10 Jahre Nichtraucherschutzgesetz in Rheinland-Pfalz


Nichtraucherschutz

Zehn Jahre rauchfrei: Rheinland-pfälzisches Nichtraucherschutzgesetz
feiert Jubiläum

Am 15. Februar 2008 trat das rheinland-pfälzische
Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. „Niemand denkt gerne an die Zeiten
zurück, in denen in Restaurants
oder in öffentlichen Einrichtungen noch wie selbstverständlich
Zigarette, Zigarillo oder Pfeife geraucht wurden“, sagte die
rheinland-pfälzische Gesundheits-
und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich dieses für
den Gesundheitsschutz so wichtigen Jubiläums. Was früher undenkbar
schien, sei
nun aufgrund der vor zehn Jahren vorgenommenen Regulierungen seit langem
gelebte Praxis, die selbst Raucherinnen und Raucher begrüßten.

In Rheinland-Pfalz ist das Rauchen in Gaststätten unter bestimmten
Bedingungen nur in speziell gekennzeichneten Einraumgaststätten mit
einer Raumgröße unter
75 Quadratmetern oder in Nebenräumen von Mehrraumgaststätten erlaubt.
„Mit dieser Lösung erfahren wir sowohl von der rauchenden als auch der
Mehrheit der nichtrauchenden Bevölkerung eine hohe Akzeptanz“, wertete
die Ministerin den regulierten Kompromiss. Er trage auch zu der
überwiegend ordnungsgemäßen Einhaltung
der gesetzlichen Regelungen bei.

Rauchen ist eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Auch
Passivrauch belastet die Gesundheit erheblich. Die Schädigungen sind
wissenschaftlich eindeutig belegt und jährlich sterben eine Vielzahl von
Menschen an deren Folgen. „Umso wichtiger war es, ein deutliches Signal
zu setzen und Nichtraucherinnen und Nichtrauchern vor der gefährdenden
Passivrauchbelastung zu schützen“, so Bätzing-Lichtenthäler. Mit den
Nichtraucherschutzgesetzen der Länder sei dies
gelungen, obwohl ein bundesweites Nichtraucherschutzgesetz für alle
Bürgerinnen und Bürger einheitliche Regeln hätte schaffen können. Der
Bund hatte aber seine Gesetzgebungskompetenz in diesem so wichtigen
Bereich an die Länder abgegeben, erläuterte Bätzing-Lichtenthäler. So
bezögen sich Beschwerden immer wieder auf die unterschiedlichen
Bestimmungen, die von absoluter Rauchfreiheit in Gaststätten bis zu den
verschiedenen Ausnahmeregelungen, wie auch in
Rheinland-Pfalz, reichten.

„Aber unabhängig davon sind die Nichtraucherschutzgesetze und weitere
gesetzliche Regelungen zur Tabakkontrolle, wie beispielsweise die
Änderungen des Jugendschutzgesetzes
Meilensteine. Im Zusammenwirken mit verhaltenspräventiven Maßnahmen
haben sie zu einem veränderten Tabakkonsumverhalten und zu einer
weiteren Reduzierung des Tabakkonsums beigetragen“, betonte die
Ministerin. So rauchten im Jahr 2007 noch 17,7 Prozent aller 12- bis
17-jährigen Jugendlichen gegenüber 7,4 Prozent im Jahr 2016. Das sei ein
besonderer Erfolg, gerade vor dem Hintergrund, dass etwa zwei Drittel
der Raucherinnen und Raucher gewöhnlich vor ihrem 18. Lebensjahr damit
anfingen.

Um auf die Folgen des Tabakkonsums aufmerksam zu machen und Angebote zum
Konsumausstieg anzubieten, unterstützt die Landesregierung in
Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in
Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) eine Vielzahl von Präventionsmaßnahmen. So
wird mit dem Programm „Klasse 2000“
die Gesundheits- und Lebenskompetenz von Kindern bereits im
Grundschulalter gestärkt. Und auch der Nichtraucher-Wettbewerb „Be Smart
– Don´t Start“ für
Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassenstufen thematisiert die
Gefahren des Rauchens, beinhaltet begleitende gesundheitsfördernde
Maßnahmen und
stärkt Anreize, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Die „AG
Rauchfrei“, ein Zusammenschluss von Suchtpräventionsfachkräften in
Rheinland-Pfalz,
bietet zudem Raucherentwöhnungsseminare an. Nähere Informationen finden
Sie im Internet unter
www.lzg-rlp.de

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