Sonntagskommentar: Wenn das so weitergeht

von Hans-Peter Terno

Mainz, 19.11.17. Während Sie diesen Kommentar lesen, laufen die
Sondierungsverhandlungen darüber, ob die Unionsparteien, die Grünen und
die FDP eine gemeinsame Koalition bilden wollen, wahrscheinlich noch.

Zähe und langwierige Verhandlungen mit Slapstick-Einlagen auf dem Balkon.
Dort schöpften die Verhandlungspartner in den Sondierungspausen Luft, und
am gegenüberliegenden Ufer lauerten Journalisten wie bei der Papstwahl auf
den weißen Rauch, auf ein Zeichen der Annäherung.

Bis Donnerstagabend gab es nur Meldungen über unüberbrückbare Gegensätze.
Diese wurden von Mal zu Mal klarer formuliert, aber nicht überwunden. Huschte
bei der Balkonperformance zeitweilig ein Lächeln über Dobrindts Gesicht, so setzte
er am Abend nach dem täglichen Verhandlungsmarathon sein Pokerface auf und
beschimpfte die Grünen. Offenbar gab Dobrindt all die Kritik zurück, die die Grünen
in der vergangenen Legislaturperiode am Bundesverkehrsminister übten.

Hart drauf war insgesamt die CSU. Außer Dobrindt zeterten auch der greise
Vorsitzende Horst Seehofer, die beiden Minister für Landwirtschaft und Entwicklung.
Das Motiv für die christsoziale Miesmacherei war leicht auszumachen: Im kommenden
Jahr finden in Bayern Landtagswahlen statt. Das eherne Gesetz, dass die CSU in
Bayern eine absolute Mehrheit hat, scheint heuer gebrochen zu werden. 38% geben
die Meinungsumfragen derzeit der CSU, 12% der AfD.

Die Situation ist nicht so einfach, wie sie aussieht. Die AfD erbt nicht nur von der CSU,
sondern auch aus dem Nichtwählerpotential. Die CSU, die sich letztlich immer mehr
nach rechts orientierte, gibt auch Stimmen der bürgerlichen Mitte und des sozialen
Flügels ab. Christsozialen Kirchgängern ist durchaus bewusst, dass Jesus ein
Emmigrant war und Nächstenliebe zur christlichen Moral untrennbar gehört.

Die Grenzen Österreichs nach dem Süden sind zu, die Bayerns nach Österreich
ohnehin. Woher jetzt noch die Massen kommen sollen, die die CSU mittels Obergrenze
begrenzen will, ist höchst fraglich. Das Dubliner Abkommen ist ja wieder in Kraft, nach
dem Flüchtlinge in dem EU-Land, das sie als erstes betreten, ihren Asylantrag stellen
müssen. Der Freistaat hat aber nur Grenzen zu anderen EU-Staaten.

Trotzdem, die Obergrenze für Flüchtlinge ist zum Lieblingsspielzeug des CSU-Führers
geworden. Sie fand zwar keinen Eingang in das Bundeswahlprogramm der Unionsparteien,
aber mit Zustimmung der Kanzlerin in den sogenannten Bayernplan der CSU. Ein fataler
Fehler Merkels. Sie kriegt die CSU von dieser Forderung nicht runter, während die
Grünen auf den Familiennachzug auch subsidiär geschützter Flüchtlinge beharren.
Ob dieser gordische Knoten an diesem, dem letzten Verhandlungswochenende für die
Sondierungen durchgeschlagen wird, scheint fraglich.

Ein Platzen der Verhandlungen bedeutete auch das Platzen der Bundesministerinnenträume
Julia Klöckners. Christian Baldauf trappelt seit Beginn der Sondierungsverhandlungen
in Berlin aufgeregt auf der Stelle. So könnte ein Bundesministerinnenamt Julia Klöckners
im fernen Berlin hier im Land auch bedeuten, dass der ehemalige CDU-Landesvorsitzende
und derzeitige Stellvertreter Christian Baldauf wieder in sein Amt käme. Die Landes-CDU,
der Julia Klöckner ein ums andere Mal bei Landtagswahlen eine Niederlage beschert hat,
läge dann nicht mehr wie ein Mühlstein bei dem Rennen um die Merkel-Nachfolge um
Klöckners Sprunggelenk.

Es sind viele Hoffnungen, die mit den Sondierungen verbunden sind. Ob sie Früchte tragen,
bleibt fraglich. Die möglichen Koalitionäre verhandeln nun mindestens vier Wochen, rechnet
man die unionsinternen Koalitionsverhandlungen hinzu, sind es sogar sechs Wochen. Also
glaubten viele, dass das angekündigte Ende der Sondierungsgespräche Donnerstagnacht sei.
Falsch vermutet, die Sondierungspartner hatten sich die ganze Woche derart beharkt, dass
sie sich entschlossen, bis Sonntag weiterzumachen.

Die inzwischen sichtlich müde Kanzlerin führte Einzelgespräche mit den Sondierungspartnern,
und jetzt endlich tauchen versteckt Andeutungen von Kompromissen auf. Schwache Pflänzchen
der Hoffnung. Vielleicht gelingt es Angela Merkel, die Beteiligten am Sonntag zum Schwur für
Koalitionsverhandlungen zu bewegen.

Aber auch Koalitionsverhandlungen sind noch keine Koalition. Dem Projekt der schwarzen
Ampel wohnt weiterhin die Möglichkeit des Scheiterns inne. Kommentatoren sprechen von
einer 50:50-Chance. Sie tun es aus echter Sorge, nicht nur, um das Interesse des Publikums
am abgegessenen Thema wach zu halten. Es ist ja gewohnt, dass Vorwahlumfragen bereits
die Ergebnisse bestimmen, die Koalitionspartner sich an das von den Demoskopen gezeichnete
Bild halten. Diesmal ist alles anders.

Schulz erteilte schon am Wahlabend der möglichen großen Koalition eine Absage. Außer
Angela Merkel bedauerte dies niemand. Ungewohnt sperrig entpuppten sich jedoch die
kleineren Koalitionsparteien. Die FDP, die nach der letzten kleinen Koalition in der
außerparlamentarischen Opposition landete und vorübergehend auch einige Länderparlamente
verlor, zeigte sich prinzipientreu, Grüne und CSU taten ein übriges. Derweil läuft die Weltpolitik
weiter, der Klimagipfel in Bonn zeigte eine sprachlose Kanzlerin, die ihre Ratlosigkeit hinter
Allgemeinplätzen versteckte.

Wenn das so weitergeht, müssen doch noch Neuwahlen kommen. Ob das aber der Demokratie
gut tut, ist mehr als fraglich. Warten wir weiter ab.

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Ruanda und Rheinland-Pfalz Besiegeln Zusammenarbeit der beiden Nationalparks


Klimaschutz

Ruanda und Rheinland-Pfalz besiegeln Zusammenarbeit zwischen
Nationalparks – Höfken: Unsere Wälder sind wichtige Klimaschützer

„Unsere Wälder sind wichtige Klimaschützer: Sie speichern
klimaschädliches Kohlenstoffdioxid und liefern uns frische Luft sowie
sauberes Wasser“, sagte
Umweltminister Ulrike Höfken heute in Bonn. Anlass war die
Unterzeichnung des Letter of Intent zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda
am Rande der Weltklimakonferenz
in Bonn. Mit der Absichtserklärung wollen Umweltministerin Ulrike Höfken
und Dr. Vincent Biruta, Umweltminister von Ruanda, die Zusammenarbeit
der Nationalparke
Nyungwe und Hunsrück-Hochwald intensivieren. Denn der Erhalt der
Biodiversität und der Schutz des Klimas sind sehr wichtige Anliegen
beider Länder und
ihrer Nationalparke.

Rheinland-Pfalz und Ruanda verbinde seit 35 Jahren eine Partnerschaft,
die nun mit der Zusammenarbeit der Nationalparke ausgebaut werde, so
Höfken. „Der
Park Nyungwe ist mit über 100.000 Hektar etwa zehnmal so groß wie der
Nationalpark Hunsrück-Hochwald und wird seit vielen Jahrzehnten
nutzungsfrei geführt.
Hier können wir von den in Ruanda gesammelten Erfahrungen zum Erhalt und
zum Management des Nationalparks profitieren“, so Höfken. Gleichzeitig
könnten
rheinland-pfälzische Ranger ihr Know-how an ihre ruandischen Kollegen
weitergeben: Landesforsten Rheinland-Pfalz habe beispielsweise
langjährige Erfahrung
im Bereich der Umweltbildung, führte die Ministerin an.

„Wir möchten gerne bei der Entwicklung von lokalen und nachhaltigen
Wertschöpfungsketten Wissen austauschen und eng zusammenarbeiten“,
erklärte die Ministerin.

Bereits heute vermarkte eine Kaffee-Rösterei aus dem Umfeld des
Hunsrück-Parks einen hochwertigen Kaffee aus Ruanda unter dem Label
„Hochwald-Kaffee“.
„Hier wäre es eine ideale Gelegenheit, weitere Produkte, wie zum
Beispiel Tee oder Früchte aus Ruanda, auf die Speisekarten der
gastronomischen Partnerbetriebe
im Hunsrück zu bringen“, erläuterte Höfken.

Die Weltklimakonferenz in Bonn führe uns vor Augen: Das Zeitfenster zum
Handeln werde immer kleiner. 73 Prozent der Bäume in Rheinland-Pfalz
seien überwiegend
durch Treibhausgase und Klimaveränderungen geschädigt. „Gleichzeitig
werden in Deutschland durch unsere Wälder und Holzprodukte 127 Millionen
Tonnen CO₂
pro Jahr der Atmosphäre entzogen – das sind 14 Prozent unseres
jährlichen CO₂-Ausstoßes. Der Erhalt der Wälder und die stärkere
Holznutzung sind daher
wichtige Bestandteile unserer Klimaschutzmaßnahmen. Der Sicherung der
letzten ursprünglichen Wälder kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.
Dieses Ziel
wird durch eine intensivere Zusammenarbeit der Nationalparke Nyungwe und
Hunsrück-Hochwald unterstützt“, führte die Umweltministerin an.

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EU-Sozialgipfel – Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: EU muss soziale Säule umsetzen

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: EU muss die soziale Säule umsetzen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine
Bätzing-Lichtenthäler sprechen sich dafür aus, die soziale Seite der EU
zu stärken. In diesem Sinne war auch der EU-Sozialgipfel in Göteborg ein
wichtiges Signal. Im Mittelpunkt des vom schwedischen Premier Stefan
Löfven initiierten EU-Gipfels standen gute Arbeit, inklusives Wachstum
und Chancengleichheit. Gemeinsam mit Sozialpartnern und anderen
Interessenvertretern diskutierten die höchsten Repräsentanten der
Europäischen Union (EU) über gemeinsame Herausforderungen und neue
Chancen für die Arbeitsmärkte und Wohlstandsmodelle.

„Besonders ein Ergebnis des Gipfels verspricht Hoffnung“, so die
Ministerpräsidentin und die Arbeitsministerin: Nach einem breit
angelegten Beratungsprozess verständigten sich das Europäische
Parlament, der Rat und die Kommission auf eine gemeinsame Proklamation
einer Europäischen Säule sozialer Rechte. In der – von der Europäischen
Kommission angeregten – Initiative werden Grundsätze für
Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang, faire Arbeitsbedingungen sowie
Sozialschutz und soziale Inklusion zusammengeführt. Diese sind zwar
nicht rechtsverbindlich, aber die Proklamation ist ein Bekenntnis zu
einem moralisch verpflichtenden Kompass, der die Richtung weist, um ein
höheres Beschäftigungs- und Sozialschutzniveau EU-weit zu erreichen.

Wir bringen uns in diesem Projekt aktiv ein, auch auf Ebene der
Europaministerkonferenz, wo wir uns in der entsprechenden Arbeitsgruppe
engagieren, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Gute Arbeit,
soziale Sicherheit, Chancengleichheit und Inklusion sind wichtige Säulen
der rheinland-pfälzischen Politik. Eine gute Arbeits- und Sozialpolitik
muss auch europäisch flankiert werden, da viele Regeln und Märkte
europa- oder weltweit funktionieren.“

In diesem Zusammenhang wies die Ministerpräsidentin darauf hin, dass der
Ministerrat von Rheinland-Pfalz am 28. November seine jährliche Sitzung
in Brüssel abhalten und dort mit hochrangigen Vertreterinnen und
Vertretern der EU-Institutionen über die Zukunft der EU diskutieren wird.

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Digitalisierung im Tourismus schafft Mehrwert für Gäste


Digitalisierung im Tourismus schafft Mehrwert für Gäste

Zur Anhörung „Digitalisierung in der Tourismusbranche“ in der
Enquete-Kommission Tourismus des Landtags erklärt der
tourismuspolitische Sprecher
der SPD-Landtagsfraktion, Fredi Winter:

„In einer umfassenden Anhörung hat sich die Enquete-Kommission Tourismus
heute mit dem Querschnittsthema „Digitalisierung im Tourismus“ befasst.
Es zeigt
sich: Die Wahl touristischer Ziele und die Reiseplanung erfolgen heute
zunehmend digital. Das touristische Erleben vor Ort bleibt jedoch
weitestgehend
analog. Darüber hinaus kann durch digitale Technologien dennoch eine
echter Mehrwert für Gäste geschaffen werden. So können zukünftig etwa
Augmented Reality-Anwendungen klassische Angebote wie Stadt- oder
Museumsführungen ergänzen oder an historischen Stätten zum Einsatz kommen.“

Winter weiter: „Digitales Marketing spielt auch im Tourismus eine immer
größere Rolle, gleichzeitig ist eine zunehmende Professionalisierung
festzustellen.
Um im Angebotsdickicht und dem harten internationalen Wettbewerb
bestehen zu können empfiehlt sich für die digitale Präsenz der
Tourismustreibenden ein
koordiniertes Vorgehen, etwa durch gemeinsame Plattformen und
Buchungssysteme. Wichtig ist nach Ansicht der Expertinnen und Experten
zudem, dass sich das
digitale Marketing konsequent an den Interessen und Bedürfnissen des
Gastes orientiert. Die Wünsche und Erwartungen des Gastes bleiben Dreh-
und Angelpunkt
jeglichen touristischen Angebots, sei es beim analogen Besuch vor Ort
oder bei der Angebotssuche im Netz.“

„Um die Chancen der Digitalisierung für den Tourismus nutzbar machen zu
können, kommt dem Aufbau von Wissen und Know-How in den touristischen
Betrieben
und bei den Akteuren der Tourismusbranche große Bedeutung zu. Auf diese
Weise können die neuen technologischen Möglichkeiten zielgerichtet und
zukunftsorientiert
eingesetzt werden. Die Fachkräftesicherung und die berufsbegleitende
Weiterbildung sind daher von zentraler Bedeutung“, sagt Winter.

„Der flächendeckende Ausbau von breitbandigem Internet und die
Verfügbarkeit von freien WLAN-Hotspots sind für die Digitalisierung im
Tourismus die Voraussetzung.
Insbesondere für internationale Gäste ist freies WLAN längst ein Muss.
Mit der Breitbandstrategie des Landes und dem Projekt Wifi4RLP, mit dem
landesweit
Kommunen und Gebäude in Landeseigentum mit kostenlosen WLAN-Hotspots
ausgestattet werden sollen, ist Rheinland-Pfalz bereits auf dem
richtigen Weg“, so
Winter abschließend.

SPD Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz

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Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich


Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich

Schildkäfer benötigen ein symbiotisches Bakterium für den Abbau
pflanzlicher Zellwände

Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschern der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat ein Bakterium in einer
Blattkäferart beschrieben,
das dem Käfer Enzyme zur Verfügung stellt, mit denen die Insekten
bestimmte Bestandteile der pflanzlichen Zellwand verdauen können. Das
Bakterium weist
das kleinste Erbgut aller bislang untersuchten Organismen auf, die
außerhalb einer Wirtszelle leben. Das Genom enthält Gene, die für die
Bildung von Pektinasen
zuständig sind: Enzyme, die das Pektin, ein wesentliches Bauelement der
Zellwand, aufbrechen. Die Produktion der Pektinasen ist somit die
Hauptaufgabe
dieser Bakterien. Ohne die symbiotischen Mikroben könnten die Käfer
nicht an die Nährstoffe innerhalb der pflanzlichen Zellen gelangen und
somit wohl nicht
von Blattnahrung leben.

„Der Ausgangspunkt unserer Studie waren histologische Beschreibungen und
Zeichnungen der symbiotischen Organe von Schildkäfern, die der deutsche
Zoologe
Hans-Jürgen Stammer vor mehr als 80 Jahren anfertigte. Dieser
außergewöhnlichen Partnerschaft zwischen Käfer und Bakterium, die
Stammer als Besonderheit
beschrieb, wollten wir mit modernen molekularbiologischen
Untersuchungsmethoden auf den Grund gehen“, erklärt Hassan Salem, der
Erstautor der Publikation,
der am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie promovierte und
derzeit mit einem Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von
Humboldt-Stiftung an der
US-amerikanischen Emory University in Altlanta, Georgia, forscht.

Hans-Jürgen Stammer (1899-1968) erforschte bereits in den 20er und 30er
Jahren des 20. Jahrhunderts Symbiosen zwischen Insekten und Bakterien.
Er musste
jedoch feststellen, dass symbiotische Bakterien in der Familie der
Blattkäfer (Chrysomelidae) kaum zu finden sind. Allerdings fand er bei
seinen Untersuchungen
auch einige Ausnahmen, darunter Arten aus der Unterfamilie der
Schildkäfer, wie den Distelschildkäfer (Cassida rubiginosa). Diese
Schildkäferarten sind,
wie er in einer Studie 1936 beschrieb, mit ungewöhnlichen Organen
ausgestattet. Die Symbiose-Bakterien wohnen in sackartigen Ausstülpungen
am Darm der
Käfer. Sie werden von weiblichen Käfern über Vaginalschläuche auf die
Nachkommen übertragen, indem jedes Käfer-Ei mit einer kleinen
Symbiontenhaube versehen
wird. Wenn die Larve aus dem Ei schlüpft, frisst sie sich durch die
Eischale und verschlingt das Häubchen, das die symbiotischen Bakterien
enthält.

Blattkäfer können Bestandteile der pflanzlichen Zellwand wie Zellulose
und Pektin mit Hilfe von Verdauungsenzymen abbauen. Allerdings zeigten
genetische
Untersuchungen, dass der Distelschildkäfer selbst keine Gene besitzt,
die den Bauplan für entsprechende Pektinase-Enzyme enthalten. Die neue
Studie zeigt
nun, dass dieses Defizit durch die enge Symbiose mit dem Bakterium
ausgeglichen wird. Um die Bedeutung der bakteriellen Symbionten für den
Käfer zu verstehen,
führten die Forscher eine Reihe von Untersuchungen durch, die sie mit
Messungen der Enzymaktivität kombinierten. „Als wir die Enzymaktivität
in Distelschildkäfern
mit und ohne Symbiose-Bakterien verglichen, stellten wir fest, dass
Distelschildkäfer ohne Symbionten kein Pektin mehr abbauen konnten, um
an die Nährstoffe
in den pflanzlichen Zellen zu gelangen. Diese Käfer hatten deutlich
geringere Überlebenschancen“, sagt Roy Kirsch vom Max-Planck-Institut
für chemische
Ökologie.

Die genetische Untersuchung des Symbiose-Bakteriums, das die Forscher in
Erinnerung an Stammers Aufzeichnungen in der aktuellen Studie als
„Candidatus Stammera
capleta“ vorstellen, erbrachte eine weitere Überraschung. Das Erbgut des
Winzlings ist auf wenige hundert Gene reduziert, unter denen einige aber
die Produktion
und den Transport von Pektinasen regulieren. Entsprechend klein ist das
Genom: Mit lediglich etwa 270.000 Basenpaaren hat das Bakterium das
kleinste jemals
beschriebene Genom eines Organismus, der außerhalb einer Wirtszelle
existiert. Zum Vergleich: Das Darmbakterium Escherichia coli, das im
Darm vieler Tiere
einschließlich des Menschen anzutreffen ist, hat beispielsweise
4.600.000 Basenpaare, ist also 17-mal so groß. Ein noch kleineres Genom
als das des Käfer-Symbionten
wurde bislang nur in Bakterien gefunden, die innerhalb von Zellen ihrer
Wirte leben.

Die Symbiose zwischen Käfer und Bakterium erstaunt durch eine sehr klare
Arbeitsteilung. „Der Käfer besitzt die Gene, die für die Bildung von
Enzymen verantwortlich
sind, die Zellulose verdauen, während der Symbiont Pektinasen zur
Verfügung stellt. Zusammen haben sie alle notwendigen Enzyme, um die
pflanzliche Zellwand
abbauen zu können. Besonders an dieser Symbiose ist, dass wir erstmals
ein spezialisiertes symbiotisches Bakterium beschreiben konnten, dessen
primäre
oder sogar einzige Aufgabe die Herstellung von Pektin abbauenden Enzymen
ist“, fasst Hassan Salem zusammen.

Dass es heute viele pflanzenfressende Tiere gibt, ist eine Folge von
Anpassungen, die sich im Laufe der Evolution herausgebildet haben. An
vielen dieser
Anpassungen sind tatsächlich Mikroorganismen maßgeblich beteiligt. Die
Distelschildkäfer sind dafür ein beeindruckendes Beispiel. Ohne
Pektinasen kommen
sie nicht an die Nährstoffe in den Pflanzenzellen. Die Herstellung
dieser Enzyme haben sie allerdings vollständig an einen Dienstleister
ausgelagert: ein
Bakterium, das in speziellen Organen am Darm haust.

In vielen Blattkäferarten sind die Gene, die für die Bildung von
Verdauungsenzymen für den Abbau pflanzlicher Zellwandbestandteile
verantwortlich sind,
ursprünglich über einen horizontalen Gentransfer von Pilzen und
Bakterien in das Erbgut der Vorfahren dieser Insekten gelangt. „Es ist
wirklich faszinierend,
wie unterschiedlich Insekten das Problem gelöst haben, die Zellwand
einer Pflanze aufzubrechen. Warum sich manche Insekten dafür Gene aus
Mikroorganismen
angeeignet haben, während andere die Aufgabe Symbionten überlassen, ist
eine spannende Frage für zukünftige Untersuchungen“, sagt Martin
Kaltenpoth von
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

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Rheinland-Pfalz erfolgreich bei Umweltministerkonferenz


Klimaschutz

Rheinland-Pfalz erfolgreich auf UMK – Griese: „Kommunen sind wichtiger
Motor für Energiewende und Klimaschutz“

Rheinland-Pfalz hat sich auf der Umweltministerkonferenz in Potsdam
erfolgreich für den kommunalen Klimaschutz eingesetzt: So fordert die
Umweltministerkonferenz
die Bundesregierung auf, ihre Unterstützung für den kommunalen
Klimaschutz zu verstetigen. „Kommunen sind ein wichtiger Motor für die
Energiewende und
den Klimaschutz. Viele Städte und Gemeinden engagieren sich bei der
Umsetzung der Energiewende oder verwirklichen Klimaschutzprojekte. Was
sie jedoch dringend
brauchen ist Planungssicherheit bei der finanziellen Unterstützung durch
den Bund“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese.

„Heute geht die Weltklimakonferenz in Bonn zu Ende. Das Signal ist
eindeutig: Wollen wir unsere Klimaschutzziele noch erreichen, müssen wir
entschlossen
handeln. Für zögernde Bekenntnisse bleibt keine Zeit mehr. Das gilt
global als auch bei uns in Deutschland“, erklärte Griese. Zu lange habe
sich der Bund
auf seiner vermeintlichen Vorreiterrolle ausgeruht. Es müsse nun
dringend mehr passieren – zum Schutz des Klimas und der nachfolgenden
Generationen, so
der Staatssekretär.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative, dem
CO₂-Gebäudesanierungsprogramm oder der Kommunalrichtlinie, die die
Förderung von kommunalen Klimaschutzmanagern
ermöglicht, habe die Bundesregierung bereits gute Instrumente
geschaffen. „Damit das Klimaschutz-Engagement der Kommunen auch
langfristig zum Erfolg führt,
brauchen Städte und Gemeinden für die Zukunft vor allem eines:
Planungssicherheit. Denn Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe“,
führte Griese an. Die
Mittel ständen jedoch bisher nicht langfristig bereit. Das sei nicht
praktikabel und verursache in den Kommunen Unsicherheit. „Auf die
Initiative von Rheinland-Pfalz
und auf Anregung des Städte- und Gemeindebundes hin fordert die
Umweltministerkonferenz die Bundesregierung daher auf, die Unterstützung
für die Kommunen
über das Jahr 2018 hinaus zu verstetigen“, erklärte der
Umweltstaatssekretär.

Gerade bei der Wärmeversorgung auf Basis von regenerativen Energien gebe
es noch Nachholbedarf. Denn der Wärmemarkt habe deutschlandweit einen
Anteil von
rund 40 Prozent an den energiebedingten CO₂-Emissionen. „Das zeigt: Ohne
eine Wärmewende können wir die Klimaschutzziele nicht erreichen“,
erläuterte Griese.
Die Umweltministerkonferenz fordere die Bundesregierung daher auf, bei
den Instrumenten zur Unterstützung der energetischen Sanierung des
kommunalen und
privaten Gebäudebestandes nachzubessern. „Hier gilt es die Kommunen bei
der kommunalen Wärmeplanung und der energetischen Quartierssanierung
besser zu
unterstützen, den Ausbau der Förderung von hocheffizienten Wärmenetzen
auf Basis erneuerbarer Energien voranzutreiben und auch neue Anreize bei
der energetischen
Gebäudesanierung, wie etwa eine steuerliche Absetzbarkeit der Maßnahmen,
zu entwickeln“, forderte Griese.

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Machbarkeitsstudie BUGA 2032


Machbarkeitsstudie BUGA 2031: „Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft“

Zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie zur Bundesgartenschau 2031
erklären die örtlichen SPD-Abgeordneten Jörg Denninghoff und Michael
Hüttner:

„Mit der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie ist ein wichtiger
Meilenstein auf dem Weg zur Bundesgartenschau 2031 geschafft. Für das
einmalige Vorhaben
einer Bundesgartenschau im Welterbe Oberes Mittelrheintal liegt nun ein
überzeugendes Organisations- und Finanzierungskonzept vor. Ein zentraler
Schritt
im Bewerbungsprozess bei der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft
(DBG) wurde erreicht“, sagt Denninghoff.

Hüttner ergänzt: „Die Ausrichtung eines solchen Events im Mittelrheintal
kann für die Entwicklung der Region zwischen Bingen und Koblenz eine
enorme Chance
sein. Die Schauen finden bundesweite Beachtung, ziehen Tourismus und
Investitionen an und hinterlassen meist bleibende positive
Veränderungen. Die Bundesgartenschau
2011 in Koblenz sowie die erfolgreiche Landesgartenschau 2008 in Bingen
haben den nachhaltigen Wert solcher Event-Highlights für die
ausrichtende Stadt
oder Region aufgezeigt. Bisherige BUGAS haben gezeigt, dass die damit
verbundenen Investitionen vor Ort wie ein Katalysator für Tourismus und
Infrastruktur
wirken. Wie bereits in Koblenz ziehen Kommunen und Land bei der
Konzeption und der Bewerbung für die Ausrichtung der Bundesgartenschau
an einem Strang.
Die Region kann die Entscheidung der Deutschen Bundesgartenschau
Gesellschaft mit Zuversicht erwarten. Das einzigartige Mittelrheintal
hat diese Chance
verdient.“

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Leichter Rückgang beim Bezug sozialer Leistungen

Leichter Rückgang beim Bezug sozialer Mindestsicherungsleistungen

Am Ende des Jahres 2016 waren in Rheinland-Pfalz 310.762 Menschen auf
finanzielle Hilfen des Staates angewiesen, um ihren grundlegenden
Lebensunterhalt
zu sichern. Damit ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad
Ems die Empfängerzahl erstmals seit 2011 wieder gesunken (minus 3.684
Personen
bzw. minus 1,2 Prozent).

Der Rückgang geht im Wesentlichen auf niedrigere Zahlen bei den
Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zurück; dagegen
stiegen die Gesamtregelleistungen nach dem SGB II (Hartz-IV-Leistungen)
deutlich an.

Der weitaus größte Teil der Menschen, die ihren Lebensunterhalt aufgrund
von Arbeitslosigkeit oder zu geringem Einkommen nicht aus eigenen
Mitteln bestreiten
können, erhielt den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zufolge
Gesamtregelleistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB
II (Hartz-IV-Leistungen).
In Rheinland-Pfalz betraf dies Ende 2016 mehr als 230.300 Empfängerinnen
und Empfänger. Davon erhielten rund 165.300 als Erwerbsfähige
Arbeitslosengeld
II. Bei den restlichen knapp 65.100 handelte es sich um nicht
erwerbsfähige Familienangehörige, denen das so genannte Sozialgeld
gezahlt wurde. Gegenüber
2015 erhöhte sich die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger um rund
14.600 Personen bzw. 6,8 Prozent. Diese kräftige Zunahme geht
insbesondere auf anerkannte
Asylbewerber zurück, die nach ihrer Anerkennung vom Rechtskreis des
Asylbewerberleistungsgesetzes ins SGB II wechseln.

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Am
Jahresende
2016 erhielten mehr als 31.900 Frauen und Männer entsprechende
Leistungen (minus 17.535 Personen bzw. minus 35 Prozent gegenüber 2015).

Rund 43.400 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer erhielten Ende
2016 Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
nach dem SGB
XII. Von ihnen hatten gut 22.100 die Regelaltersgrenze erreicht, nahezu
21.300 Empfängerinnen und Empfänger waren älter als 18 Jahre und bezogen
die Leistungen
wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen hat seit der
Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe („Hartz IV-Reform“) an
Bedeutung
verloren. Sie wird seit dem 1. Januar 2005 nur noch an nicht
erwerbsfähige Hilfebedürftige gezahlt, die ihren Lebensunterhalt nicht
aus eigenen Mitteln
oder durch Leistungen anderer Sozialleistungsträger decken können. Dazu
gehören zum Beispiel vorübergehend Erwerbsunfähige, längerfristig
Erkrankte oder
Vorruhestandsrentner mit niedriger Rente. In Rheinland-Pfalz waren dies
Ende des Jahres 2016 gut 5.100 Personen.

Weitere Informationen: Gemeinsames Internetangebot der Statistischen
Ämter des Bundes und der Länder zur Sozialberichterstattung
www.amtliche-sozialberichterstattung.de.

Pressemitteilung Nr. 81 (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)

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Ulrike Höfken auf Weltklimakonferenz

Weltklimakonferenz

Klimaschutz geht nur gemeinsam – Höfken und Hinz diskutierten auf
UN-Weltklimakonferenz mit jungen Klimaschützern

„Die jungen Menschen von heute werden diejenigen sein, die sich den
Auswirkungen des Klimawandels stellen müssen. Ihre Stimmen, Meinungen
und Ideen müssen
daher viel stärkeren Eingang in die Klimaschutz-Debatte finden“,
erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Diskussionsrunde
„Young Talents
for Climate Action” gestern Abend auf der UN-Weltklimakonferenz in Bonn
(COP 23). Zu der Diskussionsrunde hatte die rheinland-pfälzische
Umweltministerin
Ulrike Höfken und ihre hessische Kollegin Priska Hinz junge
Klimaschützer aus beiden Bundesländern eingeladen, um über ihre
Erwartungen an die Konferenz
und die Politik zu diskutieren.

Aus Rheinland-Pfalz berichtete Anne Kuschnik von ihren Erfahrungen als
Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen. Sie
konnte bereits
vielfältige Klimaschutzaktivitäten in der VG umsetzen und begleiten, sei
es zum Beispiel die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes für eigene
Liegenschaften
oder die Planung der energetischen Sanierung des Ortskerns. „Kommunen
spielen in Sachen Klimaschutz eine unverzichtbare Rolle, gerade auch was
die Bildungsarbeit
für junge Menschen betrifft. So konnten wir unter anderem mit unserer
„Prima-Klima-Box“ die Bildungsarbeit in Kitas und Schulen verstärken“,
so Kuschnik.

Solche Projekte seien bestens geeignet, junge Menschen in die Debatte um
den Klimaschutz einzubeziehen, erklärte Höfken: „Es ist wichtig, schon
bei Kindern
ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und
natürlichen Ressourcen zu schaffen.“ Jugendliche und junge Erwachsene
hätten oftmals
den Mut, neue Wege zu gehen, die dringend notwendig sind. Das sei auch
ein Ergebnis des Jugendreports ‚Unser Klima! Unsere Zukunft!‘, der kurz
vor der
Weltklimakonferenz vorgestellt wurde. Demnach wären junge Menschen
bereit, ihr Verhalten insbesondere bei der Ernährung und der Mobilität
im Alltag zu
ändern.

„In Rheinland-Pfalz bieten wir mit unseren zahlreichen Projekten im
Rahmen der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) Unterstützung der
Bildungseinrichtungen
auch in Sachen Klimaschutz, wie z.B. mit der „Germanwatch
Klimaexpedition“ für Schulen. Gemeinsam mit der Landeszentrale für
Umweltaufklärung und weiteren
Partnern unterstützen wir beispielsweise die Schaffung oder Umgestaltung
von Schulgärten und Kita-Gärten. Mit dem “KlimaWandelWeg“ des
Kompetenzzentrums
für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz können in Schulen unterschiedliche
Aspekte des Klimawandels und seiner Folgen anhand mobiler Stationen
erarbeitet
werden. Aber auch viele Kommunen sind hier bereits aktiv, die vor Ort am
besten junge Menschen erreichen, wie das Beispiel aus der VG
Römerberg-Dudenhofen
zeige“, so Höfken. Wichtig sei daneben die Weiterführung und
Verstetigung der Bundesprogramme, wie die Nationale
Klimaschutzinitiative, das CO₂-Gebäudesanierungsprogramm
oder die Kommunalrichtlinie, die die Förderung von kommunalen
Klimaschutzmanagern ermöglicht.

„Auch die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen von jungen
Klimaschützern vor und während der Klimakonferenz zeigen, welche
innovativen Ideen und Vorschläge
junge Menschen einbringen. Daher müssen wir sie stärker beteiligen. Nur
wenn alle – gerade auch die junge Generation – mitwirken, kann der Kampf
gegen den Klimawandel erfolgreich sein“, so Höfken.

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Rheinland-Pfalz ist Land des guten Essens

Rheinland-Pfalz ist Land des guten Essens – Viele ausgezeichnete
Restaurants locken Gäste

„Rheinland-Pfalz ist ein Land von Kunst und Kultur, von Lebensfreude,
gutem Essen und gutem Trinken“, sagt der Parlamentarische
Geschäftsführer der SPD-Fraktion,
Martin Haller, anlässlich der neuen Veröffentlichung des Restaurantführers
Guide Michelin Deutschland 2018.

„Sehr erfreulich ist, dass in diesem Jahr vier neue hervorragende
Restaurants mit einem Stern geadelt werden. Insgesamt wurde ein
Restaurant aus Rheinland-Pfalz
mit dem Bestwert in Höhe von drei Sternen ausgezeichnet, drei
Restaurants erhielten zwei Sterne und 23 einen Stern. Den Leistungen der
Spitzenköche und
Spitzenköchinnen und ihren Teams gratulieren wir sehr herzlich. Mit
ihren Restaurants sind sie wichtig für die lokale Wirtschaft, sie locken
Besucherinnen
und Besucher in die jeweilige Region und dienen als Aushängeschild.“

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Wissing: Neue Impulse für die Außenwirtschaft


Wissing: Neue Impulse für die Außenwirtschaft

Eine neue Marke, ein neuer Internetauftritt, ein Magazin und das
Programm für 2018: Es tut sich viel in der Außenwirtschaftsförderung des
Landes Rheinland-Pfalz.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing will neue Impulse in der
Außenwirtschaft setzen.

„Ich möchte durch eine zielgenaue Außenwirtschaftsförderung unsere
mittelständischen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Position auf den
internationalen Märkten zu festigen und auszubauen“, sagte
Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing bei der Freischaltung des neuen
Internet-Auftritts der Außenwirtschaft
www.rlp-international.de.

„Wir haben eine neue Homepage. Wir haben mit „Rheinland-Pfalz
international“ eine neue Marke, in wenigen Wochen erscheint erstmals
unser neues Außenwirtschaftsmagazin
und auch unser Programm „Gemeinsam auf Auslandsmärkte“ hat Neues zu
bieten, wie etwa erstmals eine Reise nach Vietnam sowie nach Peru und
Kolumbien. Damit setzen wir neue Impulse für die Außenwirtschaft in
Rheinland-Pfalz“, sagte der Minister.

Ein Schwerpunkt im kommenden Jahr werde die VR China sein. „China ist
schon heute der wichtigste Handelspartner in Asien für unsere
Unternehmen und dies
wird sich mit dem Ausbau der Neuen Seidenstraße zwischen China und
Europa noch verstärken. Die Eröffnung unserer eigenen Repräsentanz mit
Frau Dr. Zou
hat die Wirtschaftsbeziehungen spürbar aktiviert. Wir empfangen
zwischenzeitlich jeden Monat eine Delegation aus China, die wir mit
passenden Unternehmen in Rheinland-Pfalz zusammenbringen“, sagte
Wissing. Im kommenden Jahr werde China daher zweimal besucht. Insgesamt
werden 19 Reisen in 7 Weltregionen angeboten.

„Rheinland-Pfalz international“ wird künftig als Marke über allen
Angeboten der Außenwirtschaft stehen. Gemeinsam mit der neuen Homepage
wird dadurch die
Wahrnehmung und Positionierung der heimischen Wirtschaft auf den
internationalen Märkten gestärkt. Die Homepage ist als Servicestelle für
Unternehmen konzipiert
– hier gibt es Länder-Informationen, Reiseberichte und natürlich auch
das Programm 2018.

Hintergrund

Den neuen Internet-Auftritt finden Sie unter
www.rlp-international.de.

Die Exportwirtschaft trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg in
Rheinland-Pfalz bei. So lag die Exportquote im Jahr 2016 bei 55,4
Prozent. Das Außenhandelsvolumen stieg im Jahresvergleich um 2,1 Prozent
und erreichte mit 87,1 Milliarden Euro erneut einen Höchstwert.

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Chancen des Tourismus 4.0 nutzen


Schmitt: Chancen des Tourismus 4.0 nutzen

Von der Online-Buchung bis zur Bereitstellung virtueller Welten:
Tourismus 4.0 bietet viele Ansatzpunkte. Wirtschaftsstaatssekretärin
Daniela Schmitt hat
auf einer Fachtagung dazu aufgerufen, die Digitalisierung als Chance für
die zukünftige Entwicklung des Tourismus zu sehen und warb für eine
starke Vernetzung von Inhalte-Anbietern mit den Destinationen und
Betrieben.

„Die Digitalisierung hat im Tourismus bereits grundsätzliche
Veränderungen der Marktbedingungen, aber auch des Informations- und
Wahrnehmungsverhaltens
von Gästen ausgelöst, mit denen wir tagtäglich bereits umgehen. Daher
freut es mich sehr, dass sich auch die Enquete Kommission des Landtags
mit dem Thema Tourismus 4.0 beschäftigt“, sagte
Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt zur Eröffnung der Fachtagung
„Tourismus 4.0: Virtuelle Welten, Beispiele
und Perspektiven“ auf dem Umweltcampus Birkenfeld.

Schmitt rief dazu auf, die neuen Entwicklungsmöglichkeiten als Chance zu
begreifen. Gleichzeitig plädierte sie dafür, bei allen neuen
Entwicklungen im Tourismus sowohl die Regionen und Kommunen als auch die
Betriebe von Beginn an mitzunehmen. „Ohne diese Partner ist kein
Tourismus erfolgreich zu machen“, sagte
Schmitt. So sei etwa datenbasiertes Marketing eine tolle neue
Möglichkeit – sein wahres Potenzial könne dies aber nur durch die
Verknüpfung mit einer individuellen authentischen Kundenansprache
entfalten, wie es die touristischen Betriebe seit jeher tun.

Die Staatssekretärin verwies ebenso auf die Tourismusstrategie, die
derzeit überarbeitet wird. „Künftig wollen wir Tourismus breiter
aufstellen, das Potenzial
der lokalen Bevölkerung stärker einbringen und touristische Angebote so
gestalten, dass der Nutzen für den Gast und der Nutzen für die
Einheimischen ausgeschöpft werden. Tourismusqualität wird somit auch zur
Freizeit- und Lebensqualität.“

Auf der Fachtagung am Umweltcampus ging es vor allem um digitale
Inhalte, wie etwa das vom Land geförderte Projekt Armob, das auf dem
Smartphone antike
Bauwerke in der realen Landschaft sichtbar werden lässt. Laut Schmitt
ein gutes Beispiel für die „Einbettung neuer Medien in den analogen
Urlaub“.

Schmitt

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Muss das weg – ober kann ich es noch essen?


Mindesthaltbarkeitsdatum
Viele Lebensmittel können noch auf den Teller

Eier, Käse, Wurst, Milch, Nudeln und Fleisch: Ein voller Kühlschrank
sieht schön und verlockend aus. Leider führt die Fülle aber auch schnell
dazu, dass
nicht alle Lebensmittel aufgebraucht werden, sondern viele davon auf dem
Müll landen.

Jeder Bundesbürger wirft im Schnitt jährlich zwei große Einkaufswagen
und damit Geld und kostbare Ressourcen weg. „Das
Mindesthaltbarkeitsdatum spielt dabei eine große Rolle“, sagt Petra
Sandmann-Gilles von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die
Gesundheitskasse. Der Aufdruck auf Lebensmitteln soll Verbrauchern
Orientierung geben, bis wann ein richtig gelagertes Produkt seine besten
Eigenschaften erhält. „Viele Verbraucher glauben allerdings, dass
abgelaufene Lebensmittel sofort ungenießbar sind.“ Das stimmt aber gar
nicht: So halten sich Lebensmittel wie Milch und Joghurt in der Regel
noch Tage darüber hinaus;
Kaffee, Mehl, Nudeln oder Reis sogar bis zu Monaten. „Bevor Sie
Lebensmittel wegwerfen, testen Sie sie deshalb mit Nase, Augen und
Mund“, rät die Ökotrophologin:

Wie sieht das Produkt aus: Hat es sich farblich verändert? Ist Schimmel
vorhanden?
Riecht das Lebensmittel sonderbar und anders als sonst?
Schmeckt es anders als sonst?
Meist kann man sich dabei auf seinen eigenen „Riecher“ gut verlassen.
Offensichtlich verdorbene Produkte gehören natürlich in den Müll. „Jeder
kann aber dabei mithelfen, dass das nicht mehr so oft wie bisher
passiert“, sagt Sandmann-Gilles. Und zwar so:

Machen Sie einen Einkaufszettel: Was brauche ich für die nächsten Tage
wirklich?
Verzichten Sie beim Einkauf auf zu große Packungen – davon bleibt oft
viel übrig.
Lagern Sie die Lebensmittel richtig, damit sie möglichst lange frisch
bleiben: Heimisches Obst sowie die meisten Gemüsesorten gehören in den
Kühlschrank
oder in einen kühlen, dunklen Kellerraum. Milchprodukte lagern am besten
in der Mitte des Kühlschranks, Eier, Butter und Getränke in der Tür,
Wurst und
Fleischwaren in der unteren Ablage.
Wer bewusster einkaufen möchte, um weniger wegzuwerfen, muss sich auch
hieran erst gewöhnen. „Anfangs wird es noch Reste geben, aber die kann
man gut weiterverarbeiten
oder auch einfrieren“, sagt die AOK-Expertin. So kann man beispielsweise
aus Pellkartoffeln am nächsten Tag noch einen leckeren
Kartoffel-Avocado-Salat
zubereiten, aus Brot einen Brotpudding.
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So schlafen die Rheinland-Pfälzer


So schläft RLP: Lange und regelmäßig – aber mit dem Durchschlafen hapert es

Mainz, 15. November 2017. Viele Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und
dem Saarland legen Wert auf regelmäßige Bettzeiten und ausreichend
Schlaf, hat die
neue Studie der Techniker Krankenkasse (TK) „Schlaf gut, Deutschland“
herausgefunden. So gaben etwa 43 Prozent der Befragten in den drei
Bundesländern
an, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und auch zur
gleichen Zeit aufzustehen, bundesweit tun dies nur gut ein Drittel der
Befragten. Zudem
ist die Schlafdauer vielen Menschen an Main, Rhein und Saar wichtig. So
schlummern 57 Prozent der Studienteilnehmer sieben Stunden und mehr,
bundesweit
sind dies nur 48 Prozent der Befragten. Allerdings kommen ein Viertel
der Befragten nicht die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs
Stunden Schlaf
pro Nacht. Hier liegen die drei westlichen Länder gleichauf mit dem
bundesweiten Mittel.

Wenige Frühaufsteher an Rhein, Main und Saar

Auch gehören die meisten Menschen in der Drei-Länder-Befragungsgruppe
nicht zu den Frühaufstehern. Nur 14 Prozent von ihnen verlässt das Bett
an Wochentagen
vor sechs Uhr, deutschlandweit sind es fast doppelt so viele (27
Prozent). Trotzdem liegt fast die Hälfte der Befragten vor 23 Uhr im
Bett, weitere drei
von zehn bis spätestens Mitternacht. Hier deckt sich das Ergebnis
weitgehend mit den Zahlen im Bund.

„Viele Menschen in unserer Region wissen um ihre Bedürfnisse und achten
darauf, dass der Schlaf nicht zu kurz kommt. Aber es gibt auch genügend
andere,
die zu wenig Schlaf abbekommen. Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen,
woran das liegt“, erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in
Rheinland-Pfalz.

Jeder Zweite schläft nur selten durch

So werden auch die Menschen an Rhein, Main und Saar von Schlafproblemen
geplagt. Jeder Zweite gab an, dass er nur selten durchschlafen kann,
jeder Fünfte
sagte sogar, dass ihm das nie gelingt. Von häufigen Einschlafproblemen
berichten 14 Prozent der Menschen und jeder Vierte wacht bereits durch
leichte Geräusche
auf. Wenig verwunderlich ist es da, dass drei von zehn Befragten in den
drei Ländern sich beim Aufwachen nur selten oder sogar nie gut ausgeruht
fühlen.

Besonders betroffen von einer schlechten Schlafqualität sind laut
Umfrage sogenannte Flex-Beschäftigte, also Arbeitnehmer mit
unregelmäßigen Arbeitszeiten
oder Schichtdienst. In dieser Gruppe klagen vier von zehn über
Schlafprobleme. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland arbeitet
nach eigenen Angaben
jeder fünfte Erwerbstätige im Schichtdienst (21 Prozent, bundesweit 17
Prozent), 14 Prozent haben andere unregelmäßige Arbeitszeiten.

Schichtarbeit kostet zusätzliche Energie

„Wer gegen seine innere Uhr arbeiten und zudem noch an ständig
wechselnden Tageszeiten Schlaf finden muss, etwa weil der von einer
Schicht in die nächste
springt, benötigt zusätzliche Energie. Das geht häufig auf die
Schlafqualität und irgendwann auch auf die Gesundheit“, erklärt Jörn
Simon. „Heutzutage
wird von den Arbeitnehmern viel Flexibilität gefordert und die gerade
aufgekommene Diskussion um eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes zeigt,
dass wir
hier noch nicht am Ende angekommen sind“, so Simon. „Fest steht aber,
dass ohne genügend Schlaf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Magenbeschwerden,
Depressionen und Übergewicht erhöht ist. Und auch die Gefahr für Unfälle
und Fehler im Job steigt“, erklärt der TK-Landeschef. „Für uns gehört
deshalb
das Thema Schlaf auch auf die Agenda des Betrieblichen
Gesundheitsmanagements“, erläutert Simon. Denkbar seien Angebote für
eine gute Schlafgesundheit
wie ergonomische Schichtsysteme und die Einrichtung von Ruheräumen.
Diese kämen dem Wunsch vieler Beschäftigter entgegen, die Möglichkeit
für ein kurzes
Powernapping zu haben.

Appell an die Eigenverantwortlichkeit

Simon appelliert auch an die Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen. So
gäbe es zwar Umstände, die nur schwer zu beeinflussen seien, wie
beispielsweise
Fluglärm oder das Schnarchen des Partners, aber andere Faktoren, die die
Schlafhygiene verbessern könnten, seien häufig mit wenig Aufwand zu
ändern. „In
der Umfrage gab ein Drittel der Teilnehmer aus der Region an, dass die
Zimmertemperatur den Schlaf stört, jeder Fünfte führt Schlafprobleme auf
späte oder
schwere Mahlzeiten zurück und auch koffein- oder alkoholhaltige Getränke
spielen eine nennenswerte Rolle. Und jeder zehnte fühlt sich durch das
Smartphone
am Bett gestört. Hier ließe sich leicht die eine oder andere Störquelle
vermeiden“, ist Simon überzeugt.

Online-Training für eine bessere Nachtruhe

Um Menschen zu unterstützen, zu einem gesunden Schlafverhalten zu
kommen, bietet die TK ein Online-Schlaftraining an. Es ist über die
Website der TK
www.tk.de
abrufbar.

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Zusätzliche Fachrichtungen für die Fachoberschulen an den Realschulen plus werden erprobt


Neues Angebot

Zusätzliche Fachrichtungen für die Fachoberschule an Realschulen plus –
Erprobung an vier Modellschulen im Land

An vier Fachoberschulen in Rheinland-Pfalz wird es zum nächsten
Schuljahr die Option für eine zusätzliche neue Fachrichtung geben. In
einem Schulversuch
werden neben den bisher zugelassenen Fachrichtungen nun auch die
Bereiche Gestaltung sowie Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie
mit dem Schwerpunkt
Bio- und Umwelttechnologie ermöglicht.

„Mit der Einrichtung der Fachoberschule im organisatorischen Verbund mit
der Realschule plus wurden Aufstiegsorientierung und Durchlässigkeit der
Realschule
plus entschieden gestärkt. Die Fachoberschule bietet Schülerinnen und
Schülern die Möglichkeit, neben der Berufsreife und dem qualifizierten
Sekundarabschluss
I, auch die Fachhochschulreife zu erwerben und eröffnet so zusätzliche
Wege in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Mit der Ausweitung der
Fachrichtungen
gehen wir diesen Weg jetzt konsequent weiter“, sagte Bildungsministerin
Dr. Stefanie Hubig.

Die Umsetzung erfolgt mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 zunächst im
Rahmen eines Schulversuchs an ausgewählten Standorten. Dazu gehören die
August-Sander-Realschule
plus und Fachoberschule Altenkirchen (Gestaltung), die Realschule plus
und Fachoberschule im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern
(Gestaltung), die Konrad-Adenauer-Realschule plus und Fachoberschule
Landau (Bio- und Umwelttechnologie) sowie die Landgraf-Ludwig-Realschule
plus und
Fachoberschule Pirmasens (Gestaltung). Das gab die Bildungsministerin
heute bekannt.

Die Einrichtung der Fachoberschule an Realschulen plus zum Schuljahr
2011/2012 war ein wesentlicher Baustein der Schulstrukturreform. Bisher
waren als Fachrichtungen
Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt
Gesundheit sowie Technik mit den Schwerpunkten Technische Informatik und
Metalltechnik
möglich.

Neben der Fachrichtungserweiterung können alle Fachoberschulen künftig
ein schuleigenes Profil innerhalb der bestehenden Fachrichtungen
entwickeln. Dieses
Profil sollte sich an den regionalen Bedürfnissen und
Wirtschaftsstrukturen orientieren und aktuelle Entwicklungen im
jeweiligen Berufsfeld mit aufgreifen.

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