Neue Regelung zur Zulassung von Studienfächern tritt in Kraft


Hochschule

Neue Regelung zur Zulassung von Studiengängen tritt am 1. Januar in Kraft

Zum Jahreswechsel tritt mit dem Studienakkreditierungsstaatsvertrag ein
neues Regelwerk zur Akkreditierung von Studiengängen an deutschen
Hochschulen in
Kraft. Eine Neuordnung war aufgrund einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts notwendig geworden. Die Länder hatten in der
Folge beschlossen, die Änderungen im Rahmen eines gemeinsamen
Staatsvertrages neu zu regeln.

„Mit dem neuen Staatsvertrag haben wir nun eine einheitliche Regelung in
den Ländern, Studiengänge der Hochschulen zu akkreditieren. Der
Akkreditierungsrat übernimmt die Aufgabe der Zulassung. In diesem
besitzen die Vertreter der Fachwissenschaften zukünftig eine Mehrheit.
Dies stärkt die Wissenschaft im Sinne des
Bundesverfassungsgerichtsurteils“, resümiert Wissenschaftsminister
Konrad Wolf.

Das bestehende Akkreditierungssystem wurde mit dem Staatsvertrag an
wichtigen Stellen verändert. So werden die Entscheidungen über die
Akkreditierung von Studiengängen, von Akkreditierungsagenturen auf den
Akkreditierungsrat übertragen. Dieser wird durch den Staatsvertrag neu
konstituiert und ist Organ einer
öffentlich-rechtlichen Stiftung. Die Mitglieder des
Akkreditierungsrates werden überwiegend durch die Länder berufen.

„Uns als rheinland-pfälzischer Landesregierung war es wichtig, dass
einerseits die Länder ihrer Verantwortung nachkommen, die
Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse und die notwendige
Qualitätssicherung zu gewährleisten, sowie andererseits die Autonomie
der Hochschulen und die Freiheit der Wissenschaft zu bewahren.

Ich bin überzeugt, dass wir mit dem vorliegenden Staatsvertrag eine gute
Lösung gefunden haben; dies in guter und enger Abstimmung mit unseren
Partnern
wie der Hochschulrektorenkonferenz, dem Verband Privater Hochschulen,
den Studierenden, den Gewerkschaften und den Kirchen“, ergänzt Wolf.

Zukünftig bestehen zwei Wege der Studienakkreditierung. Zum einen können
Hochschulen ihr eigenes Qualitätsmanagement akkreditieren lassen, womit
die Akkreditierung einzelner Studiengänge entfällt. Zum anderen können
Hochschulen die Akkreditierung von einzelnen Studiengängen beantragen.
Eine Begutachtung erfolgt bei beiden Wegen durch Agenturen, die dem Rat
eine Empfehlung aussprechen. Die Entscheidung zur Studiengangs- oder
Systemakkreditierung wird auf dieser Grundlage durch den
Akkreditierungsrat getroffen.

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