Pflegereform 2017 – TK verzeichnet in Rheinland-Pfalz 18% mehr Erstanträge

Pflegereform 2017: TK verzeichnet 18 Prozent mehr Erstanträge in
Rheinland-Pfalz

Mainz, 08.02.2017. Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II)
hielten große Veränderungen im Pflegesystem Einzug. Aus drei
Pflegestufen wurden fünf Pflegegerade. Die Einstufung erfolgt seit
Beginn 2017 auf Basis eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Dieser
nimmt nicht mehr nur körperliche Einschränkungen in den Blick, sondern
berücksichtigt auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen. Seither
können auch Demenzkranke mehr als zuvor von Pflegeleistungen
profitieren. „2017 gingen bei der Pflegekasse der TK in Rheinland-Pfalz
18 Prozent mehr Erstanträge auf Einstufung in einen Pflegegrad ein als
im Vorjahr“,
bestätigt Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung
der Techniker Krankenkasse (TK). Auch einzelne Leistungen der
Pflegeversicherung
wurden häufiger in Anspruch genommen. So nahmen in Rheinland-Pfalz 19
Prozent mehr Versicherte sogenannte Entlastungsleistungen in Anspruch
als im vorangegangenen Jahr 2016. Hierzu zählen beispielsweise
Beschäftigungsangebote oder die Begleitung zum Arzt. Seit der Reform
stehen Pflegebedürftigen für solche „niedrigschwelligen
Betreuungsangebote“ 125 Euro monatlich zu.

Die am häufigsten von der TK-Pflegekasse eingesetzten Hilfsmittel waren
solche zum Verbrauch, wie etwa Desinfektionsmittel oder
Einweghandschuhe, auf dem
zweiten Platz folgten Hausnotrufsysteme. Die Inanspruchnahme von
wohnumfeldverbessernden Maßnahmen stieg bundesweit gegenüber 2016 um
rund 30 Prozent.

„Wie wir aufgrund eigener Umfragen wissen, möchten die meisten Menschen
so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben – auch dann, wenn
sie auf
Hilfe angewiesen sind“, so Simon. ‚Smart-Home-Lösungen‘, die in
Pflegehaushalten für mehr Flexibilität und Sicherheit sorgen, könnten in
Zukunft eine gute Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre
Angehörigen sein, ist der TK-Landeschef überzeugt. Deshalb setzt die
Kasse sich dafür ein, dass der gesetzlichen Pflegeversicherung im Rahmen
wohnumfeldverbessernder Maßnahmen die finanzielle Beteiligung an solchen
intelligenten, digitalen Lösungen erlaubt wird. Simon:
„Auch die Pflegeversicherung muss in Hinblick auf den Megatrend
Digitalisierung anschlussfähig sein und frühzeitig technische
Entwicklungen berücksichtigen.

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