Innovatives „Bedarfgemeinschaftscoaching“ für Langzeitarbeitslose

Arbeitsmarkt

Innovatives „Bedarfsgemeinschaftscoaching“ für Langzeitleistungsbeziehende

Zu Jahresbeginn ist in Rheinland-Pfalz der neue ESF-Förderansatz
„Bedarfsgemeinschaftscoaching“ gestartet. Landesweit werden im Jahr 2018
dreißig Projekte durchgeführt, die durch ihre innovative
Herangehensweise dazu beitragen sollen, die Beschäftigungsfähigkeit von
langzeitleistungsbeziehenden Menschen in Rheinland-Pfalz zu steigern und
ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern.

„Mit dem Bedarfsgemeinschaftscoaching verfolgen wir flächendeckend einen
neuen und innovativen Ansatz, den wir zuvor in der Westpfalzinitiative
und zwei
weiteren Modellprojekten des Landes erprobt haben. Die Betreuung der
Teilnehmenden erfolgt überwiegend als aufsuchende Arbeit, das heißt die
Sozialpädagogen
und Sozialarbeiter kommen zu den Menschen nach Hause. Sie wenden sich
zudem nicht nur der einzelnen Person zu, sondern betrachten das ganze
familiäre Lebensumfeld,
im Sinne des SGB II eben die Bedarfsgemeinschaft“, erklärte
Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Dadurch soll bei Bedarf
auch eine Verbesserung
der Situation der in den Familien lebenden Kinder erreicht werden, zum
Beispiel indem die schulische Situation in den Blick genommen wird und
Unterstützungs-
und Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden. Eingefahrene familiäre
Strukturen, die ein Abhängigkeitsverhältnis von staatlichen Leistungen
auch in der Zukunft
erwarten lassen, werden gezielt angegangen.

Für die Projekte wurden 2,17 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen
Sozialfonds und 1,12 Millionen Euro aus Mitteln des Landes bewilligt.
Sie werden
außerdem aus Mitteln der Jobcenter gefördert. Sie sollen rund 1.200
Menschen perspektivisch auf eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt
vorbereiten.

Ziel der dreißig neuen Projekte ist es auch, dass die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer wieder am sozialen Leben teilhaben und das Zusammenleben
in den Familien gestärkt wird. Die Projekte sollen außerdem auf
weiterführende Maßnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit, wie
beispielsweise den ESF-Förderansatz
„Perspektiven eröffnen“ oder andere Qualifikationsmaßnahmen der
Jobcenter, vorbereiten.

„Im Zusammenspiel mit bereits bestehenden ESF-Förderansätzen sowie den
Regelinstrumenten des SGB II entsteht damit erstmals eine
Integrationskette für alle Menschen mit besonderen
Vermittlungshemmnissen, die von einer intensiven Betreuung im
Familienumfeld bis hin zur Arbeitsmarktintegration reicht“, erklärte
Bätzing-Lichtenthäler. Das Land reagiere damit flexibel auf die Bedarfe
vor Ort.

Weitere Informationen zum ESF-Förderansatz
„Bedarfsgemeinschaftscoaching“ finden Sie auf der
ESF-Homepage.

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