IHK Koblenz Konjunturumfrage Winter 2017/18: Konjunktur wächst weiter


IHK-Konjunkturumfrage zum Winter 2017/18:
Wirtschaft wächst weiter – Fachkräftemangel setzt Grenzen

*Koblenz, 6. Februar 2018.*Ausgehend von einer starken Position zum
Jahreswechsel 2017/18 wächst die Wirtschaft im IHK-Bezirk weiter. Das
geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Industrie- und
Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, der auf Antworten von rund 400
Betrieben mit rund 58.000 Beschäftigten basiert. Der
IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lagebeurteilung und Erwartungshaltung
der Unternehmen zusammenfasst, steigt auf 128 Punkte – nach 124 Punkten
im Herbst 2017.

Bei der Lagebeurteilung übersteigt der Saldo aus positiven und negativen
Meldungen mit plus 44 Prozentpunkten den Rekordwert der Vorumfrage. Auch
die mittelfristigen Geschäftserwartungen nehmen neuen Schwung auf.
„Wichtigster Wachstumstreiber bleibt der private Konsum. Aber auch die
positive Entwicklung der Weltwirtschaft belebt die heimischen Exporte
und trägt zum anhaltenden Wachstum bei“, erläutert Arne Rössel,
Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.

Stärkende Impulse, die auf eine anhaltende wirtschaftliche Dynamik im
IHK-Bezirk Koblenz schließen lassen, liefert die Investitions- und
Beschäftigungsneigung der Unternehmen. 90 Prozent der Betriebe wollen
ihren Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten konstant halten
oder sogar aufstocken, lediglich 10 Prozent rechnet mit einem Abbau.
Auch die Investitionsperspektiven bleiben insgesamt expansiv.
Auffälliger Ausreißer: Die Investitionsbereitschaft der Handels- und
Dienstleistungsunternehmen korrigiert sich teilweise deutlich nach unten.

Sehr erfreulich ist das Stimmungsbild in der Industrie. Insbesondere die
Investitions- und die Vorleistungsgüterindustrie legen hinsichtlich
ihrer Stimmungs- und Wachstumsindikatoren merklich zu. Die
Auftragsbücher füllen sich weiter, die Kapazitätsauslastung erreicht
Spitzenwerte und die zunehmenden Auftragseingänge aus dem Ausland lassen
einen Anstieg des Exportgeschäfts erwarten.

Zunehmend als Wachstumsbremse wirkt allerdings der Fachkräftemangel, der
mittlerweile branchenübergreifend von 59 Prozent der Unternehmen als
Geschäftsrisiko benannt wird. Parallel hierzu führen die Engpässe auf
dem Arbeitsmarkt auch zu steigenden Arbeitskosten, die bereits 40
Prozent der Unternehmen Sorgen bereiten. „Damit gefährdet der
Fachkräftemangel das Wachstumspotenzial der Unternehmen“, mahnt Rössel.
„Aufträge können nicht abgearbeitet werden, die Produktivität hinkt der
Entwicklung der Löhne hinterher und Investitionen und Innovationen
drohen auf die Wartebank zu wandern.“

Aus Sicht der IHK müsse daher noch aktiver an der Stärkung der
beruflichen Aus- und Weiterbildung gearbeitet und zugleich mehr um
qualifizierte Zuwanderung geworben werden.

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*Der vollständige Konjunkturbericht steht auf */www.ihk-koblenz.de/
*unter der Nummer 3711468 zum Download bereit.*

Fachkräftemangel

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