CDU zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erklärt der
Generalsekretär der CDU Deutschlands, Dr. Peter Tauber:

Als am 27. Januar 1945 die Rote Armee das deutsche Vernichtungslager
Auschwitz-Birkenau befreite, konnten die Soldaten nur langsam begreifen,
was sie dort
sahen: Zehntausende Gefangene hatten die Nazis in den Tagen zuvor auf
den Todesmärschen nach Westen laufen lassen. Zurückgeblieben waren nur
gut 7000 Alte,
Kranke und Schwache, die die Nazis ihrem Schicksal überließen. Auf dem
Gelände aber sahen die Soldaten die Zeichen des Grauens der Ermordung
von über einer
Million Juden, 140.000 polnischen Gefangenen, zehntausenden Sinti und
Roma, Kommunisten und Anderer, die von den Nazis entmenschlicht und als
unwert betrachtet
wurden. Voll Trauer und Scham gedenken wir an diesem symbolträchtigen
Tag der Opfer des Nationalsozialismus, wissend, dass Auschwitz ein
Synonym für das millionenfache Morden ist.

Wir werden das Leid, das ihnen zugefügt wurde, niemals vergessen. Unsere
Pflicht und unsere Verantwortung als Christdemokraten ist es, jeden Tag
gegen
Rassismus und Menschenverachtung einzutreten. Vor genau zwanzig Jahren
sagte die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth im Deutschen
Bundestag: „Wir
wissen aber auch um die erneuten Gefahren von Nationalismus,
Antisemitismus, Rassenhass und Fundamentalismus bei uns in Deutschland.
Tag für Tag. Und wir
wissen, wie sehr politische Wachsamkeit gefordert ist.“

Diese Sätze gelten noch heute. Der politischen Wachsamkeit wollen wir
Christdemokraten durch die Schaffung eines Antisemitismusbeauftragten
der Bundesregierung
Ausdruck verleihen. Durch Bildung und die Erinnerung an die, die dem
Nationalsozialismus zum Opfer fielen, schärfen wir das Bewusstsein:
Antisemitismus
begann nicht mit den Nazis und endete nicht mit der Befreiung von
Auschwitz. Er ist noch heute überall in unserem Land, in Europa und in
der Welt erlebbar.
Im Alltag ist jeder von uns aufgerufen, gegen Antisemitismus
einzuschreiten: Angefangen vom Mobbing jüdischer Schüler bis hin zur
Gewalt, vor der sich
Bürger unseres Landes fürchten, weil sie mit einer Kippa durch die
Straßen laufen.

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