Krankenstand in RLP bei 4,3% – Weniger Krankschreibungen, aber längere Dauer

TK: Krankenstand in RLP bei 4,3 Prozent –

Weniger Krankschreibungen, aber längere Dauer

Mainz, 31. Januar 2018. Die Techniker Krankenkasse (TK) in
Rheinland-Pfalz verzeichnet für das Jahr 2017 einen Krankenstand von 4,3
Prozent im Bundesland.
Die rund 230.000 bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus
Rheinland-Pfalz waren durchschnittlich 15,7 Tage krankgeschrieben – 0,2
Tage weniger als 2016.
„Zurückgegangen ist auch die Zahl der Krankschreibungen, nämlich um 3,9
Prozent auf 1,2 Fälle je Versicherten. Allerdings dauerte eine einzelne
Krankschreibung im vergangenen Jahr durchschnittlich 13,1 Tage und somit
0,4 Tage länger als im Vorjahr“, erklärt Jörn Simon, Leiter der
TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

Insgesamt registrierte die TK in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr
rund 275.000 Krankheitsfälle und mehr als 3,6 Millionen Fehltage
aufgrund von Erkrankungen von Erwerbstätigen.

Wieder mehr AU-Tage wegen psychischen Erkrankungen

Hauptursache von Krankschreibungen waren in 2017 Krankheiten des
Muskel-Skelett-Systems (3,1 Tage pro Kopf), Diagnosen von psychischen
Störungen (2,7 Tage
pro Kopf) und Krankheiten des Atmungssystems (2,4 Tage pro Kopf). „Etwa
20 Prozent der Fehltage entfallen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie
beispielsweise Rückenschmerzen. Allerdings haben wir hier einen Rückgang
von zwei Prozent verzeichnet. Leicht zugenommen um 0,5 Prozent haben
jedoch wieder die AU-Tage
aufgrund von psychischen Erkrankungen, nachdem es in 2016 zunächst eine
Abnahme gegeben hatte“, erläutert der TK-Landeschef.

Arbeitgeber sollten psychische Gesundheit im Blick haben

Mitarbeitergesundheit hat mittlerweile in den meisten Betrieben einen
hohen Stellenwert und viele Arbeitgeber nehmen ihre Verantwortung für
ein gesundes
Arbeitsumfeld ernst. „Wichtig ist, dass Arbeitgeber nicht nur die
körperliche Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben, sondern auch
die psychische.
So sollte neben gesundheitsfördernden Maßnahmen auch ein
wertschätzender, respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern oberstes
Gebot sein und das Thema ‚Unternehmenskultur‘
regelmäßig auf der Agenda stehen“, rät Simon.

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