Wiederansiedlung der Luchse ein Gewinn für die Artenvielfalt

Naturschutz

Griese: Wiederansiedlung der Luchse Gewinn für Artenvielfalt im Land

Heute hat sich der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum
und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Trippstadt über das
LIFE-Luchs-Projekt der
Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz informiert. Staatssekretär
Thomas Griese freute sich, Minister Hauk in der Pfalz begrüßen zu können
und erklärte:
„Mittlerweile durchstreifen acht Luchse den Pfälzerwald. Das ist ein
Gewinn für die Artenvielfalt in unserem Land und ein zentraler Beitrag
zum Schutz
der bedrohten Tierart, die in Europa nur noch in wenigen Gebieten
vorkommt.“

„Die erfolgreiche Wiederansiedelung des Luchses in Rheinland-Pfalz ist
ein lobenswertes Projekt. Auch in Baden-Württemberg haben wir immer
wieder einzelne,
allerdings nur männliche Luchse, die durch unsere Wälder streifen. Das
bemerkenswerte Tier passt in unsere Kulturlandschaft. Der heutige Besuch
soll einen
Überblick über die Maßnahmen zum Miteinander von Luchs und anderen Arten
geben, mögliche Herausforderungen aufzeigen und eventuell Impulse für
Baden-Württemberg
geben“, sagte Minister Hauk MdL.

Der nachhaltig bewirtschaftete und weitläufige Pfälzerwald biete den
Pinselohren – die einst hier lebten, jedoch ausgerottet wurden – einen
idealen Lebensraum,
führte Griese an. „Der Aufbau der Luchspopulation läuft bisher sehr
erfolgreich, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Nach der
Freilassung
von insgesamt 20 Tieren sollen sich die Pinselohren im Pfälzerwald
natürlich verbreiten und ein Leben in freier Wildbahn erschließen“,
erläuterte der Staatssekretär.
Bisher wurden neun Luchse aus der Schweiz und der Slowakei im
Pfälzerwald freigelassen. Ein Kuder ist in die Vogesen weitergezogen und
hat dort ein Revier
etabliert. Im Sommer vergangenen Jahres kamen die ersten Jungtiere,
Filou und Palu, zur Welt.

„Der Erfolg des Projekts: Die große Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger
im Land. Über viele Jahre haben der Landesjagdverband,
Landwirtschaftsorganisationen,
Naturschutzverbände und Kommunen die Wiederansiedlung der Luchse in
einer gemeinsamen Aktion geplant und vorbereitet. Zusammen haben wir
einen Managementplan
zum Umgang mit Luchsen erstellt, ein Luchs-Parlament mit Akteuren aus
Deutschland und Frankreich etabliert sowie begleitende Informations- und
Umweltbildungsmaßnahmen
ins Leben gerufen“, so Griese weiter.

Die Wiederansiedlung der Luchse wird von der EU gefördert und läuft über
sechs Jahre. Das Umweltministerium beteiligt sich an dem Projekt mit
400.000 Euro.
Unter anderem unterstützen auch WWF-Deutschland, Hit-Stiftung, NABU und
BUND das Projekt. Als Partner beteiligen sich an der Umsetzung der
französische
Verwaltungsteil des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen sowie
Landesforsten Rheinland-Pfalz.

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