Hochwasser – Einschätzungen des Umweltministeriums

Hochwasser

Umweltministerin Höfken: „Bis Montag bleibt Situation angespannt, ist
aber nicht alarmierend“

Die Situation an den rheinland-pfälzischen Gewässern bleibt angespannt.
Die Pegel an Rhein und Mosel werden laut aktueller Vorhersagen am
Wochenende weiter steigen. „Derzeit können wir davon ausgehen, dass der
Höchststand am Rhein an der südlichen Landesgrenze am Samstagmorgen und
im Norden am Montagnachmittag erreicht wird“, sagte Umweltministerin
Ulrike Höfken am Freitag, 05.01. anlässlich der Hochwassersituation im
Land. „An der Mosel werden die Pegel voraussichtlich bis Sonntagabend
weiter ansteigen.“ Die Ministerin betonte, dass die Pegel am Oberrhein
unter denen vom Hochwasser im Juni 2013 bleiben werden.

„Bei einem Hochwasser in diesem Ausmaß kommt es zur Überflutung
ufernaher Bereiche und Bebauungen. Die Feuerwehren sind alarmiert und im
Einsatz“, so die Ministerin. „Auch die Hochwassermeldezentren sind
besetzt und geben ständig aktuelle Vorhersagen heraus. Es bleibt nun zu
hoffen, dass sich die Lage Anfang der Woche schnell beruhigt und die
Schäden wie zu erwarten nicht zu hoch ausfallen.“

Die warmen Temperaturen sowie hohe Niederschlagsmengen führen zu den
ansteigenden Pegeln an den rheinland-pfälzischen Flüssen. Da es als
Folge des Klimawandels immer öfter zu solchen Hochwasserereignissen
kommen wird, investiert das Land seit Jahren in Schutz und Vorsorge:
„Insgesamt hat Rheinland-Pfalz 1,1 Milliarden Euro in den vergangenen 25
Jahren in den Hochwasserschutz investiert. Rund 300 Gemeinden haben
zudem eigene Hochwasserschutzkonzepte erstellt oder sind
dabei, sie zu entwickeln“, betonte Höfken. Hinzu kommen zahlreiche
Renaturierungsprojekte der Aktion Blau plus. „Natürliche Flussläufe
wieder herzustellen, leistet einen wichtigen Beitrag zum
Hochwasserschutz. Denn dann kann das über die Ufer tretende Wasser auf
den Flächen zurückgehalten werden“, so Höfken.

Ein Großprojekt zum Schutz vor Hochwasser ist auch die fast vier
Kilometer lange Hochwasserschutzanlage in den Koblenzer Stadtteilen
Neuendorf, Lützel und Wallersheim. Sie wurde im September 2015 offiziell
in Betrieb genommen und hat aktuell ihre erste Bewährungsprobe.

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