LBB 2020 – Effizienter Planen, Bauen und Verwalten

Ministerrat

Landesbetrieb LBB 2020 – Effizienter Planen, Bauen und Verwalten

Der Ministerrat hat in seiner heutigen Sitzung die Ergebnisse der
Evaluation des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) im
Grundsatz gebilligt,
wie Bauministerin Doris Ahnen mitteilte. „Der Evaluationsprozess des
Landesbetriebs LBB hat klare Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Wir
werden die Struktur des LBB erhalten, ihn aber insgesamt erneuern und
damit effizienter und noch serviceorientierter machen. Dies ist umso
wichtiger, da in den nächsten Jahren strukturell und kapazitiv große
Aufgaben auf den LBB zukommen“, erklärte Ahnen. Der nun anstehende
Umsetzungsprozess der Reformen stehe unter der Überschrift
„Landesbetrieb LBB 2020 – Effizienter Planen, Bauen und Verwalten“.

Die Reformen zielten insbesondere darauf ab, den Baufortschritt zu
beschleunigen, die Gebäudeinstandhaltung effizienter auszugestalten und
auch die Interessen der Nutzer stärker einzubeziehen, so Ahnen weiter.
Gleichzeitig werden die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
an einem gut strukturierten Arbeitsumfeld besonders berücksichtigt. „Mit
der Umsetzung der angestrebten Reform stellen wir sicher, dass der
Landesbetrieb LBB auch in Zukunft qualitativ hochwertig arbeiten kann“,
sagte die Bauministerin.

Der Landesbetrieb LBB ist eine bundesweit anerkannte Bauverwaltung mit
hervorragend qualifiziertem Fachpersonal. Die Bandbreite der Aufgaben
reicht vom komplexen Forschungsbau über den Krankenhausbau bis zum
Bauunterhalt am vorhandenen Immobilienbestand. Rund 1.300
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten beim Landesbetrieb LBB.

Der Landesbetrieb LBB ist auch für Baumaßnahmen im Bereich der
Bundeswehr und des US-Militärs zuständig. Die zu bewältigenden
Bauvolumina, insbesondere
im Bereich Bundesbau, aber auch im Landesbau haben sich in den
vergangenen Jahren massiv erhöht. Zukünftig ist von weiteren
Steigerungen auszugehen. So
betrugen die Bauvolumina im Bundesbau im Jahr 2015 rund 165,2 Mio. Euro
und im Jahr 2016 rund 166,4 Mio. Euro. Im Jahr 2020 wird sich das
prognostizierte
Bundesbauvolumen auf 261,3 Mio. Euro steigern. Auch im Bereich Landesbau
werden die Bauvolumina bis 2020 um ca. 20% pro Jahr ansteigen.

Kernpunkte der angestrebten Reformen sind die Stärkung der
Zuständigkeiten der örtlichen LBB-Niederlassungen, eine stärkere
Orientierung an den Nutzern,
die einheitliche Ansprechpartner vor Ort erhalten werden, sowie die
Straffung von Vergabe- und Genehmigungsverfahren.

Im Einzelnen sind folgende Umsetzungsschritte geplant.

Entbürokratisierung in der Planung

Die internen Prüf-, Vergabe- und Genehmigungsverfahren im Landesbetrieb
LBB und bei den vorgesetzten Dienststellen werden im Rahmen der
gesetzlichen Möglichkeiten gestrafft.

Nutzerorientierung beim Bauen

Die Nutzer werden von der Bedarfsplanung bis zur Fertigstellung der
Objekte begleitet. Bei der Gebäudeinstandhaltung wird die Organisation
des Landesbetriebs LBB verändert. Die Nutzer erhalten lokal
angesiedelte, feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihre
Objekte und arbeiten mit dem Landesbetrieb LBB in klaren Strukturen.

Verwaltungsvereinfachung beim Gebäudebestand

Im Landesbetrieb LBB wird ein System zur einheitlichen und
systematischen Verwaltung aller Liegenschaften des Landes entwickelt.
Damit wird die Grundlage
für effektive Bedarfsplanungen und eine optimale Ausnutzung der
bestehenden Liegenschaften und deren Bewirtschaftung gelegt. Aus der
angestrebten verstärkten digitalen Erfassung gebäudespezifischer Daten
sollen künftig umfassendere Informationen für den Gebäudeunterhalt
gewonnen und ausgewertet werden.

Kooperation im Hochschulbau

Im Bereich der Hochschulen und Universitäten werden feste
Projektstrukturen aufgebaut und entwickelt, um den Besonderheiten in
diesem speziellen Bausegment
gerecht zu werden. Durch die Möglichkeit einer Vereinbarung von
Sonderverfahren im Bauunterhalt sollen beispielsweise die großen
Hochschulen mehr Eigenständigkeit und Flexibilität in diesem Bereich
erhalten.

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