Erwerbstätigkeit erreichte 2017 neuen Höchststand

Erwerbstätigkeit erreichte 2017 neuen Höchststand

Im Durchschnitt des Jahres 2017 hatten gut zwei Millionen Erwerbstätige
ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Nach ersten vorläufigen
Berechnungen des Arbeitskreises
„Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“, dem das Statistische
Landesamt in Bad Ems angehört, waren dies 19.600 Personen oder 1 Prozent
mehr
als 2016. Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen das siebte Jahr in
Folge einen neuen Höchststand.

Im Bundesdurchschnitt war der Beschäftigungszuwachs mit plus 1,5 Prozent
etwas stärker als in Rheinland-Pfalz. In den alten Ländern (ohne Berlin)
betrug
der Anstieg wie in Deutschland insgesamt 1,5 Prozent, in den neuen
Bundesländern nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent zu.

Die positive Entwicklung in Rheinland-Pfalz beruhte auf einem Anstieg
der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die gut zwei Drittel
der Erwerbstätigkeit
ausmacht. Laut ersten Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit war die
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Oktober 2017 um 2
Prozent
höher als im Oktober 2016. Die Zahl der ausschließlich geringfügig
entlohnten Beschäftigten lag im Juni leicht unter dem Niveau des
Vorjahresmonats.

Wirtschaftsbereiche

Die Zunahme der Erwerbstätigkeit war wie in den Vorjahren vor allem dem
Dienstleistungssektor zu verdanken. Hier waren insgesamt 17.200 Personen
mehr beschäftigt
als 2016; dies entspricht einem Plus von 1,2 Prozent (Deutschland: plus
1,7 Prozent). Die Beschäftigung wuchs in allen
Dienstleistungsbereichen. Den stärksten
Anstieg gab es im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und
Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“, der eine
Zunahme von 4.700 Erwerbstätigen
bzw. 1,7 Prozent verzeichnete (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Im
größten Teilbereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung,
Gesundheit“ erhöhte
sich die Beschäftigung um 7.400 Personen bzw. 1,1 Prozent (Deutschland:
plus 1,8 Prozent). Im Bereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information
und Kommunikation“
stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 5.200 bzw. 1 Prozent (Deutschland:
plus 1,3 Prozent).

Im Produzierenden Gewerbe stieg die Erwerbstätigkeit 2017 leicht an.
Insgesamt waren 2.400 Personen bzw. 0,5 Prozent mehr tätig als 2016
(Deutschland: plus
1 Prozent). Das Baugewerbe verzeichnete ein Plus von 1.200
Erwerbstätigen bzw. 0,9 Prozent (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Im
restlichen Produzierenden
Gewerbe, das in Rheinland-Pfalz von der Industrie dominiert wird,
erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 1.200 bzw. 0,3 Prozent
(Deutschland: plus
0,8 Prozent).

Für die Land- und Forstwirtschaft war die Zahl der Erwerbstätigen um
0,1 Prozent niedriger als 2016 (Deutschland: minus 0,3 Prozent).

Die Ergebnisse beruhen auf der Schnellrechnung des Arbeitskreises
„Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“, die sich auf aktuell
verfügbare Basisstatistiken
stützt. Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als
Jahresdurchschnittsangabe am Arbeitsort (Inlandskonzept), das heißt, die
Angaben beziehen sich
auf Erwerbstätige, die – unabhängig von ihrem Wohnort – ihren
Arbeitsplatz im jeweiligen Gebiet hatten. Zu den Erwerbstätigen rechnen
alle Personen, die
als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und
marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren
mithelfenden
Familienangehörigen eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben,
unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig
zu leistenden
Arbeitszeit. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur
einmal gezählt (Personenkonzept).

Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des
Statistischen Bundesamtes Januar 2018.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises
Erwerbstätigenrechnung unter www.aketr.de.

Autor: Jochen Küpper (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

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