TK berichtet von Gesundheitsumfrage in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland


Gesundheitspolitische Erwartungen der Rheinland-Pfälzer – Pflege ganz vorne

Mainz, 14. Februar 2018. Mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und
mehr Geld: Bei den Koalitionsverhandlungen haben sich CDU, CSU und SPD
auf Maßnahmen zur Verbesserung der Alten- und Krankenpflege verständigt.
In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im
Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurde erhoben, welche
gesundheitspolitischen Aufgaben von der künftigen Regierung unbedingt
angegangen werden sollten. „Durch diese Befragung wurde
deutlich, dass vor allem das Thema Pflege den Menschen auf den Nägeln
brennt“, resümiert Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen
Landesvertretung
der TK. So waren 94 Prozent der Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und
Saarland der Meinung, dass es zu den wichtigsten politischen
Herausforderungen gehört, für bessere Arbeitsbedingungen in Pflegeheimen
und Krankenhäusern zu sorgen.

Wenn es um den Arztbesuch geht, sehen 79 Prozent der Interviewten in
diesen drei Bundesländern dringenden Handlungsbedarf: Geht es nach
ihnen, sollten Voraussetzungen geschaffen werden, damit Ärzte künftig
mehr Zeit für ihre Patienten aufwenden können. Ein weiteres wichtiges
Topthema für die Menschen ist offenbar die derzeitige Situation der
Notaufnahmen an Krankenhäusern. 69 Prozent der Befragungsteilnehmer an
Rhein, Main und Saar ist der Ansicht, dass die stationären Notaufnahmen
nur von wirklichen Notfällen genutzt werden sollten.

Eine bessere Versorgung durch die Beförderung der Digitalisierung, sehen
nahezu zwei von drei Befragten (63 Prozent) als weiteres wichtiges
Handlungsziel.

„Die TK begleitet diese und andere gesundheitspolitische Themen schon
seit geraumer Zeit und hat auch viele Anregungen in die
gesundheitspolitische Debatte eingebracht“, betont TK-Landeschef Simon.
„Neben der kassenübergreifenden Einführung einer elektronischen
Gesundheitsakte, zählen auch die Schaffung neuer Zulassungswege für
digitale Anwendungen sowie die Lockerung der Regelungen zur
Fernbehandlung zu den nächsten wichtigen Schritten, damit Deutschland in
Sachen Digitalisierung konkurrenzfähig bleibt“, führt Simon aus.

Damit sich die derzeitige Situation in der Pflege etwas entspannt,
fordert die TK einen „
Masterplan Pflege “. Hierin richtet sich das Schlaglicht vor allem auf
Menschen, die für den Pflegeberuf ausgebildet sind, dieser Tätigkeit
jedoch vorzeitig den Rücken kehren.

„Es ist wichtig, dass wir uns darauf konzentrieren, Arbeitsbedingungen
in der Pflege zu implementieren, die es ermöglichen, dass Fachkräfte
länger in der
Pflege arbeiten wollen“, ist Simon überzeugt. Denn unseres Erachtens
nach wird es nicht ausreichen, sich auf das Anwerben neuer
Pflegefachkräfte zu beschränken.
Gleichzeitig müssen die Pflegeberufe attraktiver werden, um Fachkräfte
langfristig zu halten“, so der TK-Landesvertretungsleiter.

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