Land fördert Suchtberatungsstellen mit 5 Mio Euro


Suchtprävention

Land fördert Suchtberatungsstellen mit 5 Millionen Euro

„Abhängigen Menschen die Rückkehr in ein suchtmittelfreies Leben zu
ermöglichen und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft und an
Arbeit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen, ist ein
zentrales Ziel der Suchtkrankenhilfe. Das gilt für Abhängige von
Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen genauso, wie für
Glücksspielsüchtige“, unterstrich Sozialministerin Sabine
Bätzing-Lichtenthäler.

Rheinland-Pfalz hat ein differenziertes und bewährtes Suchthilfesystem,
in dessen Rahmen den Suchtberatungsstellen, die für Betroffene und ihre
Angehörigen gleichermaßen eine zentrale Anlaufstelle sind, eine wichtige
Rolle zukommt. „Um die Betroffenen umfassend unterstützen zu können,
bedarf es Diagnostik, Beratung und Weitervermittlung. Diese
qualifizierte Hilfe findet man in Rheinland-Pfalz in den 43
Suchtberatungsstellen und ihren 16 Außenstellen“, so
die Ministerin. Jährlich werden diese von rund 16.000 Betroffenen und
Angehörigen in Anspruch genommen.

Rheinland-Pfalz hat die Suchtberatungsstellen in evangelischer,
katholischer, kommunaler und freier Trägerschaft, im Jahr 2017 mit einem
Personalkostenzuschuss in Höhe von rund fünf Millionen Euro gefördert.
Davon entfallen rund 800.000 Euro auf die Glücksspielsuchtprävention und
die Beratung Spielsüchtiger.

Mit einer Suchterkrankung einhergehende Benachteiligungen, wie
gescheiterte Beziehungen, Arbeitslosigkeit oder auch Überschuldung und
damit zusammenhängend soziale Ausgrenzung, sind vielschichtig und
betreffen nicht nur die suchtkranken Menschen, sondern auch deren
Angehörige. Um den vielfältigen Problemlagen gerecht zu werden, halten
die Suchtberatungsstellen spezielle Angebote in der Suchtprävention, der
niedrigschwelligen Arbeit oder für überschuldete Suchtkranke
bereit. „Die kostenlose Beratung, die auf Wunsch auch anonym erfolgen
kann, ist für viele Betroffene der erste Schritt, Benachteiligungen
entgegenzuwirken
und Selbstbestimmung wiederzuerlangen“, so die Ministerin.

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