Malu Dreyer zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Gedenken bedeutet, Verantwortung zu
übernehmen

„Eine lebendige Gedenkarbeit ist Voraussetzung dafür, dass wir die
Lehren aus der Vergangenheit beherzigen und für die Zukunft lernen. Wir
können das Unrecht
der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht zurücknehmen, aber
wir können den Opfern die Würde wieder zusprechen, die ihnen durch
systematische
Entrechtung abgestritten wurde“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer
anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus. Der
Schwerpunkt
des Gedenkens in Rheinland-Pfalz beleuchtet in diesem Jahr besonders die
Rolle der NS-Justiz, die der Verfolgung und Entrechtung von Juden,
politischen
Gegnern und vielen Minderheiten den Schein des Legalen verlieh.

„Die tyrannisch-bürokratische Ordnung und den Terror der Nazis begreift
man erst in ihrem ganzen Ausmaß, wenn man auf die Opfer schaut, die von
den Gesetzen,
Verordnungen und Schikanen betroffen waren. Sie mahnen uns, wachsam zu
sein und allen Formen von Hass und Vorurteilen den Nährboden zu
entziehen“, so die
Ministerpräsidentin. Die Demokratie in Deutschland sei stark und
wehrhaft, aber nicht selbstverständlich. Eine zentrale Lehre aus den
Erfahrungen des Nationalsozialismus
sei, dass auch ein demokratischer Rechtsstaat missbraucht werden könne.
„Wir müssen deshalb sehr sensibel für aktuelle Gefährdungen sein und
Antisemitismus,
Rassismus und Rechtsextremismus in aller Entschiedenheit bekämpfen, egal
in welchem Gewand sie daher kommen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie sei froh und dankbar dafür, dass sich so viele Menschen und
Institutionen in Rheinland-Pfalz für eine lebendige Erinnerungskultur
starkmachen und engagieren.
„Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft bedeutet,
Verantwortung für unsere freiheitliche, demokratische Ordnung zu
übernehmen“, so
Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Anlässlich des Gedenktages am 27. Januar 2018 hat die
Ministerpräsidentin Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden
angeordnet. Für die Landesregierung
wird der stellvertretende Ministerpräsident Volker Wissing an der
zentralen Gedenkveranstaltung des Landes im Justizzentrum Koblenz
teilnehmen.

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