Höfken setzt mit Fallwildprämie auf Früherkennung der afrikanischen Schweinepest


Tierseuchen

Höfken zum ASP-Gipfel: Ministerium setzt mit Fallwildprämie auf
Früherkennung

Umweltministerin Ulrike Höfken hat unter anderem Vertreter der
Landwirtschaft, Jagd, Tierärzte sowie der Städte und Gemeinden im Land
zum Austausch
über die aktuelle Situation der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach
Mainz geladen. „Auch wenn die Tierseuche in Deutschland bisher
glücklicherweise weder bei Haus- noch Wildschweinen aufgetreten ist und
wir uns mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen eine Einschleppung rüsten,
müssen wir uns gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten“, sagte Höfken.
Das zentrale Instrument der ASP-Bekämpfung – insbesondere beim
Wildschwein – sei die Früherkennung, denn ein
Impfstoff existiere bisher nicht. Wenn die Seuche zeitnah erkannt werde,
bestehe noch die geringe Chance, sie zu tilgen. „Daher unterstützen wir
die Jägerschaft ab sofort mit einer Prämie: Für die Beprobung von
Fallwild erhalten Jägerinnen und Jäger jeweils 50 Euro. Außerdem
übernimmt das Ministerium das Porto
zum Versand der Probe“, so die Ministerin weiter.

Den Tierhaltern empfiehlt das Umweltministerium, eine
Ertragsschadensversicherung abzuschließen und sich durch die konsequente
Einhaltung eines hohen Hygienestandards vor einem Eintrag zu schützen.
„Wichtig ist, dass jeder nach seinen Möglichkeiten Vorsorge gegen die
verheerende Tierseuche trifft“, erklärte die Ministerin
und kündigte für Ende des zweiten Halbjahres ASP-Übungen für die
Veterinärbehörden der Landkreise und Städte an.

Höfken sieht neben dem Schwarzwild auch den Menschen als möglichen
Überträger der Tierseuche an: „Deswegen setzen wir auf Information und
unterstützen entsprechende
Bundeskampagnen.“

Neben der Früherkennung und einer transparenten Informationspolitik
setzt das Ministerium mit allen Akteuren des „Handlungsprogramms
Schwarzwild“ auf die
Reduzierung der Wildschweinpopulation. Eine Abfrage bei den Forstämtern
hat ergeben: In den nicht verpachteten Staatswaldrevieren ist die
Jagdstrecke –
also die erlegten Tiere – beim Schwarzwild zum Stichtag 31. Dezember
2017 rund ein Drittel höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Zu
dieser Entwicklung hat auch der Verzicht auf die Erhebung von
Jagdbetriebskosten für private Jägerinnen und Jäger im Staatswald sowie
die Möglichkeit der ganzjährigen Bejagung von Wildschweinen – mit
Ausnahme von Muttertieren, die abhängige Frischlinge führen –
beigetragen“, sagte Höfken abschließend und kündigte zugleich an, dass
sie diesen Austausch fortsetzen wird.

Das Umweltministerium informiert ausführlich über die Afrikanische
Schweinepest unter:
mueef.rlp.de/de/themen/tiere-und-tierwohl/tiergesundheit-tierseuchenbekaempfung/faq-afrikanische-schweinepest/

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