
Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten
Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts.
Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt
„Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig
ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

, DFG, Umi Mainz JGU

Prof. Dr. Tanja Pommerening im Kreise der internationalen Graduierten
nach Bekanntgabe des DFG-Votums

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