Naturschutzgutachten zum Glan vorgestellt


Glan: Naturschutzfachliches Gutachten vorgestellt

Neustadt an der Weinstraße/Lauterecken/Meisenheim – Nach Vorlage des
naturschutzfachlichen Gutachtens wird die Sperrung des Glans zwischen
der Mündung der Lauter in den Glan in der Stadt Lauterecken und der
Kreisgrenze des Landkreises Kusel zum Landkreis Bad Kreuznach zwischen
der Ortsgemeinde Odenbach und
der Stadt Meisenheim auf unbestimmte Zeit verlängert. Das erforderliche
Fällen von 465 Schadbäumen, das für die Herstellung eines
verkehrssicheren Zustandes für das Befahren des Glans mit Kanus
erforderlich ist, wäre aus naturschutzrechtlichen Gründen ein
unzulässiger Eingriff, der nicht angemessen ausgeglichen
werden könnte.

Ende Juli 2017 hatte ein Baumgutachten das Fällen von 465 Schadbäumen
für die Herstellung eines verkehrssicheren Zustandes für notwendig
erachtet. Um zu
prüfen, ob dies einen ausgleichspflichtigen Eingriff in Natur und
Landschaft darstellt und da massive negative Auswirkungen auf Flora,
Fauna und Gewässerhaushalt
befürchtet wurden, hatte die SGD Süd im Spätsommer 2017 das nun
vorliegende naturschutzfachliche Gutachten in Auftrag gegeben.

Das Gutachten legt dar, dass vierzehn streng geschützte Vogelarten und
sieben Fledermausarten die zahlreichen alten Höhlenbäume als Brut- und
Überwinterungsquartier benötigen. Insgesamt 104 Vogelarten nutzen die
Bäume und das Umfeld als Lebensraum. Darüber hinaus würde der
hochwertige Biotopkomplex der Glanaue durch
die notwendigen Fällungen so stark beeinträchtigt, dass langfristige
negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu erwarten wären.

Die im Gutachten aufgezeigten potenziellen Vermeidungs- und
Kompensationsmaßnahmen würden, wenn überhaupt, nur langfristig Wirkung
zeigen. Solche Maßnahmen
wären beispielsweise das Pflanzen von zwei neuen Bäumen für einen
gefällten Altbaum oder das Aufhängen von über 700 Nistkästen.

ags: Glan, Naturschutzfachliches Gutachten, Baumfällungen, SGD
Süd——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Wappen RP_4c_SGD Sued

*PRESSEDIENST*

*STRUKTUR- UND GENEHMIGUNGSDIREKTION SÜD*

Neustadt an der Weinstraße, 5. Februar 2018

*Glan: Naturschutzfachliches Gutachten vorgestellt*

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Neustadt an der Weinstraße/Lauterecken/Meisenheim – Nach Vorlage des
naturschutzfachlichen Gutachtens wird die Sperrung des Glans zwischen
der Mündung der Lauter in den Glan in der Stadt Lauterecken und der
Kreisgrenze des Landkreises Kusel zum Landkreis Bad Kreuznach zwischen
der Ortsgemeinde Odenbach und der Stadt Meisenheim auf unbestimmte Zeit
verlängert. Das erforderliche Fällen von 465 Schadbäumen, das für die
Herstellung eines verkehrssicheren Zustandes für das Befahren des Glans
mit Kanus erforderlich ist, wäre aus naturschutzrechtlichen Gründen ein
unzulässiger Eingriff, der nicht angemessen ausgeglichen werden könnte.

Ende Juli 2017 hatte ein Baumgutachten das Fällen von 465 Schadbäumen
für die Herstellung eines verkehrssicheren Zustandes für notwendig
erachtet. Um zu prüfen, ob dies einen ausgleichspflichtigen Eingriff in
Natur und Landschaft darstellt und da massive negative Auswirkungen auf
Flora, Fauna und Gewässerhaushalt befürchtet wurden, hatte die SGD Süd
im Spätsommer 2017 das nun vorliegende naturschutzfachliche Gutachten in
Auftrag gegeben.

Das Gutachten legt dar, dass vierzehn streng geschützte Vogelarten und
sieben Fledermausarten die zahlreichen alten Höhlenbäume als Brut- und
Überwinterungsquartier benötigen. Insgesamt 104 Vogelarten nutzen die
Bäume und das Umfeld als Lebensraum. Darüber hinaus würde der
hochwertige Biotopkomplex der Glanaue durch die notwendigen Fällungen so
stark beeinträchtigt, dass langfristige negative Auswirkungen auf den
Naturhaushalt zu erwarten wären.

Die im Gutachten aufgezeigten potenziellen Vermeidungs- und
Kompensationsmaßnahmen würden, wenn überhaupt, nur langfristig Wirkung
zeigen. Solche Maßnahmen wären beispielsweise das Pflanzen von zwei
neuen Bäumen für einen gefällten Altbaum oder das Aufhängen von über 700
Nistkästen.

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Verantwortlich (i.S.d.P.) Ulrike Schneider Leiterin Referat
Öffentlichkeitsarbeit 06321 99-2070 ulrike.schneider@sgdsued.rlp.de
,Ansprechpartnerin Nora Schweikert 06321 99-2522
nora.schweikert@sgdsued.rlp.de

Friedrich-Ebert-Straße 14 67433 Neustadt an der Weinstraße
www.sgdsued.rlp.de

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