Höfken fordert Einhaltung der Zusagen seitens der Versicherungswirtschaft zu Elementarschadensversicherungen

Elementarschadenkampagne

Aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale zeigt:
Versicherungswirtschaft muss nachbessern

„Mit dem Klimawandel steigen die Temperaturen und der Wassergehalt der
Atmosphäre. Das verstärkt auch die Hochwasser- und Starkregengefahr und
daraus resultierende
Schäden. Umso wichtiger ist, sich gegen diese Risiken zu versichern“,
kommentierte Umweltministerin Ulrike Höfken heute die aktuelle
Untersuchung der Verbraucherzentrale
zur Elementarschadenversicherung. Sie wurde vom Umweltministerium
beauftragt und zeigt, dass es erhebliche Defizite bei den Angeboten der
Versicherungen
gibt: Nur drei von insgesamt 52 angeschriebenen Versicherungen in
Rheinland-Pfalz bieten von sich aus eine Versicherungspolice gegen
Schäden durch Hochwasser
in Risikogebieten ohne Selbstbeteiligung an entgegen anderslautenden
Beteuerungen der Versicherungswirtschaft.

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hatte bereits im Jahr 2013
gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium, der Versicherungswirtschaft
und der Verbraucherzentrale
die Elementarschadenkampagne gestartet. Diese soll Hausbesitzerinnen und
Hausbesitzer über die freiwillige Elementarschadenversicherung
informieren und
sie beraten. Bisher sind in Rheinland-Pfalz etwa 29 Prozent der
Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert.

Die Versicherungswirtschaft hatte zu Beginn der Elementarschadenkampagne
zugesagt, nahezu jedes – etwa 98 Prozent – der Anwesen versichern zu
können. „Die
Ergebnisse zeigen: Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf. Das werde
ich aktiv bei der Versicherungswirtschaft einfordern“, sagte Höfken.
„Die Untersuchung
bestätigt außerdem unsere Forderung nach der Einführung einer
Pflichtversicherung. Ich werde mich auf Bundesebene dafür weiter stark
machen. Denn das muss
der Bund regeln.“

Hintergrund:

Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Betroffenen, der
Kommunen und des Staates. Jeder, der von Hochwasser betroffen sein kann,
ist nach
dem Gesetz verpflichtet, im Rahmen des ihm Möglichen und Zumutbaren
Vorsorge zu treffen. Dazu gehört auch die finanzielle Vorsorge gegen
Hochwasserschäden.
Die Elementarschadenversicherung, die auch Hochwasserschäden abdeckt,
ist in Deutschland freiwillig.

Mehr Informationen finden Sie hier:

mueef.rlp.de/de/themen/umweltschutz-umwelt-und-gesundheit/umweltschutz-im-alltag/naturgefahren-eine-gemeinschaftsaufgabe-juni-2016/was-sind-elementarschaeden/

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