EU-Klimaschutzprojekt ZENAPA: Naturpark Vulkaneifel ist dabei

SGD Nord: EU-Klimaschutzprojekt ZENAPA – Rund 117.000 Euro Landesmittel
für Natur- und UNESCO Geopark Vulkaneifel sichern Teilnahme

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) Nord hat im Auftrag
des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums Fördermittel in Höhe von
117.000 Euro
für den Natur- und Geopark Vulkaneifel bewilligt. Damit ist dessen
Teilnahme am EU-Life IP-Projekt Zero Emission Nature Protected Areas,
kurz „ZENAPA“,
gesichert. Die Gesamtsumme wird im Zeitraum von 2017 bis 2020 von der
SGD Nord anteilig ausgezahlt.

„Ich freue mich, dass die Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz die
Projektteilnahme des Natur- und UNESCO Geoparks Vulkaneifel an ZENAPA
ermöglichen.
Erste Klimaschutzmaßnahmen zur Sicherung der biologischen Vielfalt
können mit den im Jahr 2017 bereits ausgezahlten 25.000 Euro, umgesetzt
werden. Dabei
ist die SGD Nord als Obere Naturschutzbehörde auch fachlicher
Ansprechpartner, “ so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

Das Klimaschutzprojekt verfügt über einen Etat von rund 17 Millionen
Euro, wovon über 8 Millionen Euro aus dem EU LIFE Programm gefördert
werden. Die Restsumme wird von den Projektpartnern zu denen der Natur-
und Geopark Vulkaneifel zählt, in Form eines obligatorischen
Eigenanteils sowie von vier weiteren Kofinanzierern,
aufgebracht.

Im Natur- und Geopark Vulkaneifel wurde zur Koordination und
Durchführung von ZENAPA bereits die Stelle eines Klimawandelmanagers
eingerichtet und besetzt.
Zu seinen Aufgaben gehört es, Strategien zu entwickeln, um Klimaschutz
zu betreiben, gleichzeitig Biodiversität zu fördern und die
Möglichkeiten der Bioökonomie zu nutzen. Zudem soll die breite
Öffentlichkeit in Workshops und Veranstaltungen für die Themen
Artenvielfalt und Klimaschutz sensibilisiert werden.

Dr. Andreas Schüller, Geschäftsführer der Natur- und Geopark Vulkaneifel
GmbH begrüßt das Engagement und die Entscheidung der SGD Nord: „Wir
schätzen es
sehr, dass wir durch die SGD Nord die Bewilligung der Fördergelder
erhalten haben. Das Projekt ist ambitioniert und wir wollen uns der
Herausforderung
stellen alle Maßnahmen so umzusetzen, dass sie gleichermaßen dem
Klimaschutz und dem Erhalt der Biodiversität dienen.“

Der Natur- und Geopark Vulkaneifel ist 1230 km² groß und umfasst die
Verbandsgemeinden Daun, Hillesheim und Kelberg sowie Teile der
Verbandsgemeinden Gerolstein, Obere Kyll, Wittlich-Land und Ulmen. Seine
Fläche erstreckt sich auf Orts- und Verbandsgemeinden aus den drei
Landkreisen Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich
und Cochem-Zell. Nordwestlich grenzt er an den Naturpark Nordeifel an.
Die Region Vulkaneifel wurde im Mai 2010 als Naturpark ausgewiesen und
erhielt im
November 2015 die Anerkennung als UNESCO Global Geopark.

Zum EU-Life IP-Projekt „ZENAPA“

Das integrierte Projekt im LIFE-Unterprogramm „Klima“ stellt sich der
Herausforderung, die Energiewende in Einklang mit den verschiedensten
Anforderungen des Klima-, Natur- und Artenschutzes zu bringen. Die
Projektlaufzeit hat zum 1. November 2016 begonnen und erstreckt sich
über einen Zeitraum von acht Jahren. An der Erreichung der Projektziele
und der Umsetzung von Projektmaßnahmen sind zwölf Partner aus acht
Bundesländern und dem Großherzogtum Luxemburg beteiligt.
Projektkoordinator ist das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement
(IfaS), ein Institut der Hochschule Trier mit Sitz am Umwelt-Campus
Birkenfeld. Jeder der Partner verfügt über einen individuellen
Maßnahmenplan, der in der Projektlaufzeit mithilfe eines lokalen
Klimawandelmanagers durchzuführen
ist. Die Projektkulisse deckt 11 Großschutzgebiete sowie deren
angrenzende Regionen und die Modellkommune Rhaunen ab. Mit der
Beteiligung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, des Natur- und Geoparks
Vulkaneifel, des Biosphärenreservats Pfälzerwald und der
Verbandsgemeinde Rhaunen werden zahlreiche Maßnahmen in Rheinland-Pfalz
umgesetzt.

Weitere Informationen unter:

www.sgdnord.rlp.de
oder
www.geopark-vulkaneifel.de
und
www.zenapa.eu

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