Teuerungsrate liegt im Januar bei 1,4%

Teuerungsrate liegt im Januar bei 1,4 Prozent

Zum Jahresauftakt ist die Teuerungsrate in Rheinland-Pfalz gesunken. Wie
das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der
Verbraucherpreisindex im
Januar 2018 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im
Dezember hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise stiegen nur leicht. Sie waren im Januar 2018 um 0,3
Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dazu trug der schwache Preisanstieg
bei Mineralölprodukten
bei, die nur um 0,2 Prozent teurer waren als im Vorjahresmonat. Der
Grund dafür ist der Rückgang der Kraftstoffpreise um ein Prozent; die
Heizölpreise
erhöhten sich hingegen um 4,4 Prozent. Die Umlage für Zentralheizung und
Fernwärme stieg um 1,4 Prozent. Die Strompreise änderten sich kaum (plus
0,3 Prozent).
Gas war im Januar 2018 um 1,1 Prozent billiger als ein Jahr zuvor.

Für Nahrungsmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im
Januar 2018 deutlich mehr ausgeben als im Vorjahresmonat (plus 2,9
Prozent). Besonders
stark stiegen die Preise für Speisefette und -öle (plus 13,0 Prozent)
und für Molkereiprodukte und Eier (plus zehn Prozent). Auch Obst sowie
Fleisch und
Fleischwaren verteuerten sich spürbar (plus 4,5 bzw. plus 3,7 Prozent).
Gemüse war hingegen wesentlich billiger als ein Jahr zuvor; die Preise
sanken um
5,9 Prozent. Dabei spielt allerdings auch ein statistischer Basiseffekt
eine Rolle: Vor einem Jahr lagen die Gemüsepreise aufgrund von
Lieferengpässen
infolge ungewöhnlich niedriger Temperaturen in Südeuropa auf hohem Niveau.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als
Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Januar 2018 auf 1,3
Prozent nach
1,4 Prozent im Dezember 2017.

In zehn der zwölf Hauptgruppen lagen die Preise über dem Niveau des
Vorjahresmonats. Die größten Zuwächse gab es bei alkoholischen Getränken
und Tabakwaren
(plus 3,6 Prozent). Dahinter folgten Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke (plus 2,7 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“
sowie „Nachrichtenübermittlung“
waren Preisrückgänge zu verzeichnen (minus 1,2 bzw. minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Dezember 2017

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Januar 2018 um
0,6 Prozent gesunken. Deutliche Preisrückgänge waren im Bereich
„Freizeit, Unterhaltung
und Kultur“ zu verzeichnen, was zu dieser Zeit durchaus üblich ist
(minus 5,8 Prozent; darunter Pauschalreisen: minus 22,2 Prozent).
Gleiches gilt für
den Bereich Bekleidung und Schuhe, in dem die Preise um 5,2 Prozent
niedriger waren als im Vormonat. Die höchsten Preissteigerungen gab es
bei Nahrungsmitteln
und alkoholfreien Getränken (plus 0,6 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche
Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten
Haushalten für Konsumzwecke
gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11
rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des
Statistischen Landesamtes
in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000
Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau
beschriebenen Waren und
Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der
Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben
der privaten
Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.
Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem
Vorjahr
wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur
Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die
Verbraucherpreise
entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet
werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden
Preisen. Hier
wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als
Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Januar 2018 enthält vorläufige
Ergebnisse. Sofern bis zum 5. Februar 2018 keine Korrektur erscheint,
sind die veröffentlichten
Ergebnisse als endgültig anzusehen.
Hinweis zur Umstellung des VPI auf das Basisjahr 2015:
Die für den Jahreswechsel 2017/2018 geplante turnusmäßige Revision des
VPI mit Einführung des Basisjahres 2015 muss aufgrund von Verzögerungen
bei notwendigen
Anpassungen der IT-Programme um ein Jahr verschoben werden. Revidierte
Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. Der VPI wird somit
bis zum Berichtsmonat
Dezember 2018 weiterhin mit dem Basisjahr 2010 berechnet.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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