Neue Ergänzung für den Schwerbehindertenausweis

Inklusion

Neuer Schwerinordnungausweis ergänzt den Schwerbehindertenausweis

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten Bundesländer, das den Wunsch nach
einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Viele Menschen mit
Behinderungen,
vor allem junge Menschen, wünschen sich anstelle ihres
Schwerbehindertenausweis einen „Schwerinordnungausweis“. Dieses Anliegen
hat die Landesregierung ernst genommen und für den
Schwerbehindertenausweis eine Kartenhülle entwickelt. „Hierbei steht vor
allem der Gedanke der Inklusion in die Gesellschaft, in der jeder Mensch
respektiert wird und gleichberechtigt sowie selbstbestimmt an dieser
teilhaben kann, im Vordergrund.“, erklärte Sabine Bätzing-Lichtenthäler
anlässlich der Ausgabe der ersten Hüllen.

„Der Schwerbehindertenausweis ist ein amtliches Dokument und ist in
seiner Form nicht veränderbar. Ohne auch nur ansatzweise die Behinderung
nicht ernst
nehmen zu wollen oder gar lächerlich zu machen, freut es mich, dass mit
dieser Kartenhülle ein Weg gefunden wurde, die Idee der überwiegend
Jüngeren in
das Verwaltungsverfahren einzubinden“, betonte Sabine
Bätzing-Lichtenthäler.

Die Hülle mit der Aufschrift „Schwerinordnungausweis“ kann ab 2018
kostenfrei beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV)
beantragt werden.

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz rund 786.000 Menschen mit Behinderung.
Davon sind rund 430.000 Menschen sogar schwerbehindert, d.h. bei ihnen
ist ein Grad
der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr festgestellt. Schwerbehinderte
Menschen haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Aber nicht
alle schwerbehinderten
Menschen wollen einen Ausweis. Derzeit haben rund 327.000 Menschen in
Rheinland-Pfalz einen gültigen Schwerbehindertenausweis.

Zum Thema Schwerbehindertenausweis wird das Landesamt für Soziales,
Jugend und Versorgung am 11. und 14. März 2018 auf der
Rheinland-Pfalz-Ausstellung in
Mainz vertreten sein. Dort beraten Fachexperten interessierte
Messebesucherinnen und -besucher und stehen für Fragen gerne zur
Verfügung. Das LSJV wird
vom 10. bis 18. März 2018 mit verschiedenen Fachthemen auf der
Verbrauchermesse mit einem Messestand vertreten sein.

Wissenswertes zum Grad der Behinderung:

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt das Ausmaß der Behinderung bzw. das
Ausmaß der Teilhabebeeinträchtigung wieder und ist das Maß für die
körperlichen,
geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer
Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens. Er ist
sozusagen der Gradmesser der
Behinderung: Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Grad der
Behinderung.

Der GdB berücksichtigt die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen
in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkungen im
Erwerbsleben. Aus
dem GdB ist nicht auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit zu schließen.
Auch ein Mensch mit einem GdB von 100 kann in seinem Beruf voll
einsatzfähig oder ein leistungsfähiger Sportler sein.

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