Großer Nutzen durch Biolandwirtschaft für Allgemeinheit

Großer Nutzen durch Biolandwirtschaft für Allgemeinheit

Vergangenes Jahr wurden in Rheinland-Pfalz neun Prozent der
landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. In diesem Jahr
stellt Ministerin Höfken den Öko-Aktionsplan der Landesregierung vor,
der das Ziel hat, die ökologisch bewirtschafteten Flächen auf 20 Prozent
zu erhöhen. Dass Biolandwirtschaft nicht nur gutes Essen produziert,
sondern auch viele weitere Vorteile hat, geht aus der Kleinen Anfrage im
Anhang hervor. Dazu die landwirtschaftspol. Sprecherin Jutta
Blatzheim-Roegler:

„Umweltministerin Ulrike Höfken bringt mit dem Öko-Aktionsplan das Thema
Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft auf die politische Agenda. Wir sind
damit
in Rheinland-Pfalz auf dem richtigen Weg, denn Bodenbearbeitung nach
ökologischen Kriterien lohnt sich in vielfacher Hinsicht.“

Blatzheim-Roegler verweist auf die Antwort des Umweltministeriums, in
der die Vorteile der Biolandwirtschaft für Umwelt und Natur dargelegt
werden:

„Öko-Böden haben eine mit 32 bis 84 Prozent deutlich höhere Humusmasse
als konventionell bewirtschaftete Böden. Der Humusgehalt ist wiederum
ein wichtiger
Faktor dafür, wie ertragreich ein Boden ist. Ein humusreicher Boden ist
voller Nährstoffe und damit besonders gewinnbringend in der
Landwirtschaft. Außerdem:
Biologische Anbausysteme können aufgrund des höheren Humusgehalts bis zu
450 kg mehr atmosphärischen Kohlenstoff pro Hektar und Jahr binden.
Damit trägt die Biolandwirtschaft direkt zur Bekämpfung des Klimawandels
bei. Gleichzeitig wirkt biologische Bewirtschaftung beim vorbeugenden
Hochwasserschutz. Die
Versickerungsrate bei ökologisch bewirtschafteten Böden ist im
Vergleich zu konventioneller Bewirtschaftung doppelt so hoch, es bleibt
also mehr Regenwasser im Boden.“

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.