Aktueller Hochwasserstand, Entwicklung und links um jederzeit die aktuelle Hochwasserlage zu erfahren


SGD Nord: Information zur aktuellen Hochwasserlage

Aktuell haben in Folge der warmen Witterung und des Sturmtiefs
„Burglind“ starke Niederschläge zu einem weiteren Ansteigen der
Wasserstände und zu Hochwasser geführt. An den kleineren Gewässern wie
Nahe, Lahn, Sieg und Sauer sind bereits Höchststände erreicht. Nach
Informationen des Deutschen Wetterdienstes sollen die Niederschläge über
das Wochenende aber nachlassen. Die beiden von der Struktur- und
Genehmigungsdirektion (SGD) Nord betriebenen Hochwassermeldezentren
Mosel in „Trier“ und „Nahe, Lahn, Sieg“ in Koblenz, sind zurzeit im
Dienst. Hier werden das Wetter und die Abflusssituation des Wassers
beobachtet, so
dass Kommunen, Einsatzkräfte und die Öffentlichkeit fortlaufend
informiert sind.

Am Oberrhein sowie am Mittelrhein verzeichnen die Lageberichte der
Meldezentren weiter steigende Wasserstände. Für Koblenz prognostiziert
das Hochwassermeldezentrum Rhein in Mainz, einen Höchststand von 7,50
bis 7,75 Metern am Montag. Dies entspricht etwa einem 5-jährlichen
Hochwasserereignis und ist zugleich eine erste Bewährungsprobe für die
neue Hochwasserschutzanlage Koblenz. Diese ist für ein 10-jährliches
Hochwasserereignis mit 8,45 Metern am Pegel Koblenz
für die Stadtteile Lützel, Neuendorf und Wallersheim, ausgelegt.

Durch die hohen Niederschläge in der Westpfalz und in Lothringen
bedingt, steigt die Mosel noch weiter an. Am Pegel Trier ist nach den
Prognosen der Meldezentren ein Höchststand um 9,00 Metern zu erwarten,
was ebenfalls etwa einem 5-jährlichen Hochwasserereignis entspricht. An
den Nebenflüssen in Eifel und Hunsrück ist dagegen mit fallenden
Wasserständen zu rechnen. Auch die Saar ist deutlich angestiegen. Der
Pegel Fremersdorf wird zunächst auf hohem Niveau zwischen 4,50 und 5,00
Metern pendeln. Die Sauer und ihre Nebenflüsse werden wegen der dort
geringeren Niederschläge voraussichtlich nicht erneut ansteigen. Hier
wird überwiegend ein Übergang zu fallenden Wasserständen erwartet,
leichte Zwischenanstiege am Wochenende sind aber nicht ausgeschlossen.

Am Oberlauf der Nahe werden im heutigen Tagesverlauf fallende
Wasserstände erwartet. Am Glan steigen die Wasserstände noch bis in die
Mittagsstunden an,
nachmittags werden dort ebenfalls sinkende Wasserstände an den Pegeln
erwartet. Für das Wochenende sind noch geringe abflusswirksame
Niederschläge zu erwarten, so dass morgen in den Abendstunden an Glan
und am Unterlauf der Nahe mit nochmals steigenden Wasserständen zu
rechnen ist.

Am Unterlauf der Lahn wird der Scheitel der Hochwasserwelle derzeit
erwartet. Da für das Einzugsgebiet der Lahn keine abflusswirksamen
Niederschläge mehr
prognostiziert sind, ist für das Wochenende mit langsam fallenden
Wasserständen zu rechnen.

Im Einzugsgebiet der Sieg sind nur geringe Niederschläge gefallen, so
dass die Wasserstände an den Pegeln kontinuierlich sinken. Da für das
Wochenende keine abflusswirksamen Niederschläge vorhergesagt sind, kann
mit weiter fallenden Wasserständen an den Pegeln gerechnet werden.

Informationswege:

Weitere Informationen finden Sie unter
sgdnord.rlp.de/de/wasser-und-abfall/wasser/hochwasserschutz/hochwassermeldedienst/

Lageinformationen und Hochwasservorhersagen können unter
www.hochwasser-rlp.de
abgerufen werden. Aber auch der beste Schutz kann nicht immer vor den
Wassermassen helfen. Ob und in welcher Form Anlieger an Flüssen
betroffen sind, kann für viele Gewässer in Rheinland-Pfalz über
www.hochwassermanagement.rlp.de
in Erfahrung gebracht werden. Hochwassergefahrenkarten
veranschaulichen die bei Hochwasser überfluteten Flächen und die
Wassertiefe. Die Gefahrenkarten
finden Sie im Internet unter
www.hochwassermanagement.rlp.de/servlet/is/391

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